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Karlsruhe KSC-Legende Edgar Schmitt zur Präsidentenwahl: "Holger Siegmund-Schultze ist mein Favorit"

Edgar Schmitt, den KSC-Fans besser bekannt als "Euro Eddy", ist eine Legende in Karlsruher Fußballkreisen. Und auch wenn er nicht mehr aktiv beim Wildparkclub spielt, hat der Unternehmer immer ein Auge auf das Vorgehen in seinem ehemaligen Verein - und damit auch auf die bevorstehende Präsidentschaftswahl am 30. Juli. Im Interview erklärt er, warum er gerade Holger Siegmund-Schultze unterstützt und was er zur vergangenen Ära Wellenreuther sagt.

Herr Schmitt, als Koryphäe im KSC kennen Sie alle Kandidaten persönlich - wer ist Ihrer Meinung nach am besten aufgestellt?

Zunächst ist es hervorragend, dass ein so großes Interesse an der Marke KSC besteht. Leute, die ich alle relativ gut kenne, die sich für dieses Amt bewerben - es ist toll, dass sie alle den KSC voranbringen möchten. Jeder einzelne verkauft sich gut, und wie die KSC-Fans beobachte ich das mit großem Interesse.

Außerdem ist es toll, dass sich mit Dorotheé Springmann eine Frau in diese Männerdomäne begibt und es ist bewundernswert, wie respektvoll die Mitbewerber und auch die Fans mit ihr als mögliche Präsidentin umgehen. Ich bin da aber keineswegs unparteiisch: Ich selbst stehe Holger Siegmund-Schultze sehr nahe und dazu bekenne ich mich auch.

Bild: Hammer Photographie

Es sind alles gute Kandidaten mit ganz eigenen Vorteilen, ob jetzt Rolf Dohmen, der eine tolle Karriere hat, Kai Gruber, der auch super Arbeit leistet, Axel Kahn mit seinem riesigen Netzwerk, das oft unterschätzt wird - aber Siegmund-Schultze ist natürlich für mich der Kandidat, weil er wirtschaftlich unglaublich gut aufgestellt ist und von dem Sport Ahnung hat. Er ist ein sehr ruhiger und bescheidener Mann und ich glaube, dass das dem KSC guttut.

Zu Holger Siegmund-Schultze: Er ist Familienvater, Unternehmer, kein Sportler - zählt nur Management in der KSC-Spitze oder auch sportliches Können?

Die Sportkompetenz wird bei Holger oft unterschätzt. Er ist ein Mann, der Ahnung von Fußball hat - und dazu ist er ein überragender Manager. Er sagt selbst, dass, speziell weil er ein guter Manager ist, er auch ein Team braucht, dass ihm gut zur Hand geht. Die Dinge ausgleichen, in denen er weniger gut ist.

Bild: Hammer Photographie

Man kann davon ausgehen, dass er genau das macht - er hat sportlich konzeptuelle Ideen, die super umsetzbar sind und gut auf den KSC passen. Ich glaube, dass Holger Siegmund-Schultze eine gute Chance hat, zu gewinnen.

Lassen Sie uns die Wellenreuther-Ära Revue passieren - war alles schlecht oder ziehen Sie eine positive Bilanz?

Jeder weiß, wie ich zum Fall Wellenreuther stand. Der KSC hat es verschlafen, Tradition und Moderne zu verbinden. Der KSC ist eine hervorragende Marke, doch das Produkt - der Sport - ist momentan nicht gut.

In der Kader-Zusammenstellung, im Scouting, aber auch in der Jugendarbeit gibt es Defizite - da haben wir einfach den Markt verschlafen. Hoffenheim, Stuttgart, Leipzig - die verbinden Wirtschaft und Sport optimal. Da muss der Traditionsverein KSC auch rein. 

Sie haben 2019 als Vizepräsident kandidiert. Warum jetzt nicht mehr? 

Ich bin von Martin Müller voll und ganz überzeugt. Er nimmt die Menschen mit, er weiß - genau wie Holger Siegmund-Schultze - dass Veränderung notwendig ist. Das ist ein Amt, für das ich nicht zur Verfügung stehe - 2019 hätte ich das gerne gemacht, aber Martin Müller ist super als Vizepräsident.

Egal, wie die Wahl ausgeht - wird der KSC danach besser dastehen?

Ja. Ich glaube schon. Die Mitglieder, die Fans, die Sponsoren - sie alle wussten, dass eine Veränderung herbeigeführt werden musste. Die Jungs sind prädestiniert dazu, den KSC wieder hinzubekommen. Ob jetzt Siegmund-Schultze, Kahn, Dohmen mit seiner großen Sportexpertise oder auf ihre Art auch Dorotheé Springmann - ich traue ihnen alles zu.

(Archivbild)
(Archivbild) | Bild: Hammer Photographie

Der KSC ist ein Unternehmen, das Profit generieren muss. Es ist nicht nur ein Sportverein, sondern eine unfassbar komplexe Angelegenheit. Es gibt viele Menschen, die sagen, sie hätten Ahnung vom Fußball, aber das stimmt nicht. Kausale Ketten und Zusammenhänge sehen und erkennen ist eine schwierige Sache. Viele Traditionsvereine gehen dadurch auch unter.

Egal was kommt, ich bin immer bereit zu helfen und werde dem KSC auch sagen, wenn mir etwas nicht passt, wenn etwas total schief läuft - und das lasse ich mir auch nicht nehmen. Wenn sie schlecht arbeiten, werde ich eingreifen. Das kann ich mir als unabhängiger und selbstständiger Geschäftsmann erlauben.

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  •   free
    (1 Beiträge)

    28.07.2020 18:29 Uhr
    KSC Präsidentenwahl
    HSS: blass, verkörpert das Weiterso, hat alles was Welleneuther gegen die Stadt (Mentrup) unternommen hat, mitgetragen, wird wahrscheinlich von Müller abgelöst
    Müller: Bündnis KSC, Geld regiert den KSC, macht einen Präsidentenrücktritt zur Bedingung, mal sehen was noch für Bedingungen kommen? erst hat er ein offizielles Amt beim KSC verneint, jetzt kandidiert er...?
    Gruber: nichtssagend, kann den KSC nicht weiterbringen
    Kahn: interessant wegen seinem Bruder aber der wird den KSC eher als Kaderschmiede für die Bayern nutzen...
    Dohmen: schwierig da im Unguten gegangen
    Springmann/Augustin: einziges unbeschriebenes Blatt, könnte einen Neuanfang für den KSC bedeuten, hat aber gegen die "KSC Mafia" keine Chance ...
    Fazit: Es wird keinen Neuanfang geben, der KSC wird nicht der seriöse Traditionsverein dessen Präsidenten man vertraut, es werden weiterhin Geldgeber und Sponsoren in Hoffenheim bleiben und weitere gehen...abwandern
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  •   andi-b7
    (3282 Beiträge)

    25.07.2020 12:44 Uhr
    Um So mehr ich mir die Propaganda Maschine lese und verstehe um Somerset wird klar das es eine nicht...
    Warum ganz einfach Präsident sollte werden wer den Verein Einen und im Hintergrund führen kann.
    Alles andere Geld, Sportliche Kompetenz usw. Ist zweitrangig für einen Vereins Präsidenten.
    Bsp.wäre ein Hr. Seiler wenn man sich die Kanidaten anschaut entstehen da Zweifel :
    HSS : wollte bei der letzten Wahl nur noch dieses einemmal antreten bis Stadion steht. Stellt sich die Frage was bekam er also von der Müller Fraktion versprochen das er noch 2 Jahre den Präse spielt?
    K.Gruber: ist ganz Klar auch von Müller ins Rennen geschickt Verbindung war schon immer da. Einfach mal auf die letzte Wahl schauen.
    Kahn: bei seiner Vorgeschichte Zweifle ich an Punkt 1& 2 was wir suchen. Des Weiteren sponsert Müllers GEM massiv in seine Lounge da besteht schon wieder Zweifel an der Abhängigkeit.
    Springmann: persönlich fände ich es gut wenn es eine Frau werden würde bringt vielleicht die nötige Ruhe mit. Allerdings glaube ich nicht das sie den brutalen Druck dieser Mafia beim KSC überleben würde.
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  •   andi-b7
    (3282 Beiträge)

    25.07.2020 12:53 Uhr
    Teil 2 der Nicht Wahl
    Dohmen: hätte ich nach seiner Vergangenheit nie gewählt allerdings erscheint er als einziger der vielleicht Einen kann und auch die nötige Kraft und Zeit findet.
    Vice Wahl
    Müller : da ist jedes Wort zu viel Spalter des KSC , Arrogant der auch über Leichen geht. Sieh Steidel den ich nur als Ehrenmann kenne und auch immer sein Wort gehalten hat im Gegensatz zum Immo Hai. Siehe auch Umgang unseres langjährigen Hauptsponsor Klaiber . Menschlich für einen SPD Mann nur enttäuschend.
    HSS : wenn er nicht Präse wird tritt er für Müller zurück?
    Gruber und Kahn treten gegen ihren Sponsor natürlich nicht an.

    Ja der Filz wird nicht weniger sondern immer mehr mal schauen ob das der KSC überlebt
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  •   jojo
    (744 Beiträge)

    26.07.2020 13:33 Uhr
    Guter Kommentar!
    In der Sonntagszeitung ist eine Klarstellung von Herrn Steidl enthalten. Zunächst mal wurde der Kredit wohl zurückgezahlt, die Verzögerungen der Rückzahlung waren wohl abgestimmt und hatten wohl auch was mit der Erkrankung von Herten Steidl zu tun. Das hört sich schon mal ganz anders an, wie Herr Müller den Sachverhalt kommentiert hat. Ich kann nur nicht beurteilen wer von beiden recht hat. Auf jeden Fall sehe ich nun Herrn Müller immer kritischer.
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  •   Garrincha
    (658 Beiträge)

    25.07.2020 09:47 Uhr
    Edgar Schmitt ist OK
    aber Winni Schäfer bleibe bloß wo du bist und lass den KSC in Ruhe!
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  •   sauerbraten
    (2206 Beiträge)

    25.07.2020 08:13 Uhr
    Auch wenn ich zu den Leuten gehoere,
    die einer Rueckkehr von Winnie grundsaetzlich sehr positiv gegenueber stehen, gefaellt es mir absolut nicht, wie mit seinem Namen hier quasi Werbung fuer HSS und Mueller betrieben wird, so nach dem Motto, wenn ihr den Schaefer wiederhaben wollt, dann muesst ihr HSS waehlen, damit der Mueller seine Eintrittskarte bekommen kann und das mit Winnie regelt. Warum ist hier ueberhaupt von einem sportlichen Kompetenzteam die Rede? Weil wir einen schwachen Sportdirektor haben und scheinbar keiner willens oder dazu in der Lage ist, das Problem an der Wurzel zu packen. Clubs, die einen gut funktionierende Manager haben, brauchen jedenfalls keine sportlichen Berater und koennen sich solche zusaetzliche Ausgaben sparen.
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  •   Kraichgauer80
    (134 Beiträge)

    25.07.2020 11:01 Uhr
    Verstehe überhaupt
    nicht warum ein Kompetenzteam ein bessere sportliche Zukunft herbeiführen soll, nur weil dann mehr Leute über einen Spieler entscheiden. Wie soll das im der Praxis aussehen? Also wenn ich Sportdirektor wäre, würde ich mir keinen Verein aussuchen mit so einem Team im Hintergrund wo alte Legenden mir permanent ins Handwerk reden. Ich bin Ihrer Meinung, ein guter Sportdirektor der entsprechende Handeln wird auch für besser. So Team kann auch lähmend sein, bis die sich immer über einen Spieler einig sind. Das Augenmerk sollte eher auf das Scouting gelegt werden und nicht auf noch einen Diskussionshaufen. Da sind die nächsten Konflikte und Grabenkämpfe vorprogrammiert.
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  •   andi-b7
    (3282 Beiträge)

    25.07.2020 11:44 Uhr
    Das Kompetenzteam macht schon Sinn,
    Zumindest dann wenn du 3Leute bei deiner Firma von der Lohntüte bekommst und der KSC die Bezahlung (wenn dann auch nur indirekt über Prämie)übernimmt.
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  •   schwarzvoraugen
    (3614 Beiträge)

    25.07.2020 02:57 Uhr
    Synergien
    es stimmt mich bedenklich was hier so gefachsimpelt wird.

    Grosse Namen stehen im Raum, Kompetenzteam da, Beirat dort. Liebe Leute, wer sagt denn dass ein Winnie Schäfer mit einem Eddy Schmitt kooperieren würde? Wir reden hier von alternden Alphatieren mit starken Eigeninteressen.

    Ein Winnie Schäfer mag kurzfristig ein Energieschub sein, aber was hat er denn bitte seit seinem Abgang in den Neunzigern getan? Er ist - wenig strategisch - meistbietenden Verträgen hinterhergehächelt. Qualifiziert ihn dies zu einem Amt mit Zukunftsausrichtung? Umsonst wird er dies dann ebenso nicht machen wie ein Edgar Schmitt.

    Nostalgiebrillen bitte ablegen. Ein Neuanfang muss machbar und bezahlbar sein. In einer Personalie OK sehen wir wie schwer wir uns mit einfachsten Personalentscheidungen tun. Deshalb die Wahl des Präsidenten hinter uns bringen, persönliche Interessen hinten anstellen und die Interessen des Vereins an erster Stelle positionieren. Alte Seilschaften bitte nicht durch neue ersetzen.
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  •   Garrincha
    (658 Beiträge)

    25.07.2020 09:42 Uhr
    besser kann man die Lage beim KSC nicht beschreiben
    1 plus
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