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Karlsruhe/Kaiserslautern Florian Dick hat in Kaiserslautern eine neue Heimat gefunden, hat aber "immer wieder ein Auge auf dem KSC"

Florian Dick wurde beim KSC ausgebildet, schaffte dort den Sprung in die 1. Bundesliga. Insgesamt absolvierte der Rechtsverteidiger 92 Profipartien für den Wildparkclub. Inzwischen ist "Flo" Kapitän des 1.FC Kaiserslautern. Der gebürtige Badener ist in der Pfalz absolut heimisch geworden. Für den fairen Sportsmann ist die Partie der "Roten Teufel" am Samstag beim Ex-Club KSC etwas "absolut Besonderes." Mit Dick sprach Peter Putzing.

Herr Dick, so wie die Saison bisher verlief, muss der FCK wohl den Aufstieg abhaken…

So weit nach vorne, gegen Ende der Saison, zu schauen wäre falsch. Natürlich läuft die Saison nicht so wie wir uns das vorstellten. Die Mannschaft, Fans und der Verein sind mit anderen Erwartungen und Ambitionen in diese Saison gegangen. Es lief nicht wie erhofft, es ist viel passiert - im Moment ist es am besten nur auf die nächste Partie zu schauen…

… und die ist im Wildpark. Ist das so etwas wie die letzte Chance? Der FCK muss etwas mitnehmen.

Es ist ein wichtiges Derby und in einem Derby kann man manches, was vorher nicht so gut lief, wieder etwas gut machen. Mit einem guten Auftritt kann man den Fans für die schlechte Phase, für die Leidenszeit etwas zurückgeben. Das ist unsere Aufgabe, das ist unsere Motivation. Alles andere ist unwichtig. Das Derby annehmen - und alles geben, damit es ein Erfolg wird.

Drücken Sie danach für den KSC wieder die Daumen?

Ich beobachte den KSC auf jeden Fall. Auch, weil ich mit "Stolli" - Martin Stoll - und einigen aus dem Umfeld regen Kontakt habe. Ich habe immer wieder ein Auge auf dem KSC. Die machen es gut. Aber bei uns gibt es genug Dinge, auf die wir uns konzentrieren müssen, da bleibt gar keine Zeit auf andere zu schauen oder anderen die Daumen zu drücken.

Wie geht das Spiel am Samstag aus?

Ich hoffe auf einen Sieg von uns und auch, dass es drumherum ruhig bleibt. Darum bitten beide Kapitäne die Fans in einem offenen Brief. Klar wird es auf dem Platz Feuer geben. Aber: fair und auf Fairness hoffe ich auch neben dem Spielfeld. Wir können in diesem Spiel mit einer guten Leistung einiges zurecht rücken.

Sie sind Kapitän, saßen aber zuletzt auf der Tribüne. Warum? War das gerecht?

Logisch, dass ich mit dieser Situation nicht glücklich bin, dass es schwer zu akzeptieren ist. Aber der Trainer fällt die Entscheidungen, über die erste Elf und den Kader. Zuletzt sah er andere vor mir. Doch für mich steht der Erfolg der Mannschaft über allem. Daran werden alle - Spieler und Trainer - gemessen. Da ist egal wer spielt – und wer nicht.

Falls Sie nicht im Kader stehen sind Sie dennoch im Wildpark dabei?

Zunächst werde ich mich im Training so reinhauen, dass der Trainer glauben muss, es sei falsch mich rauszunehmen. Aber egal wie die Entscheidung ausfällt, ich bin dabei. Am liebsten auf dem Platz, oder auch auf der Bank - notfalls auf der Tribüne.

Ihr Vertrag beim FCK läuft bis?

Bis Ende dieser Saison.

Denken Sie schon an die Zeit nach der Karriere?

Sicher. Das war auch ein Thema bei den Verhandlungen mit dem FCK. Ich habe schon damals deutlich gemacht, dass ich mir vorstellen kann im Verein zu bleiben. Wir haben uns in Kaiserslautern eine Immobilie gekauft, wir fühlen uns in der Pfalz prima wohl und wollen bleiben. Es wird Gespräche geben. Aber mein erstes Ziel ist es, dass ich als Spieler weitermache.

Was können Sie denn konkret als Job vorstellen?

Ich will dem FCK helfen. In welcher Position, das muss man sehen was sinnvoll ist. Das muss in diesen Gesprächen abgeklärt werden. Aber ich denke weniger an die Trainerschiene, eher im Geschäftsstellenbereich.

Steigt der KSC auf?

Wenn sie so stabil bleiben - ja. Es gibt es paar andere Teams, die es auch nicht schlecht machen. Aber der KSC zeigt einen klassischen, erfolgreichen Drittligafußball. Sie stehen stabil in der Defensive und vorne klappt es meist immer mit einem Tor. Das machen sie gut

Kennen Sie noch jemand aus dem aktuellen Team?

Klar, allen voran meinen Freund Martin Stoll. Auf seiner Geburtstagsfeier waren ein paar von den KSC Jungs. Mit Marc Lorenz habe ich in Bielefeld gespielt, Marvin Pourié war mal auf dem Betze beim Probetraining. Fink, Gordon, Wanitzek, Pisot - es sind schon einige…

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Kommentare (5)
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  •   linkesocke
    (87 Beiträge)

    15.02.2019 18:14 Uhr
    Wenn erst
    das Stadion gebaut ist, werdet ihr in das gleiche finanzielle Desaster wie der FCK schliddern...
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  •   Samoht500
    (620 Beiträge)

    15.02.2019 18:26 Uhr
    Du arme...
    -linke- Socke!
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  •   Rundbau-Gespenst
    (10912 Beiträge)

    15.02.2019 14:30 Uhr
    keine Sentimentalitäten! Heimsieg für den KSC
    die 3 Punkte bleiben hier, egal, wer kommt und wen sie auflaufen lassen.

    KSC forever !!!

    grinsen
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  •   auchmalsenfdazu
    (3162 Beiträge)

    15.02.2019 13:04 Uhr
    hihi
    "Marvin Pourié war mal auf dem Betze beim Probetraining"

    ....wurde da aber wohl für zu gut befunden und wieder weg geschickt grinsen
    Morgen haut er euch zwei Dinger rein, die er beim Probetraining wohl noch nicht gemacht hat.
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  •   Badenstolz
    (996 Beiträge)

    15.02.2019 16:50 Uhr
    ☺
    ... schön wär's!
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