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Karlsruhe KSC-Neuzugang Lucas Cueto will mit Vollgas-Fußball die Fans auf seine Seite bringen und "eine geile Saison spielen"

In der 2. Bundesliga hat Lucas Cueto bisher noch nicht gespielt. Aber: Der 25 Jahre alte Kölner verfügt über internationale Erfahrung. 2011 spielte er während eines Auslandsaufenthalts in England bei West Ham United, 2016 wechselte Cueto zum Schweizer Erstligaclub FC St. Gallen, wurde dort Stammkraft. Zudem wurde der offensive Außenbahnspieler in Deutschlands U18, U19 und U20 Nationalelf berufen. Mit Cueto, dessen Vater spanische Wurzeln hat, spricht Peter Putzing.

Herr Cueto, Konkurrenzkampf in einem Kader ist normal. Aber beim KSC ist der auf den offensiven Außenbahnen besonders heftig. Erschreckt Sie das nicht?

Das erschreckt mich nicht. Konkurrenzkampf ist ja nichts Neues. Das ist so, seit ich die Fußballschuhe schnüre. In jedem Kader will jeder spielen. Konkurrenzkampf ist positiv, jeder muss Vollgas geben, das bereichert die Mannschaft und das ist elementar.

Ihre Konkurrenz hat einen Vorteil: Zweitligaerfahrung…

 Das ist für mich nicht ausschlaggebend.

Die Neuzugänge des KSC Fabio Kaufmann (KSC 37), Christian Eichner (KSC Trainer), Lazar Mirkovic (KSC 40) links unten Leon Jensen (KSC 6), Lucas Cueto (KSC 17)
Die Neuzugänge des KSC Fabio Kaufmann (KSC 37), Christian Eichner (KSC Trainer), Lazar Mirkovic (KSC 40) links unten Leon Jensen (KSC 6), Lucas Cueto (KSC 17) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie.de

Sie sind 25 Jahre alt, ist der Wechsel zum KSC so etwas wie die letzte Chance auf Zweitligafußball?

Cueto: Das ist keine Chance - ich bin auf meinem Weg, auf meinem fußballerischen Werdegang. Ich freue mich sehr, und das will ich extrem betonen, für den KSC Fußball zu spielen. Das ist für mich eine große Ehre.

Der KSC ist ein großer Verein, der in einer super Liga spielt - das wird eine tolle Saison werden. Da sind attraktive Gegner dabei, gegen die man sich beweisen kann. Ich habe vor nichts Angst – ich freue mich, meinen Teil dazu beizutragen, dass wir eine geile Saison spielen.

Sie haben einige Trainer erlebt. Wie unterscheidet sich Christian Eichner von den anderen?

Ich bin zu kurz da, um ein umfangreiches Urteil abgeben zu können. Man merkt, dass er Erstligaerfahrung hat. Ich habe ihn im Stadion des 1. FC Köln gesehen. Man hört so jemand besonders gut zu, man will alles aufsaugen. Das trifft auch auf Co-Trainer Zlatan Bajramovic zu. Ich bin wissbegierig, bin lernfähig und habe einfach extrem Bock auf die zweite Liga. Ich will lernen und meinen Beitrag für eine gute Saison leisten.

Sie haben Auslandserfahrung, auch durch die Zeit in St. Gallen. Könnte das, und dass Sie mit 25 Jahren in Liga zwei debütieren, gar ein Vorteil sein, denn da weiß man wie es geht?

Alle Stationen bringen Erfahrung, aber: Die Vergangenheit zählt für mich nicht. Das hier und jetzt, die Aktionen auf dem Platz, dort Gas geben - das zählt. In der Schweiz, das war eine wichtige Station, als Mensch und als Fußballer. Dort durfte ich mich als 19-Jähriger mit Spielern messen, die inzwischen in der ersten Bundesliga spielen. Hier und jetzt heißt: 2. Liga.

Bild: Michaela Anderer

Haben Sie die drin?

Natürlich, davon bin ich überzeugt und die Verantwortlichen des KSC auch - sonst wäre ich nicht hier.

Wie wollen Sie es angehen: Von der Bank Druck machen und dann in die Startelf. Oder von Anfang an zur ersten Elf gehören?

Diese Frage müssen Sie dem Trainer stellen. Ich gebe auf dem Platz alles, danach entscheidet der Trainer wer spielt und wer auf der Bank sitzt. Das ist dann zu akzeptieren.

Kennen Sie jemand vom aktuellen KSC-Team?

Vorher nicht, nein.

Ihre Selbstbeschreibung? Stärken und Schwächen? Spieler und Mensch?

Das mache ich ungern, denn das kann falsches Understatement werden oder Selbstlob. Ich bin einfach Lucas, ich gebe auf dem Platz Vollgas. Und ich würde mich freuen, wenn ich durch meine Art Fußball zu spielen, den einen oder anderen Fan auf meine Seite bringen könnte. Mir ist wichtig, dass man sagt: Lucas ist ein feiner Kerl, der auf dem Platz Vollgas gibt, da bin ich mir für nichts zu schade. Ich lasse meine Seele auf dem Platz.

Und wo dort am, liebsten? Rechts oder links?

Völlig egal.

Christian Eichner (KSC Trainer) läuft mit den Neuzugängen zum ersten Fotoshooting, Lazar Mirkovic (KSC 40), Leon Jensen (KSC 6), Lucas Cueto (KSC 17), Fabio Kaufmann (KSC 39)
Christian Eichner (KSC Trainer) läuft mit den Neuzugängen zum ersten Fotoshooting, Lazar Mirkovic (KSC 40), Leon Jensen (KSC 6), Lucas Cueto (KSC 17), Fabio Kaufmann (KSC 39) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie.de

Ihre Ziele sind: Stammplatz und viele, viele Tore schießen und vorbereiten?

Ich will mit dem KSC eine geile Saison spielen. Diese Spielrunde wird eine riesige Herausforderung und ich mag Herausforderungen.

Abschlussfrage: Wie fällt Ihr Vergleich der Städte Köln und Karlsruhe aus?

Ich lebe zu kurz in Karlsruhe, wohne noch im Hotel. In der Vorbereitung hat man anderes zu tun als Sightseeing - da wird auf dem Platz geschwitzt.. Was ich sagen kann: ich habe noch nie in einer so coolen Mannschaft gespielt. Das ist eine funktionierende Mannschaft. Ich wurde super aufgenommen und ich habe das Gefühl, dass ich schon ewig in Karlsruhe bin.

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  •   KSC1894
    (667 Beiträge)

    10.07.2021 10:47 Uhr
    Klasse Einstellung
    Da kommt Freude auf das es bald los geht. Entscheidend für ihn wird die Taktik sein. Mit Schleuse und PH, falls er bleibt, als Doppelspitze im 4-4-2 wird es eng für Kaufmann und ihn. Ich gönne Cueto den Stammplatz. Spanische Wurzeln da denke ich an Manuel Torres noch nen Tick besser wäre toll. Viel Erfolg und verletzungsfrei bleiben.
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  •   schwarzvoraugen
    (4438 Beiträge)

    10.07.2021 06:57 Uhr
    Gesunde Grundeinstellung
    offen für die Herausforderungen, die er noch nicht kennt. Weiss dei Situation einzuschätzen, fiebert dem Saisonbeginn mit positiver Einstellung entgegen. Gefällt mir.

    Es hängt nun davon ab, ob er CE gut genug kennt um Einsatzzeiten von Beginn an in der Startelf zu bekommen. Die ersten Wochen werden es zeigen, bis Ende des Jahres muss der Durchbruch kommen, am besten mit Scorerpunkten vom ersten Spieltag weg.

    Viel Erfolg!
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