Gegen Darmstadt spielt Philipp Hofmann ganz besonders gerne. Denn: der Torjäger trifft gegen die Hessen am Fließband. Sieben Spiele absolviert - sieben Tore erzielt. "So etwas weiß man und nimmt es mit in ein Spiel", sagte der fast Zwei-Meter-Hüne nach dem 3:0-Erfolg gegen die "Lilien" von Darmstadt 98, nach seinem Doppelpack verschmitzt lächelnd.

Vier Schüsse - zwei Tore

Der 28-Jährige war wieder einmal enorm engagiert, erarbeitete sich seine Tore. Vier Torschüsse - zwei davon zappelten im Netz, einer klatschte an die Querlatte. Seine Passquote lag bei 62 Prozent, die Zweikampfquote ging in Richtung 50 Prozent. Stark für einen Angreifer.

Der Karlsruher Philipp Hofmann (r) bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen Darmstadt 98 mit Jerome Gondorf (8).
Der Karlsruher Philipp Hofmann (r) bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen Darmstadt 98 mit Jerome Gondorf (8). | Bild: Uli Deck/dpa

Das 1:0 markierte er per tollem Schuss mit seinem starken linken Fuß, per Seitfallzieher schon nach etwas mehr als acht Minuten. Nach 26 Minuten: Ein technisch toller Volleyschuss – doch der landete an der Latte. Kurz nach dem Seitenwechsel: Gekonnte Ballan - und -mitnahme, Schuss aus der Drehung, der Gästekeeper parierte. In der 79. Minute drückte er die Kugel nach Hereingabe von Philip Heise zum 3:0 über die Linie. Hofmann hatte die Partie entschieden.

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Aber: Der Top-Torjäger arbeitete auch nach hinten. In Minute 50 köpfte "Hoffi" die Kugel nach einem Eckball der Darmstädter aus der Gefahrenzone im KSC-Strafraum. Der "Tormaschine" blieb nicht verborgen, dass es beim KSC neben tollen Kombinationen auch etlichen Leerlauf gab, dass das Team Konstanz vermissen ließ.

Schwächephase: "Gefühlt war jeder Ball weg"

Nach gutem Beginn ging nach der Halbzeit der Faden verloren. Statt Souveränität und Ballsicherheit - Passfehler und leichtfertige Ballverluste. Verunsicherung statt Sicherheit durch die Führung. Doch: Man kann sich auf die enorme Effektivität und Torjäger Philipp Hofmann verlassen. Der traf - wieder einmal - doppelt.

Philipp Hofmann (KSC 33) und Fabian Schleusener (KSC 24) schossen den KSC gegen Aue zum Sieg.
Philipp Hofmann (KSC 33) und Fabian Schleusener (KSC 24) schossen den KSC gegen Aue zum Sieg. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Hofmann analysierte treffend: "Zuerst: Kompliment an die Fans. Ich hatte Gänsehaut als ich auf den Platz lief." Man habe anfangs ordentlich gespielt, verdient geführt, dann ging die Dominanz verloren. "Nach dem Wechsel kamen wir schwer ins Spiel und verloren die Bälle zu schnell. Gefühlt war jeder zweite Ball weg. Nach den zwei Toren hatten wir wieder die Sicherheit und am Ende haben wir das Ding souverän runtergespielt", so Hofmann.

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Er verriet auch: "Nach dem Spiel gab es im Kreis eine kritische Ansage vom Trainer. So leichtfertig dürfen wir mit einem Spiel nicht umgehen. Das kann schnell bestraft werden.“ Allen ist klar: Im Pokal in Lotte muss eine höhere Konzentration gezeigt werden, um erfolgreich zu sein.