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Karlsruhe KSC: Teamplayer Thiede plötzlich Torjäger - "Er gibt nie auf und will immer gewinnen"

Marco Thiede ist in diese Saison einer der Gewinner beim Karlsruher SC. Er verbesserte sich wohl in jeden Bereich und ist auf der Position des Rechtsverteidigers eigentlich stets gesetzt. Zuletzt aber durfte er sogar in der Offensive ran und überzeugt auch dort. Gegen Aufstiegsaspirant Greuther Fürth gelang dem Blondschopf sein dritter Saisontreffer - unter Mithilfe von Fürth-Keeper Sascha Burchert. "Thiedex" ist die Art und Weise des Treffers egal, er freut sich über den Punktgewinn bei den Franken - wie er im KSC-Spotlight Peter Putzing erzählt.

Dass Marco Thiede immer alles gibt - ist nichts Neues. Dass "Thiedex" ein Vorbild an Einsatz, Engagement und Professionalität ist - auch nicht. Doch dass er in einer Zweitligasaison mindestens drei Treffer erzielt - das ist neu. Und: Schon etwas überraschend.

Thiede hat das Tore schießen entdeckt

Denn: Für den SV Sandhausen markierte der 28-Jährige in über 70 Zweitligaeinsätzen - ein Törchen. Nach seinem Treffer am vergangenen Spieltag bei Greuther Fürth wurde er richtig mutig, zeigte ungewohnten "Torhunger." Der Blondschopf sprintete in die Sturmspitze, hoffte auf einen Pass. Der kam, sein Schuss wurde geblockt. Sein Tor, bei dem Fürths Torhüter Sascha Burchert etwas mithalf, kommentierte er in gewohnter Bescheidenheit: "Ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit meinem Tor helfen konnte."

Marco Thiede (KSC 21) schießt den Ball.
Marco Thiede (KSC 21) schießt den Ball. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

In der Halbzeit hätten ihn die Jungs "schon aus Spaß gefragt, ob der Schuss mit fünf km/h aufs Tor kam. Aber unterm Strich ist es egal, er war drin. Es freut mich einfach, dass wir einen Punkt mitnehmen konnten." Dass "Teamplayer Thiede" nach dem 2:2 Remis in Greuther Fürth die Kollegen lobt, überrascht nicht. "Nach so vielen Spielen in den Knochen muss man der Mannschaft ein Kompliment aussprechen, gegen so einen Gegner einen Punkt mitzunehmen."

Zuletzt auch offensiv eingesetzt

Auch dass er bei Greuther Fürth, wie schon in der Partie zuvor in Düsseldorf, auf der offensiven rechten Außenbahn zum Zuge kam, störte ihn nicht. Umstellungsprobleme nachdem er lange Rechtsverteidiger spielte? Null! In Halbzeit zwei, nach der Auswechslung von Sebastian Jung, rückte er wieder in die Viererkette - auch das störte ihn nicht.

Marco Thiede (KSC 21) spielt den Ball
Marco Thiede (KSC 21) spielt den Ball | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Dass Thiede ein Allrounder ist, weiß Trainer Christian Eichner. "Er hat schon unter Trainer Alois Schwartz, hier beim KSC und zuvor in Sandhausen, auf vielen Positionen gespielt", so "Eiche", der ergänzt: "Aber wir müssen aufpassen, dass wir das mit den Positionswechseln nicht übertreiben."

"Ist als Gegenspieler sehr unangenehm"

Eichner ist voll des Lobes über Thiede. "Marco ist als Gegenspieler insgesamt sehr unangenehm. Egal auf welcher Position, egal ob hinten oder weiter vorne. Er rackert, gibt nie auf, will immer gewinnen. Er hat sich fußballerisch enorm entwickelt. Er flankt besser, ist torgefährlicher, mutiger. Er ist einer der positiven Überraschungen dies Saison." Auch, weil er enorm anpassungsfähig ist.

Thiede harmoniert mit jedem, der von Trainer Eichner auf seine Seite gestellt wird. Egal ob Benjamin Goller, Xavier Amaechi, Dominik Kother, Malik Batmaz oder zuletzt Sebastian Jung: "Thiedex" passt sich an. In Greuther Fürth überzeugte er auf fast allen Ebenen. 11,44 Kilometer Laufleistung - prima. Ein Tor erzielt - prima. Die Passquote lag bei über 70 Prozent, die Zweikampfquote bei rund 60 Prozent - auch das war prima.

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