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Karlsruhe Harrys KSC-Sportschau: Nach Südwestderby jetzt nur noch "leichtes Restprogramm"?

Es ist wieder Mittwochnachmittag: Zeit für "Harrys KSC-Sportschau" - der KSC-Kolumne auf ka-news. Das Südwestderby gegen den 1. FC Kaiserslautern ist Geschichte und passiert ist - nichts! Es blieb friedlich und der Karlsruher SC konnte einen Punkt mitnehmen. Eine gute Ausgangsposition für die verbleibenden acht Spiele - doch der KSC sollte das vermeintlich "leichte" Restprogramm nicht unterschätzen.

Liebe Fußballfreunde,

das Südwestderby gegen den 1. FC Kaiserslautern ist Geschichte und passiert ist - nichts! Weder im Umfeld, noch groß auf dem Platz. Die im Vorfeld befürchteten Ausschreitungen, die noch am Spieltag von einem Reporter des SWR geradezu herbeigeredet wurden, als dieser ungefähr zwei Stunden vor Spielbeginn und im Anschluss an einen Jubelbericht über den Sieg des VfB Stuttgart gegen Frankfurt, ein regelrechtes Karlsruher Horrorszenario herauf beschwor und am Ende seiner Ausführungen davon sprach, dass der KSC in einem solchen Fall sogar mit einem Punktabzug rechnen müsse, blieben aus.

Dank besonnener Fans: Derby blieb friedlich

Das Derby blieb friedlich, auch dank des massiven Polizeieinsatzes, aber auch dank der Besonnenheit, den die Fangruppen an den Tag gelegt hatten. Und so bekommt der KSC keine Punkte abgezogen, sondern hat einen dazu gewonnen und bleibt sportlich weiter auf Aufstiegskurs, auch wenn das Spiel selbst für die rund 27.500 Besucher im in dieser Saison erstmals ausverkauften Wildpark jetzt nicht unbedingt ein "Derby-Leckerbissen" war.

Dazu stand für beide Mannschaften offenbar zu viel auf dem Spiel und so waren am Ende denn auch beide Trainer mit dem 0:0 zufrieden. Zwar hat der KSC nach dem dritten torlosen Unentschieden in Folge im heimischen Wildpark in diesem Jahr noch kein Heimspiel gewonnen, verlor aber dennoch keinen Boden in Richtung Aufstiegsplätze, sondern schob sich durch die Niederlage von Darmstadt sogar bis auf einen Zähler an die Hessen auf Platz drei heran.

Noch acht Spiele bleiben: Leichtes Restprogramm?

So gesehen scheint die Ausgangsposition vor den letzten acht Saisonspielen für die Blau-Weißen durchaus gut, zumal der KSC das auf dem Papier leichteste Restprogramm der Aufstiegskandidaten hat. Der VfR Aalen, St. Pauli, Sandhausen, Fürth, Aue und 1860 München sind allesamt Mannschaften, die sich (bis auf Sandhausen) im Abstiegskampf befinden und in der Tabelle die letzten sechs Plätze belegen. Lediglich Darmstadt, das noch im Wildpark antreten muss und Braunschweig, wo der KSC am vorletzten Spieltag spielt, gehören zu den Topteams der Liga.

Dagegen müssen die Konkurrenten um den Aufstieg zum Teil noch gegeneinander antreten und werden sich gegenseitig die Punkte wegnehmen. Doch auch dieses - auf den ersten Blick - "leichte" Restprogramm muss erst einmal erfolgreich absolviert werden und wenn dies geschehen soll, wird es nicht reichen, dass hinten die Null steht. Dann müssen Kauczinskis Buben auch vorne treffen und hier scheint mir im Augenblick die größte Baustelle im blauweißen Gebäude zu sein.

Größte Baustelle: Mangelnde Torgefährlichkeit

Außer Rouwen Hennings gibt es zurzeit keinen Stürmer, der nicht nur torgefährlich ist, sondern die Dinger auch rein macht, zumal die Chancen, die herausgespielt werden, nicht gerade üppig sind. Das gilt vor allem für Spieler wie Ilian Micanski, aber auch die offensiven Mittelfeldspieler wie Hiroki Yamada oder Manuel Torres, die zuletzt müde wirkten, strömen zurzeit ebenso wenig Torgefahr aus wie Reinhold Yabo, der noch vor der Winterpause viel stärkere Offensivaktionen hatte und dann auch einige Male traf.

Ändert sich dies nicht, wird es auch gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel schwer, dreifach zu punkten, aber einige Siege müssen in den letzten acht Partien auf jeden Fall noch her, soll der Erstliga-Aufstieg, der mittlerweile ganz klar möglich ist, geschafft werden. Der erste Prüfstein in dieser Hinsicht wird nach der Länderspielpause die Begegnung beim VfR Aalen sein.

Aalen, das gerade wegen wiederholter Verstöße gegen die Lizenzauflagen mit einem Zweipunkteabzug bestraft wurde, kämpft ums nackte Überleben und wird dem KSC das Leben so schwer wie möglich machen. Das war schon beim 0:0 im Hinspiel der Fall, aber wenn der KSC seine Aufstiegschance nutzen will, muss er am 5. April auf der Ostalb anfangen, endlich wieder Tore zu schießen.

Harald Linder

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ka-news-Kolumne: Harrys KSC-Sportschau: Jeden Mittwochnachmittag beleuchtet unser Autor Harald Linder in der ka-news-Kolumne "Harrys KSC-Sportschau" verschiedene Themen rund um den Karlsruher SC. Der einstige Chefredakteur des Kurier ist nach seiner Pensionierung mittlerweile als freier Publizist, unter anderem auch für ka-news, tätig und hat für seine Sportkommentare, die sich überwiegend mit dem KSC beschäftigen, schon einige Auszeichnungen erhalten.
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Kommentare (18)
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  •   andi-b7
    (3326 Beiträge)

    26.03.2015 19:25 Uhr
    Ja Harry nicht nur der böse SWR hat auf die Fans eingeschlagen!
    Auch Du ! Und hierfür ist immer noch eine Entschuldigung fällig !

    Blau weiß für immer solange die Sterne noch stehen .......

    Hauptsache ohne RB !
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  •   JOBA
    (86 Beiträge)

    29.03.2015 12:26 Uhr
    Warum auch?
    Er hat ja auch nur verbal auf die bösen "Fans" eingeschlagen und nicht auf die wirklichen Fans.
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  •   andi-b7
    (3326 Beiträge)

    29.03.2015 19:44 Uhr
    Leider trifft er alle Fans !
    Und durch unsachliche Kommentare siehe Kurier wird's nicht besser !
    Hab eigentlich gedacht im Alter wird man klug ?
    Wirkt scheinbar nicht bei jedem.
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  •   auchmalsenfdazu
    (3205 Beiträge)

    26.03.2015 11:44 Uhr
    Habt
    ihr gesehen, wie der Ingolstädter Leckie gestern Abend Jogis Buben Probleme bereitet hat ?
    da haben Gordon und Gulde im Gegensatz dazu richtig gut gegen den ausgesehen. zwinkern
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  •   JOBA
    (86 Beiträge)

    26.03.2015 09:18 Uhr
    Schowdown gegen Darmstadt
    von Platz1 bis 4 ist für den KSC alles möglich. Aber nur noch Platz 3 ist aus eigener Kraft zu erreichen. Das ist das Resultat des mutlosen Heimspiels gegen Kaiserslautern. So wird es auf den Showdown mit Darmstadt ankommen. Nicht nur Boubacar Barry aus der A-Jugend hat Potential für die 1. Mannschaft, auch Jannik Dehm wäre eine Alternative. Beide sind derzeit im Länderspieleinsatz heute in Mannheim um 13:00 und am Samstag in Sandhausen. Ein weiterer KSCler aus der A-Jugend ist im Aufgebot der U 18 Nationalmannschaft. Die spielen am Freitag abend in Sarre Union. Das ist auch nicht weit von Karlsruhe.
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  •   auchmalsenfdazu
    (3205 Beiträge)

    26.03.2015 11:40 Uhr
    aus eigener Kraft
    ....kann man sogar noch Platz 1 erreichen.
    "Einfach" alle restlichen Spiele gewinnen, dann ist man am Ende auf Platz 1 zwinkern
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  •   JOBA
    (86 Beiträge)

    26.03.2015 11:56 Uhr
    Eben nicht
    Gegen Kaiserslautern und Ingolstadt haben sie schon 2 mal gespielt und beide sind noch vor dem KSC in der Tabelle. Deshalb gehts eben nicht mehr aus eigener Kraft.
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  •   auchmalsenfdazu
    (3205 Beiträge)

    26.03.2015 12:27 Uhr
    du hast meinen Smiley
    wohl übersehen.

    Rechnerisch geht es natürlich nicht aus eigener Kraft.
    Aber wenn wir alle Spiele gewinnen würden, wären wir sicher auf Platz 1, da Lautern und Ingolstadt ja auch noch Punkte lassen.
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  •   JOBA
    (86 Beiträge)

    26.03.2015 13:23 Uhr
    Klaro
    Das hoffen wir doch alle.
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  •   Badenstolz
    (1440 Beiträge)

    26.03.2015 08:22 Uhr
    Harald Linder
    hat tatsächlich mal einen pasablen Kommentar abgeliefert ,
    das muß auch mal gesagt werden grinsen

    ... sicher gibte es in dieser zweiten Liga - dieses Jahr keine leichten Spiele und im vorbeigehen gewinnst man kein Spiel - zudem ist der KSC keine Übermanschaft .
    Denke auch das Schlüsselspieler wie Torres , Jamada und Yabo zuletztIhr volles Leistungsniveau nicht erreicht haben , hoffe das beim "Schlussspurt" wieder ändert.
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