Herr Eichner, nach dem 2:2 gegen Ingolstadt ist der Klassenerhalt sicher. Haben Sie gefeiert? 

Gar nicht. Es war ja auch nicht so überraschend. Der Sieg gegen Aue zuvor war der Durchbruch. Danach wussten wir, in welche Richtung es geht. Aber ich war nach dem Spiel sehr erleichtert, weil ich wusste, dass es nicht leicht wird.

Vor zwei Jahren schafften Sie den Ligaerhalt im letzten Spiel, jetzt schon vorzeitig. Was ist schöner?

Beides war sehr schön, aber den Klassenerhalt im letzten Spiel - und das auswärts - zu erreichen, das bleibt so richtig im Gedächtnis.

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Es stehen noch drei Spiele aus. Welches Motto geben Sie dafür aus? Neun Punkte gewinnen?

Wir haben den Anspruch, eine ordentliche Anzahl an Punkten zu holen.

Fabian Schleusener hat gegen Ingolstadt nicht nur ein Tor erzielt, er hat sehr gut gespielt, hatte ein Zweikampfquote von fast 70 Prozent. Für einen Stürmer ist das ein Topwert. Ist er beim Spiel in Hannover im Angriffszentrum gesetzt, da Philip Hofmann gelbgesperrt schauen muss?

Zunächst mal muss man sehen: Wir spielen meist mit einem Stürmer. Und dann kam Fabian als Ersatz für Babacar Guèye. Diesbezüglich hat er die Erwartungen total erfüllt, wir hatten so gute Wechselmöglichkeiten. Dass er auch auf dem Flügel spielen kann, wusste ich. Er hat ein richtig gutes Verhältnis von Spielminuten und Toren.

KSC gegen FC Ingolstadt 22.04.2022
Bild: Mia

Nochmals: Steht er in Hannover für Hofmann in der Startelf?

Auf jeden Fall. Er ist der Mann, der Hofmann aktuell ersetzen wird.

Könnte Schleusener auch der Mann sein, der Hofmann nach dessen Abgang in der kommenden Saison ersetzen wird? Trauen Sie ihm zu, dass er die Lücke schließen könnte?

Das schließe ich auf keinen Fall aus, das ist möglich. Aber ich glaube nach wie vor, dass sich 'Schleuse' vorne wohler fühlt, wenn jemand neben ihm spielt. Aber: Er hat auch schon alleine im Angriffszentrum richtig gute Spiele gemacht. Doch seine Stärken kommen besser zur Geltung, wenn zwei Mann im Angriff spielen.

Wie geht es Daniel O'Shaughnessy, nachdem er wegen einer Kopfverletzung ausgewechselt werden musste?

Da heißt es: abwarten. Es geht ihm insgesamt nicht schlecht. Aber hin und wieder hat er etwas Schwindel und Unwohlsein. Wir werden da abwarten, es könnte eine leichte Gehirnerschütterung sein. Wir gehen kein Risiko ein.

Christian Eichner (KSC Trainer)
Christian Eichner (KSC-Trainer). | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Hat Felix Irorere, der gegen Ingolstadt eingewechselt wurde und eine gute Leistung ablieferte, in Hannover eine Startelfchance?

Hat er. Er hat es ähnlich gut gemacht wie die anderen Jungs, die gegen Ingolstadt ins Spiel kamen. Bei den erfahrenen Spielern Kyoung-Rok Choi und Marc Lorenz habe ich das erwartet.

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Ihre Einschätzung des Teams von Hannover 96?

Hannover hat eine Mannschaft, die - ähnlich wie Düsseldorf - eigentlich in die erste Tabellenhälfte gehört. Der Kader ist gut besetzt. Sie waren vergangene Saison in der Tabelle hinter uns, stehen aktuell wieder hinter uns. Wir haben eine gewisse Freiheit vor diesem Spiel, Hannover hat eine Drucksituation. Sie werden gewinnen müssen und werden mitspielen.

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