Herr Eichner, Sie sind geboostert, waren an Corona erkrankt. Wie geht Ihnen?

Danke der Nachfrage, mir geht es gut. 

Wie haben Sie die Erkrankungen erlebt?

Wie Sie sagten: Wir alle im Trainer- und Betreuerstab sind geboostert. Ich habe mich wie bei einer Grippe gefühlt, mehr nicht. Es ging mir aber schnell besser.

Christian Eichner (KSC Trainer) mit der Mannschaft.
Christian Eichner (KSC Trainer) mit der Mannschaft. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Was war das Schlimmste?

Das Schlimmste – abgesondert, zum Nichtstun verurteilt zu sein, sich aber eigentlich gut zu fühlen. 

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War es auch deshalb schlimm, weil Christian Eichner auf diesem Terrain keine allzu große Geduld hat?

Da habe ich wirklich nicht viel Geduld. Und wenn ich schon daheim bin, dann würde ich gerne helfen, aber das geht eben nicht. Ich war allein und war froh, dass ich zumindest verschiedene andere Sportarten wie Skifahren in Kitzbühl, die Handball EM und die Australian Open, aber auch den Fußball im TV verfolgen konnte.

Seit wann sind Sie wieder auf dem Platz? Sie wurden am Mittwoch, bei der ersten Gelegenheit zum Freitesten, positiv getestet. Am Freitag dann negativ…

…und am Samstag stand ich im Wildpark auf dem Trainingsplatz. Es waren fast 20 Spieler des KSC infiziert.

Christian Eichner und Phillip Hoffmann beim Training.
Christian Eichner und Phillip Hoffmann beim Training. | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Wie ist deren Zustand? Vor allem: Kann man mit deren Einsatz in Bremen rechnen?

Der Eindruck, den wir bisher haben, ist gut. Aber wir haben noch nicht viele Trainingseinheiten gesehen und müssen genau hinschauen, bevor wir entscheiden.

Sind alle infizierten Profis ins Training zurückgekehrt?

Ja. Jerome Gondorf und Philip Heise haben sich auch freigetestet, konnten nach dem Medizincheck dabei sein. Wir haben noch etwas Zeit. Wir schauen in jeder Einheit mit Blick auf die Partie in Bremen genau hin. Mal schauen, wer Ende der Woche wo steht.

Haben die Spieler die Einheiten bisher gut verkraftet?

Bisher ja. Aber wie sich das in der nahen Zukunft - sprich in Richtung Bremen Spiel - auswirkt, das weiß keiner. Wir haben eine normale Trainingswoche, fahren die Intensität hoch.

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Bremen ist die Mannschaft der Stunde in der Liga, hat fünf Spiele in Folge gewonnen.

Der Kader ist topbesetzt - das ist in vielerlei Hinsicht eher der einer Bundesligamannschaft. Die Abwehr um den langjährigen Bundesligaprofi Ömer Toprak hat richtig, richtig viel Klasse.

Sie reden nicht über das Top Duo im Angriff: Duksch und Füllkrug…

Zwei Klasseleute, dazu ein Leonardo Bittencourt… In dieser Mannschaft sind einige Spieler, die Qualität für mehr haben. Und: Diese Mannschaft und ihr Trainer haben sich gefunden.

Christian Eichner (KSC Trainer) instruiert die Mannschaft zur Trainingseinheit.
Christian Eichner (KSC Trainer) instruiert die Mannschaft zur Trainingseinheit. | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Nach all dem Lob für Werder - da kann der KSC ja gar nicht gewinnen…

(lacht) Wir sind in der Lage, auch dieses Spiel für uns positiv zu gestalten. Die Favoritenrolle, auch aufgrund der letzten zehn Tage, die wir erleben mussten, liegt natürlich bei Werder.

Im Pokal wünschten Sie sich ein Heimspiel. Daraus wurde nichts, es geht zum Ligakonkurrenten HSV…

Der HSV hat aufgrund des Heimspiels einen kleinen Vorteil. Aber: Der HSV gegen den KSC – das waren zuletzt immer Spiele auf des Messers Schneide. Und wir wollen alles andere als das 'Glückslos', von dem ich gelesen habe, für den HSV sein. Es wird ein Spiel, in dem alles passieren kann. Wir können auch gewinnen. Wir wollen auf jeden Fall ins Halbfinale.

 
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