Herr Breithaupt, wie und wo feiern Sie Weihnachten?

Mit der Familie. Oma und Opa kommen am 24. Dezember zu uns. Auch an den Feiertagen ist die Familie zusammen.

Gibt es da ein spezielles Ritual? Ein spezielles Essen?

Bei uns wird am Heiligen Abend gewürfelt und wer gewinnt, darf sich ein Geschenk holen. Am 1. Weihnachtsfeiertag gibt es dann bei der Oma Fondue.

Sie haben von zu Hause, das ist das Dorf Nesselried, gesprochen. Hat sich da etwas geändert, seit Sie Stammspieler beim KSC sind?

Nein - weil ich mich nicht verändert habe. Natürlich ist da etwas Euphorie, alle freuen sich mit mir. Aber: Da ich der Gleiche geblieben bin - ist alles gleich.

Tim Breithaupt (KSC 38)
Tim Breithaupt (KSC 38) | Bild: ka-news.de

In einem Spiel wurden Sie in der ersten Halbzeit ausgewechselt, erinnern Sie sich?

(Die Antwort kommt sofort): Das war gegen Aue…

…war das gerecht? Ist das verarbeitet?

Zuerst: So etwas gehört zum Reifeprozess eines jungen Spielers dazu. Ich bekam ziemlich früh eine gelbe Karte, habe danach noch ein kleines Foul begangen. Der Trainer wollte mich und die Mannschaft schützen, hat mir diese Auswechslung direkt erklärt. Das ist abgehakt. Zudem muss man als junger Spieler damit leben, dass so etwas mal vorkommt. Es geht weiter.

Tim Breithaupt (KSC38) vorne, läuft mit Marlon Dinger (KSC 27) links und David Trivunic (KSC 18) Runden um den Platz, links Christian ...
Tim Breithaupt (KSC38) vorne, läuft mit Marlon Dinger (KSC 27) links und David Trivunic (KSC 18) Runden um den Platz, links Christian Eichner (KSC Trainer) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Alle sprechen vom „Shooting-Star Breithaupt.“ Tut das gut?

Mir tut es gut, weil ich bodenständig bin, weil ich nicht abhebe. Ich bin zurückhaltend, ich kann die ganze aktuelle Situation nicht so richtig greifen. Stammspieler beim KSC, dann in die U20-Nationalelf berufen worden - es ist viel passiert. Es ist nicht leicht, das zu realisieren. Aber: ich genieße jeden Moment und von mir aus kann es so weitergehen.

Wie ordnen Sie den bisherigen Saisonverlauf ein. Für das Team und für Sich?

Für mich: Absolut positiv. Ich habe sehr früh in der Saison Chancen bekommen, durfte viele Spiele machen, dadurch konnte ich mich weiterentwickeln. Ich glaube, ich habe einen Sprung im Vergleich zur letzten Saison gemacht. Als Mannschaft haben wir uns immer besser eingefunden. Wir haben nur zwei Punkte weniger als nach der Hinrunde in der vergangenen Saison, das ist dann wieder eine ordentliche Saison.

Tim Breithaupt (KSC 38) schießt den Ball ins Tor gegen Torwart Marius Gersbeck (KSC 35), Der Ball trifft Gersbeck ins Gesicht.
Tim Breithaupt (KSC 38) schießt den Ball ins Tor gegen Torwart Marius Gersbeck (KSC 35), Der Ball trifft Gersbeck ins Gesicht. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Sie sagten: "Ich habe einen Sprung in meiner Entwickelung gemacht." Können Sie das konkretisieren?

Meine Spielweise ist gereift. In den Zweikämpfen habe ich ein besseres Gefühl bekommen. Und ich versuche mich immer mehr im Spiel nach vorne einzubringen und auch da Akzente zu setzen.

Ihr bestes Spiel war?

Das Heimspiel gegen Hannover.

Und das beste Spiel der Mannschaft?

Da gab es mehrere richtig gute Leistungen. Gegen Hannover, gegen den HSV oder beim Pokalsieg in Leverkusen.

Jetzt kommt eine, wenn auch kurze, Pause. Tut das gut? Kann man da die Akkus aufladen?

Das tut jedem gut. Durch die vielen Verletzten im Kader konnte man niemand schonen. Daher - durchatmen, etwas mehr als eine Woche ausruhen, das tut gut.

Das könnte Sie auch interessieren

Geht es in Urlaub?

Nein, ich bleibe bei der Familie in Nesselried.

Worauf speziell liegt in der Restrunde der Fokus? Für die Mannschaft - und für Sie? Wo konkret sollte man sich verbessern?

Wir haben einige Gegentore zu einfach bekommen. Durch individuelle Fehler, durch gegnerische Standards. Für die Restrunde nehmen wir uns vor, das zu verbessern. Wenn das gelingt, wird es schwierig, uns zu schlagen, denn vorne haben wir die Qualität, immer ein Tor zu machen.

Tim Breithaupt (KSC 38) am Ball.
Tim Breithaupt (KSC 38) am Ball. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Haben Sie eine Position in der Abschlusstabelle im Kopf?

Über so etwas mache ich mir keine Gedanken.

Denken Sie hin und wieder an den Aufstieg?

Wenn das Stadion fertig ist, dann haben wir ein Erstligastadion. Dann kann man vielleicht einmal in diese Richtung schielen, aber jetzt: Konzentration auf die Spiele. Nächste Saison sehen wir weiter.

Das könnte Sie auch interessieren

Haben Sie etwas Angst, dass der KSC abstürzen könnte?

Nein, wir sind eine stabile Mannschaft mit einem stabilen Trainerteam. Wir wissen was wir können - auch daher sehe keinen Grund, dass wir abstürzen.

Und: Angst, dass Tim Breithaupt auf der Bank landen könnte?

Das kann immer wieder mal sein. Fußball ist ein Tagesgeschäft - da gibt es nicht nur positive Erlebnisse. Im Moment läuft es prima, und ich gebe alles, dass es mit dem Platz auf der Bank nicht vorkommt.