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Karlsruhe/Jena Früher KSC-Nachwuchstrainer, jetzt Coach von Carl-Zeiss Jena: Lukas Kwasniok hofft auf "gute" Karlsruher Gäste

Der Karlsruher SC trifft am Samstag, 9. Februar, 14 Uhr, auf einen alten Bekannten. Die Zusammenkunft findet aber nicht etwa auf dem Spielfeld statt - sondern am Rand des Rasens. Der langjährige KSC-Nachwuchscoach Lukas Kwasniok ist mittlerweile als Cheftrainer und Sportdirektor in Jena tätig - dem kommenden KSC-Gegner. Peter Putzing hat mit ihm vor der Partie am Samstag gesprochen.

Der Abgang von Lukas Kwasniok aus dem Wildpark war nicht ganz geräuschlos verlaufen. Zweitligist Erzgebirge Aue wollte den damaligen U19 Coach des KSC verpflichten, war bereit 120.000 Euro als Ablöse zu bezahlen. Die Karlsruher sollen 200.000 Euro gefordert haben. Es gab keine Einigung. Nur wenige Wochen danach: Die endgültige Trennung, Kwasniok wurde abgefunden.

Der 37-Jährige, der den Fußballlehrerlehrgang mit der Traumnote 1,0 abschloss, hatte einige Angebote, entschied sich Anfang Dezember 2018 Cheftrainer beim FC Carl-Zeiss Jena zu werden - beim kommenden Gegner des KSC. Bisher mit Erfolg. Vier Spiele: Keine Niederlage, sechs Punkte geholt und dabei nur einen Gegentreffer kassiert.

Kwasniok, dessen Familie noch in der Karlsruher Region lebt, spielte als Jugendlicher zehn Jahre beim KSC. Dann war der einstige Kapitän der deutschen U16 Nationalelf vier Jahre Jugendtrainer im Wildpark, zwischenzeitlich Interimscheftrainer.

Herr Kwasniok, was ist wahrscheinlicher: dass Jena die Klasse hält oder dass der KSC aufsteigt?

Prozentual sehe ich das gleich, denn ich glaube beide werden ihre Ziele erreichen. Der KSC steigt auf, auch wenn er hier nicht gewinnt. Wir haben ihnen geholfen, weil wir in Halle einen Punkt geholt haben. Da könnten sie gute Gäste sein und die Punkte hier lassen.

Das Ziel des FCC heißt? Drei Punkte - oder wären Sie mit einem Remis zufrieden?

Jede Partie gegen ein Topteam ist für uns ein Bonusspiel. Wir haben gegen Münster und Halle zwei Bonuspunkte sammeln können. Und natürlich gehen wir in das Spiel und wollen drei Punkte holen. Alles andere wäre Quatsch. Wir sind auch in der Lage sie mehr als nur zu ärgern.

Ist die Partie gegen den KSC, den Ex-Club - den einstigen Herzensverein - etwas Besonderes?

Auf jeden Fall. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit vielen Freunden. Ich habe zu ganz vielen ein sehr gutes Verhältnis.

Sie geben in Jena als Trainer den "Alois Schwarz", so wie der beim KSC begann. Hinten sicher stehen, gelingt vorne ein Tor - ist der Dreier da. Das war beim KSC die Grundlage für die momentanen Erfolge.

Da habe ich mir wohl unbewusst eine Scheibe von ihm abgeschnitten. Sowohl "Alu", als auch ich haben eine Mannschaft übernommen, die einfach zu viele Gegentore kassiert hat. Da muss man die Defensive stabilisieren, das geht zu Lasten der Trefferquote, weil man mehr Spieler hinter dem Ball braucht. Es gibt einen großen Unterschied: Der KSC startete damals mit großen Ambitionen vorne mitzuspielen, bei Jena ist das nicht der Fall. Auch daher sind die Qualitäten in der Mannschaft unterschiedlicher Natur.

Spielen Sie Dreierkette?

Nein, klassisch mit Viererkette. Wir wurden stabiler, weil alle nach hinten arbeiten, wenn das der Fall ist, dann ist die Anordnung relativ wurscht… "Alu" spielt auch Viererkette, hat die Stabilität auch im 4-4-2 hinbekommen.

Sie kennen den KSC. Wo hat das Team Schwächen?

(lacht): Ich kenne das aktuelle Team nicht so gut, es gab Veränderungen. Diesbezüglich zolle ich großen Respekt, wie man es geschafft hat, trotz der vielen Abgänge wieder Homogenität in die Mannschaft zu bringen. Eine große Stärke ist: Die Elf verliert nie die Fassung. Auch bei einem Rückstand wissen sie immer ganz genau: Wir sind in der Lage ein Tor zu erzielen. Eine weitere Stärke: Sie machen aus relativ wenig relativ viel, sind enorm effektiv. Der KSC ist clever, ist sich nicht zu schade, den Ball auch mal dem Gegner zu überlassen, um letztendlich Erfolg zu haben… Aber: Auch sie sind verwundbar.

Wo denn?

Es ist nicht neu, dass der KSC in der letzten Kette nicht die ganz große Geschwindigkeit hat. Das Problem ist aber - ich habe vorne nicht die große Geschwindigkeit, kann ihnen da nicht so weh tun.

Mit Jannis Kübler und Pierre Fassnacht verpflichteten Sie während der Winterpause zwei Ex-KSC-Jugendspieler. Werden die zum Einsatz kommen, eben weil sie als Ex-KSC'ler besonders heiß sind?

Kübler ist Stammspieler. Bei Fassnacht muss man abwarten. Wir haben am Mittwoch ein Testspiel gegen Dresden, da kommen die Jungs, die bisher hinten anstanden, zum Zug. Ich hoffe, dass er seine Sache so gut macht, dass er eine Option darstellt.

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Kommentare (8)
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  •   Cityparker
    (131 Beiträge)

    08.02.2019 22:31 Uhr
    Und
    Osnabrück hat gegen Grossapach verloren,so könnte am Dienstagabend die alleinige Tabellenführung winken,also los gehts.
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  •   Eckfaehnchen
    (2633 Beiträge)

    08.02.2019 23:27 Uhr
    Des gfallt mer richtig.
    Auf gehts KSC, jetzt erscht recht.
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  •   arbeitstier
    (1630 Beiträge)

    08.02.2019 18:57 Uhr
    Drei Punkte...
    ... und die Woche läuft sauber an. In Zwiggäu noch ein Sieg und am Samstag kommen die Pfälzer. Klar müssen wir von Spiel zu Spiel denken, aber träumen darf doch erlaubt sein, oder? Auch wir werden noch eine schwächere Phase haben, deshalb ist jetzt jeder Punkt wichtig.
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  •   andi-b7
    (2843 Beiträge)

    08.02.2019 17:39 Uhr
    Ja die Mama wird dir zeigen was Fußball ist. AUSWÄRTSSIEG
    Und die lahmen Abwehrspieler werden Grass fressen.

    3 Punkte für Karlsruhe schließlich sind die Ossis freundliche Gastgeber.
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  •   Lipa
    (696 Beiträge)

    08.02.2019 14:48 Uhr
    der Bericht
    enthält schöne und freundliche Worte - das ist alles in Ordnung, solange sie vor oder nach dem Spiel gesagt werden. Während des Spiels wird nichts geschenkt - aber auch gar nix - keinen Zentimeter!!
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  •   Mitsch
    (66 Beiträge)

    08.02.2019 14:30 Uhr
    Geschwindigkeit
    ...hin oder her! Wer am besten den Kampf annimmt, das stärkste Team und den größten Willen hat wird gewinnen. So läuft es in der 3. Liga. Geschwindigkeitsspieler wurden im letzten Jahrzehnt in den Leistungszentren überall nicht gewollt, auch nicht bei Herrn Kwasniok übrigens. Lieber spielen, spielen, spielen bis man Knoten in den Füßen hatte. Aber es wird ja umgedacht seit Sommer 2018... 3 Punkte nur für den KSC und bitte keine Geschenke an Jena und Herrn Kwasniok verteilen!
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  •   Rundbau-Gespenst
    (10963 Beiträge)

    08.02.2019 12:52 Uhr
    Auswärtssieg für den KSC, sonst nix!
    Egal gegen wen, egal, wer die trainiert, oder wen die aufbieten: es zählt nur Eines: keine Sentimentalitäten, sondern

    3 Punkte für den KSC.

    KSC forever !!!

    grinsen
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  •   Eckfaehnchen
    (2633 Beiträge)

    08.02.2019 23:24 Uhr
    Und mit Blick auf die Tabelle
    nach dem " hervorragenden " Ergebnis von Osnabrück heute gegen Großaspach müssen nur noch zwei Dreier her und wir grüßen von der Tabellenspitze. Kwasniok darf seine Punkte woanders holen. Danke Großaspach.
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