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Karlsruhe David Pisot: "Wir wollen Paderborn ein Bein stellen und ein Ausrufezeichen setzen!"

David Pisot ist der einzige Feldspieler im KSC Kader, der bisher alle Partien über die komplette Spielzeit absolvierte. Der 30 Jahre alte, gebürtige Karlsruher ist der "Mister Dauerbrenner". Seit einigen Wochen ist er zudem Kapitän. Mit dem Abwehrspieler, der bisher einen Treffer erzielte und zudem ein Tor vorbereitete, sprach Peter Putzing.

Herr Pisot, die Paderborner haben bisher schon 43 Treffer erzielt, das ist Ligarekord. Was werden Sie gegen diese Offensivpower machen, um ohne Gegentor zu bleiben?

So auftreten wie in den Spielen zuletzt. So sicher, so kompakt sein. Wir werden alles reinhauen, um kein Tor zu kassieren. Aber: Nur verteidigen, das wäre falsch. Wir haben auch nach vorne Qualitäten, die müssen wir ausspielen.

Auf Seiten der Paderborner gibt es sechs Spieler, die mindestens sechs Treffer erzielt haben. Da kann man nicht nur einen Akteur aus dem Spiel nehmen…

Das spricht für deren Qualität und unterstreicht, dass das eine ganz schwere Aufgabe wird. Aber das bewirkt auch, dass wir hoch konzentriert ins Spiel gehen und jeder jedem hilft. Wir wollen den positiven Trend, dass wir in den letzten zehn Spielen oft ohne Gegentor blieben, fortsetzen…

Seit Alois Schwartz Trainer ist, entwickelte sich das "Badische Bollwerk". Er sagt, das sei einfach: Arbeit im Training. Worauf basiert Ihrer Meinung nach die neue KSC Defensivstärke?

Es stimmt: Da ist das Ergebnis von viel Arbeit. Der Trainer hat klare Vorstellungen, gibt uns einen Matchplan mit – er weist auf viele Dinge hin, und wir versuchen das umzusetzen. Und mit den guten Ergebnissen wachsen Selbstvertrauen und Selbstverständnis.

Liegt es auch daran, dass Schwartz für Kontinuität auch bei der Aufstellung steht?

Das gibt Zutrauen in den Mitspieler. Jeder weiß, dass er helfen muss, dass er sehr viel tun muss, dass wir nur so ohne Tor bleiben. Jeder weiß, was der andere macht. Und: Jeder weiß, wenn wir nach vorne spielen, ist ein Tor für uns immer drin. Die Kontinuität hilft jedem, besser zu wissen, was der andere macht. Vertrauen, Zutrauen und Automatismen werden besser. Wenn einer mal einen schwächeren Tag hat, springt der andere in die Bresche. Zudem helfen die Erfolgserlebnisse, so haben wir Stabilität im Team. Man merkt: Mit jedem Erfolg bekommt jeder eine breitere Brust. Ich bin der Meinung, dass die Mannschaft noch mehr kann, als sie im Moment zeigt.

Schwartz ist bodenständig, hat große Sozialkompetenz. Ist das auch für den Erfolg wichtig?

Ganz bestimmt. Er bringt es ganz einfach richtig top rüber, was er von uns will.

Sollte der KSC in Paderborn gewinnen, denken Sie dann wieder an den Aufstieg?

An den Aufstieg denken, das wäre Spinnerei und überheblich – und das darf und wird keiner sein. Der Trend geht nach oben – aber auch bei Siegen gilt: Wir wollen weiter Punkte sammeln und dann wieder die nächste Partie in den Fokus nehmen. Darum geht es. Wir verlieren das nicht aus den Augen, nur weil wir ein paar Spiele gewonnen haben.

Mit David Pisot als Kapitän ging es aufwärts. Wenn man abergläubisch ist, müssten Sie die Binde weiterhin tragen, auch wenn Kai Bülow wieder fit ist.

Es ist immer ein tolles Gefühl, Kapitän zu sein. Aber wichtiger ist der Mannschaftserfolg. Ich übernehme Verantwortung und will der Mannschaft helfen. Kommt Kai Bülow zurück, nimmt er die Kapitänsbinde wieder. Aber wer das ist - ist nicht entscheidend, jeder muss Verantwortung übernehmen. Es ist schön, die Mannschaft auf das Feld führen zu dürfen. Hoffen wir, dass es weiter so läuft, der Rest ist nicht so wichtig.

Glauben Sie daran, dass der KSC in Paderborn Sieg Nummer vier in Serie schafft?

Das traue ich uns zu. Paderborn ist sehr stark, hat einen Riesenlauf, das Stadion wird voll – da wird es richtig abgehen. Wir freuen uns. Es hebt keiner ab, alle arbeiten hart weiter. Das lebt uns unser starkes Trainerteam jeden Tag vor. Wir wollen Paderborn ein Bein stellen und ein Ausrufezeichen setzen. Jeder bei uns weiß: Mit 80, 90 Prozent geht da nichts.

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Kommentare (3)
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  •   Mozzer
    (1546 Beiträge)

    24.11.2017 17:48 Uhr
    Solange die....
    .....Stimmung im Team gut ist und AS die notwendige Sozialkompetenz mitbringt, ist mir nicht bange, auch wenn sie heute verlieren würden. Aber denken wir positiv....
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  •   4everksc
    (985 Beiträge)

    24.11.2017 12:17 Uhr
    Besonders er...
    muss sich das heute auf die Fahne schreiben - er hat fast in jedem Spiel den einen oder anderen Bock drin - vor allem im Eins gegen Eins. Was die Chance betrifft in Paderborn was mitzunehmen sehe ich Schwarz (vor Augen ) - ein Punkt wäre hier schon überraschend, obwohl ich diese möglichen 3 Punkte bereits abgehakt habe.....lasse mich aber gerne eines anderen belehren und überraschen.
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  •   schwarzvoraugen
    (2765 Beiträge)

    24.11.2017 08:19 Uhr
    Der starken Ansage starke Taten folgen lassen
    dann wird das glaubhaft und nicht wieder nur leere Worthülsen abliefern.

    Ran an den Speck, Punkte mitnehmen und gut ists.
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