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Karlsruhe KSC-Mittelfeldmann Wanitzek: "Wir müssen Spiel für Spiel alles tun"

Marvin Wanitzek ist waschechter "Badener". Geboren in Bruchsal, wo er noch immer lebt. Zum Karlsruher SC hat ihn Ex-Trainer Marc-Patrick Meister geholt, der den vielseitigen Mittelfeldspieler aus der Zeit als Trainer der Nordbadischen Jugendauswahl kannte. Peter Putzing sprach mit Wanitzek.

Der Karlsruher SC hat einen tollen Lauf. Ist die Mannschaft überhaupt noch zu stoppen?

Natürlich ist es gut und nicht selbstverständlich, eine komplette Halbserie ungeschlagen zu bleiben. Vorhersehbar, dass es so gut läuft, war das nach dem schwachen Start nicht. Aber wir wissen: Wir dürfen auch jetzt nicht nachlassen…

Darin besteht doch auch eine Gefahr. Es ist bestimmt schwer, nach 19 Spielen in Serie ohne Niederlage, die Konzentration hoch zu halten. Denkt man da nicht mal: Das klappt eh…

Da ist etwas dran… Wenn man weiß, dass man so einen Lauf hat, besteht die Gefahr ein, zwei Prozente nachzulassen. Aber da steuert der Trainer vor jedem Spiel, vor und in jedem Training dagegen. Er sagt uns immer wieder, dass es egal ist, wie lange wir ungeschlagen sind. Es zählt das nächste Spiel und das können wir nur mit Vollgas gewinnen. Es geht nichts mit Schönspielerei. Das ist inzwischen in unseren Köpfen drin. Wir wissen, dass nichts von alleine geht. Wir sind mittlerweile ein echtes Team, das ist die Basis des Erfolgs. Und der Trainer legt großen Wert auf die kämpferische und läuferische Leistung.

Bei Ihnen, dem eher technisch beschlagenen Spieler, war die Entwicklung auf dem kämpferischen Sektor sehr positiv.

Das kann gut möglich sein. Läuferisch war ich immer gut, hatte immer gute Laktatwerte. Ich habe inzwischen eine andere Rolle im Team, als es vor der Saison geplant war. Ich spiele im defensiven Mittelfeld. Ich bin eigentlich ursprünglich eher der Achter oder Zehner. Aber auf der Sechserposition muss ich die Zweikämpfe mehr suchen.

In den letzten Spielen wurden Sie zur Allzweckwaffe im Mittelfeld. Als defensiver Mittelfeldspieler begonnen, dann in die Offensive geschoben. Ist das egal?

Wie gesagt, ich habe früher weiter vorne gespielt und das kommt mir zu Gute, da ich so flexibel einsetzbar bin und dem Trainer taktische Varianten ermögliche.

Schauen Sie auf die Ergebnisse der Konkurrenz und auf die Tabelle?

Natürlich wirft man immer mal einen kurzen Blick darauf. Wir haben eine große Hypothek "abgearbeitet" - jetzt schnuppern wir dran und tun gleichzeitig gut daran, weiter auf uns, auf unsere Leistung zu schauen. Wir müssen Spiel für Spiel alles tun, so dass wir in den Spiegel schauen können und sagen: Ok - wir haben alles gegeben, alles getan. So müssen wir in Würzburg antreten.

Sie sagen es: Es geht zu den Kickers nach Würzburg. Das muss ein Dreier her.

Wir wissen, dass wir das Hinspiel 2:0 gewonnen haben - und das war Schwerarbeit. Wir sind defensiv stabil, haben uns offensiv entwickelt und haben viel Selbstvertrauen getankt und gehen das Spiel mit voller Konzentration an. Aber wir wissen auch: Wenn man in der 3. Liga etwas holen will, muss man immer an die eigene Leistungsgrenze.

Magdeburg und Paderborn haben Nachholspiele. Könnte das, wegen der zusätzlichen Belastung, ein Vorteil für den KSC sein?

Das kann man so oder so sehen. Wir hatten auch innerhalb kurzer Zeit zwei englische Wochen und die prima absolviert. Vielleicht werden Spieler durch englische Wochen müde - vielleicht sogar mehr motiviert. Uns ist das egal, wir schauen auf uns.

Der KSC spielt noch gegen Rostock, Magdeburg und Paderborn. Ist das ein Vorteil, weil man so vieles selbst in der Hand hat?

Es ist immer gut gegen direkte Konkurrenten vieles in der eigenen Hand zu haben. Wir haben einen tollen Lauf, eine super Punktausbeute und gehen – wenn es soweit ist - in diese Begegnungen mit Zuversicht.

Aber: Der Druck wird enorm, denn da muss gewonnen werden.

Wir hatten immer Druck, und haben dem standgehalten. Daran wird sich den Rest der Saison nichts ändern. Und das gilt auch für das jetzt erst einmal wichtigste Spiel – das in Würzburg am Samstag.

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  • unbekannt
    (63 Beiträge)

    21.03.2018 16:18 Uhr
    Aber
    volles Rohr !!! 🤪
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