Herr Jakob, alles deutet daraufhin, dass es beim HSV mit dem ersten Startelfeinsatz klappt.

Ja, es deutet darauf hin, aber schlussendlich ist es die Entscheidung des Trainers.

Kilian Jakob (KSC 18) beim fokusieren auf den Ball.
Kilian Jakob (KSC 18) beim Fokussieren auf den Ball. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Trainer Cristian Eichner hat das schon kürzlich angekündigt, dass ihr Einsatz bei einer Gelbsperre von Philip Heise bevorstehen könnte.

Für den Moment, in der Startaufstellung zu stehen, trainiere ich. Dann versuche ich meine Chance zu nutzen, ein gutes Spiel zu machen, einen positiven Eindruck zu hinterlassen, dass es nicht bei einer eimaligen Sache bleibt.

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Die Chance nutzen heißt, sich in die erste Elf spielen?

Das wäre gut, aber Philip Heise hat viele gute Spiele gemacht. Daher erwarte ich nicht, dass er nach seiner Gelbsperre nicht zurückkehrt und ich im Team bleibe. Ich will ein gutes Spiel machen, meine Leistung bringen - mich zeigen, der Mannschaft helfen. Klappt das - dann profitiert jeder davon.

Kilian Jakob (KSC 18) am Ball.
Kilian Jakob (KSC 18) am Ball. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Ich will mich weiter heran arbeiten, will für Philip ein guter Konkurrent sein und näher herankommen. Ich denke, ich habe ihn gefordert und habe dafür gesorgt, dass er seine Leistung oben hält. Man sieht - auch aufgrund der vielen Vorlagen, die er gibt - dass er weiß: Da ist jemand, der mich fordert, der spielen will.

Gegen Düsseldorf kamen Sie im linken offensiven Mittelfeld zum Einsatz – ist das eine Alternative?

Für mich wäre das schon eine Alternative. Ich habe auch dem Trainer gesagt, dass ich das schon in der Jugend und der Regionalliga gespielt habe. Es ist zwar nicht meine Position Nummer eins, aber es geht. Ich kann das spielen, wenn ich dort gebraucht werde.

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Sind Sie schon nervös was das HSV Spiel angeht?

Bisher nicht, das wird wohl vor dem Spiel kommen, wenn ich dann weiß, ob ich dabei bin oder nicht. Ich gehe die Trainingswoche an wie jede andere auch.

Das heißt: Es gibt keine besondere Vorbereitung?

Natürlich schaut man sich dann seine Gegenspieler nochmals, noch genauer an. Aber bis der Trainer die Startaufstellung bekannt gibt, trainiert man mit dem Hintergedanken, dass man dabei ist – nicht mit der Gewissheit.

Sie haben mögliche Gegenspieler angesprochen. Das könnte Bakery Jatta sein. Der ist technisch stark und eminent schnell… Respekt?

Respekt habe ich vor jedem Gegenspieler. Natürlich ist Jatta ein Topmann, aber: Er kocht auch nur mit Wasser. Ich habe Respekt, aber keinerlei Angst. Er ist ein guter Spieler. Aber deswegen mache ich mir nicht in die Hose, ich bin mutig. Ich werde alles geben und traue es mir zu, ihm den Schneid abzukaufen.

Kilian Jakob (KSC 42) im Training.
Kilian Jakob (KSC 42) im Training. | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Geht man - nach dem unglücklichen Aus im DFB Pokal - mit einem Rachegefühl ins Spiel? Gibt es Revanchegelüste?

Natürlich freut man sich grundsätzlich auf ein Spiel in Hamburg, aber das unglückliche Ausscheiden im DFB-Pokal ist sicher zusätzliche Motivation.

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Wie erwarten Sie den HSV? Alles oder nichts, weil der Aufstieg fast weg ist?

 Sie werden versuchen, die Resthoffnung auf den Aufstieg am Leben zu halten. Aber ich glaube auch, dass wir durch ein frühes Tor einiges beim HSV durcheinanderbringen könnten. Vielleicht denken die dann: Oh nein - nicht schon wieder. Wir müssen lange die Null halten, damit der HSV ungeduldig wird, dann ergeben sich für uns Chancen.

Wie lautet Ihr Zwischenfazit der aktuellen Saison?

Ich bin relativ zufrieden. Es war zuerst wichtig, hier gut ankommen, sich gut in der Mannschaft zu integrieren, sich weiter zu entwickeln. Das habe ich im Training gut gemacht, da habe ich gute Leistungen gezeigt.

Kilian Jakob (KSC 42), zukünftige Rückennummer 18, mit einem Trainingball in der Hand.
Kilian Jakob (KSC 42), zukünftige Rückennummer 18, mit einem Trainingsball in der Hand. | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Natürlich wünscht sich jeder Spielzeit, aber das ist nicht so einfach. Ich habe mit dafür gesorgt, dass Philip Heise konstanter wurde. Auch so etwas hilft der Mannschaft. Und ich bin über jede Minute, die ich bekomme, happy. Zudem freue ich mich schon heute, wenn es klappt, dass ich am Samstag auf dem Platz stehen kann.

Schauen Sie nach vorne - in Richtung der nächsten Spielrunde? Was erwarten Sie sich dann?

Wichtig ist, dass ich fit bleibe, dann entwickle ich mich weiter. Zudem brauche ich Chancen mich zu zeigen. Dann werde ich bereit sein und werde versuchen, dass ich öfters eingesetzt werde.