Karlsruhe KSC startet bald in neue Saison: Ex-Spieler Nowotny traut Blau-Weißen einiges zu

In zwei Wochen beginnt die Drittliga-Saison für den KSC gegen Absteiger Eintracht Braunschweig. Nach dem bitter verpassten Wiederaufstieg in der Relegation gegen Aue müssen die Badener einen neuen Angriff auf die Aufstiegsränge nehmen. Die Kaderplanung ist in vollem Gange. ka-news-Mitarbeiter Lukas Hiegle hat mit Ex-KSC Profi Jens Nowotny über die anstehende Spielzeit im Wildpark gesprochen.

Der Ex-Nationalspieler, der heute als Spielerberater arbeitet, spielte zwischen 1992 und 1996 im Wildpark für den KSC. In dieser Zeit absolvierte der Verteidiger über 100 Spiele für die Blau-Weißen. Dass die Spieler noch an der verlorenen Relegationspartie gegen Aue zu knabbern haben, glaubt Nowotny nicht.

"Gerade der Saisonstart war alles andere als befriedigend. Aber die Motivation, es besser als letzte Saison zu machen, ist aus meiner Sicht größer!" Nach wie vor verfolgt der 44-Jährige das Geschehen seiner Ex-Vereine, neben dem KSC auch Bayer Leverkusen, mit großem Interesse.

Aufstieg für Vereinsziele "ein Muss"

Der Druck auf die Mannschaft und den Verein werde aber leider auch in diesem Jahr nicht kleiner. "Für die Region mit den Plänen wie der Stadionneubau muss mindestens die 2. Liga dauerhaft der Anspruch sein", sagt Nowotny gegenüber ka-news.

Dass zur kommenden Saison mit den Absteigern Kaiserslautern und Braunschweig, sowie Regionalliga-Aufsteiger Uerdingen, ambitionierte Klubs im Aufstiegsrennen mitmischen wollen, ist aus Nowotnys Sicht suboptimal. "Aber der KSC weiß, wie schwierig es als Absteiger ist. Deshalb muss dieser Wissensvorsprung genutzt werden", fordert der 48-malige Nationalspieler.

Dass er selbst irgendwann in irgendeiner Funktion wieder für seinen ersten Profi-Klub tätig werden könnte, will der 44-Jährige nicht ausschließen. "Man soll niemals nie sagen!"

 

 

 

 

 

Uwe-Weidemann-gg-Jens-Nowotny bild

Nowotny sieht guten, konkurrenzfähigen Kader

Trotz der Abgänge einiger Leistungsträger, darunter  Top-Torjäger Schleusener  (Leih-Ende), Mittelfeld-Motor Mehlem oder die Außenverteidiger Jonas Föhrenbach (Leih-Ende) und Bader, ist der Kader aus Nowotnys Sicht trotzdem voll konkurrenzfähig beim Kampf um die Aufstiegsplätze.

"Wenn das Programm am Anfang erfolgreich bewältigt wird, sollte das Endprogramm einfach sein. Aber das ist der Trugschluss. Immer Höchstleistung erbringen ist der Anspruch, deshalb sind auch die Gegner egal", so der Ex-Profi. 

Mit dem 1. FC Kaiserslautern wartet auf den KSC in der kommenden Saison wieder ein richtiges Derby. "Das sind natürlich besondere Spiele für eine Region und die Spieler", weiß der WM-Dritte von 2006. An Derbys hat der in Malsch geborene Nowotny vor allem eine Erinnerung: "Für mich waren Derbys immer eins: ein kurzer Heimweg."

"Immer schneller, höher, weiter" - Ungesunde Zukunft des Fußballs?

Seit Nowotnys Karriereende vor elf Jahren beim kroatischen Top-Klub Dynamo Zagreb hat sich der Fußball enorm weiter entwickelt. "Der Fußball wurde und wird immer mehr optimiert und verwissenschaftlicht." Zwar sei dies spannend und logisch in der Entwicklung, aber Nowotny bleibt skeptisch, ob das der richtige Weg ist. "Die Entwicklung geht immer schneller, höher, weiter - aber der Mensch hinter dem Vollprofi bleibt zunehmend auf der Strecke!" Dies fängt aus Nowotnys Sicht schon im Jugendbereich an.

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