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Karlsruhe Keine KSC-Präsidentin - trotzdem ganz nah am Klub: Dorothee Augustin im Interview

Vor wenigen Wochen wollte Dorothee Springmann, nach ihrer Heirat heißt sie inzwischen Augustin, die erste Präsidentin des KSC werden. Sie erreichte ein respektables Wahlergebnis, schaffte es aber nicht auf den Chefsessel beim Wildparkclub. Inzwischen steht Frau Augustin in der Frauenfußballabteilung des KSC in der Verantwortung. In welcher Funktion? Auch darüber sprach Peter Putzing mit ihr.

Frau Augustin, am kommenden Mittwoch ist Mitgliederversammlung des KSC. Sind Sie enttäuscht, dass Sie da nicht als Präsidentin fungieren?

Direkt nach der Wahl war ich schon enttäuscht, aber nur kurz. Dann hat sich auch eine Erleichterung breit gemacht. Der Stress ließ nach, das war dann ganz gut so. Nun bin ich bereit, mit frischem Wind an neue Aufgaben heranzutreten, um etwas zu bewirken!

Was sagen Sie zur Arbeit des aktuellen Präsidiums?

Schwieriges Thema. Die aktuelle Situation ist für das Präsidium nicht gerade leicht. Die finanzielle Situation ebenso wenig. Die sportlichen Misserfolge der aktuellen Profimannschaft müssen wir nicht thematisieren. Das Präsidium hat noch viel Arbeit vor sich.

Haben Sie weiterhin einen Job in einem Gremium, zum Beispiel den Aufsichtsrat, im Visier, um im Club Einfluss nehmen zu können?

Es gibt im Moment Gespräche in diese Richtung, die sind allerdings noch nicht beendet, zudem wird darüber noch im Beirat gesprochen. Daher kann ich nichts Genaueres sagen.

Sie sind jetzt aktiv bei der KSC Frauenfußballabteilung. Was genau ist Ihr Aufgabenbereich?

Ich bin dort für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. An Spieltagen unterstütze ich natürlich auch die Mannschaft, sowie die Betreuer und das Trainerteam. Ansonsten koordiniere ich Pressetermine und kümmere mich um Termine außerhalb der Spieltage. Solch eine Leistung wie sie von den Mädels erbracht wird, muss in der Öffentlichkeit einfach besser wahrgenommen werden und Anklang finden.

Wie kamen Sie zu diesem Job?

Abteilungsleiter Helmut Behr hat mich kontaktiert. Er habe während des Medienhypes, der um mich während der Kandidatur umgeben hat, gemeint, ich hätte mich medial von allen Kandidaten am besten verkauft. Und er meinte, ob es nicht möglich wäre, diesen Hype für die Frauenabteilung des KSC positiv zu nutzen. Ich musste nicht lange überlegen, es war mir schnell klar, dass mir das Spaß machen würde. Ich habe mich mit den Fußballerinnen und dem Staff schnell wohlgefühlt. Es sind wirklich tolle Charaktere, die alles für Ihren Sport geben.

Die Frauenmannschaft des KSC.
Die Frauenmannschaft des KSC. | Bild: Dorothee Augustin

Sind Sie auch für die Sponsorengewinnung und deren Betreuung zuständig?

Ja, ich versuche neue Sponsoren zu gewinnen. Das Frauenteam hat Erfolg, ist in der Regionalliga, ist im DFB-Pokal eine Runde weiter. Bisher eine klasse Leistung der jungen Mannschaft. Das heißt aber auch: Die Auswärtsspiele sind nicht mehr um die Ecke. Das sind alles immense Kosten die jemand zu tragen hat. Vieles, sehr vieles wird von den Eltern geleistet. Es muss gelingen, dass die Mädels und deren Eltern nicht mehr alles aus der eigenen Tasche bezahlen müssen. Wir versuchen ein professionelles Umfeld und Infrastruktur zu schaffen, damit sich die Spielerinnen voll und ganz auf den Sport konzentrieren können. So sind Höchstleistungen möglich.

Sind Sie bei den Spielen dabei, auswärts und im Wildpark?

Ich bin immer dabei. Es macht mir Spaß, das ist das Wichtigste. Und die Wertschätzung der Beteiligten ist unbezahlbar. Die Leidenschaft, mit der hier agiert wird, steckt einfach an. Leider spielen wir aktuell nicht im Wildpark, sondern verrichten unsere Heimspiele bei der SG Siemens.

Augustin bei der Vorstellung zur KSC-Präsidentschaft im Autokino.
Augustin bei der Vorstellung zur KSC-Präsidentschaft im Autokino. | Bild: Hammer Photographie

Was wollen Sie in und mit der Frauenabteilung bewirken? Ihre Ziele sind?

Wir sind in die Regionalliga Süd aufgestiegen, die entspricht der 3. Liga bei den Männern. Aktuell sind wir da Tabellenführer. Wir können in die Qualifikation zum Aufstieg in die 2. Bundesliga kommen. Mit dem aktuellen Kader ist das absolut machbar. Wir haben junge Talente und auch Spielerinnen, die schon höherklassig gespielt haben. Zudem haben wir ein tolles Trainer- und Betreuerteam. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga ist natürlich ein Ziel und ist absolut machbar. Die Strukturen werden gerade erarbeitet.

Haben Sie den KSC-Präsidentenjob endgültig abgehakt?

Vielleicht mache ich mir darüber in einigen Jahren nochmals Gedanken. Aktuell ist es kein Thema. Die Zusammenarbeit mit dem jetzigen Präsidium ist sehr gut. Im Moment gibt es keinen Grund, dass ich in vorderster Front stehe. Meine volle Aufmerksamkeit ist nun bei der Damenmannschaft – hier gibt es viel zu bewirken! Wir blicken in eine tolle Zukunft.

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Kommentare (12)
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  •   Ichregmichnemmeuff
    (358 Beiträge)

    14.10.2020 10:14 Uhr
    Aber Hallo
    Auf jeden Fall ist die Doro das Schönste, was der Verein derzeit zu bieten hat! Fakt! zwinkern
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  •   KSC1894
    (456 Beiträge)

    11.10.2020 08:56 Uhr
    Manche haben es immer noch nicht kapiert
    Es ging um die Vorstandswahl vom KSC e.V.. Für die Sponsorensuche werden Leute bezahlt. Wieviele Sponsoren haben Siegmund-Schultze und Müller bisher gebracht? Was hat sich verbessert? Außer der Damenmannschaft nichts. Die spielen sehr schönen Fußball und Frau Augustin bringt diese Abteilung vom e.V. weiter. Mal schauen was da noch kommt. Vielleicht hat sie bald einen großen Sponsor an der Angel, so wird gemunkelt. Ich würde es dieser Abteilung gönnen. Bisher hat Frau Augustin am meisten für den KSC von allen Bewerbern gemacht. Sie packt zu und löst Probleme. Müller will ein Dauerproblem, OK, weiter für viel Geld noch mehr Geld verbrennen lassen. Wo ist eigentlich Siegmund-Schultze untergetaucht? Es kommt mir vor als wäre Müller, der ja nie ein Amt anstreben wollte, der Präsident und das Sprachrohr.
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  •   kommentar4711
    (2755 Beiträge)

    11.10.2020 22:12 Uhr
    RE: Manche haben es immer noch nicht kapiert
    Falsch. Keiner der gewählten hat Geld versprochen. Nur dachten eben viele Mitglieder, wenn sie Leute mit Geld wählen, dann werden diese genauso wie Pilarsky zum Dukatenesel. Und nur aus dieser Hoffnung hat man diese Leute der Sachkompetenz vorgezogen. M. E. war das ein XXL Feler.
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  •   Ichregmichnemmeuff
    (358 Beiträge)

    14.10.2020 10:12 Uhr
    Joooooo.....
    XXL-Feler? zwinkern
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  •   Mitsch
    (249 Beiträge)

    10.10.2020 12:19 Uhr
    Schön
    zu sehen und zu hören, dass man trotz einer verlorenen Wahl sich engagiert in einem Gebiet, für das Frau Augustin auch im Vorfeld immer geworben hat. Es braucht einfach mehr solcher Leute, die sich nicht nur wegen Innehaben eines Amtes für den KSC engagieren. Zu dem Vorkommentar möchte ich nichts sagen... schrecklich solche Aussagen -meiner Meinung nach! ...nur soviel: man kann Fähigkeiten auch lernen wenn man dafür offen ist...
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  •   melotronix
    (3251 Beiträge)

    10.10.2020 11:45 Uhr
    Frau Augustin,
    jetzt sind sie doch einfach mal objektiv und reflektieren sie sich selbst. Ein Präsidentenamt wird nicht einfach besetzt, damit es besetzt ist. Es geht nicht um frischen Wind oder um eine Quote. Sicherlich ist es ein Gewinn, wenn neue Herangehensweisen und Blickwinkelbetrachtungen herangezogen werden können.
    Aber, solch ein Amt beim KSC bedarf Kenntnisse und Fähigkeiten die man sich am besten in einer Leitungsfunktion eines grossen Unternehmens angeeignet hat. Ein Zweitligaclub hat nichts mehr mit einem traditionellen Freizeitverein zu tun. Kontakte zu Sponsoren, Verhandlungsgeschick und Durchsetzungskraft müssen vorhanden sein und es macht keinen Sinn, hierbei von vorne anfangen zu müssen. Strukturen der Damenmannschaft sind nicht auf die Profis übertragbar. Da sage ich nur.. Schuster*in bleib bei deinen Leisten.
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  •   Ichregmichnemmeuff
    (358 Beiträge)

    10.10.2020 20:03 Uhr
    Alderle....
    ... was für ein unsagbar du... Geschwafel!
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  •   max
    (237 Beiträge)

    10.10.2020 13:53 Uhr
    So ein Schwachsinn,
    w as sie hier schreiben. Schämen sie sich. Frau Augustin hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehr zu bieten, als sie hier aussagen. Es ist doch schön und lobenswert, wenn sich so eine Frau für den Frauenfussball einsetzt. Es müsste mehr "AUGUSTINEN" beim KSC geben.
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  •   melotronix
    (3251 Beiträge)

    10.10.2020 14:31 Uhr
    wie schön...
    wenn sie anderer Meinung sind. ...und wenn sie in der Lage sind richtig zu lesen...dann wäre ihnen aufgefallen, das es bei meinem Kommentar um eine mögliche Führungsposition bei den Profis ging. Also...nicht gleich so reinreissen!
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  •   Ichregmichnemmeuff
    (358 Beiträge)

    10.10.2020 20:04 Uhr
    Joooooo.....
    ...und deshalb war Welle auch 10 Jahre der Präsident des KSC! Der letzte Unternehmer war Schmieder! Oder hab ich einen unterschlagen?
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