Erstmals in seiner Profikarriere gelangen Malik Batmaz in einem Wettkampfspiel zwei Treffer. In der Jugend, als er Torschützenkönig der A-Jugend-Bundesliga war, hatte er schon solch ein Erfolgserlebnis. 5,84 Kilometer hatte er zur Halbzeit zurückgelegt. Ein starke Laufleistung in 45 Minuten, gehandicapt durch eine schmerzhafte Verletzung. Fit hätten das in 90 Spielminuten mehr als zwölf Kilometer sein können absoluter Topwert.

Doppelpack dann leider ausgewechselt

Natürlich strahlte Batmaz nach dem Doppelpack - aber das KSC-Eigengewächs blieb bodenständig. Bescheidenheit ist - neben enormem Fleiß, der Laufstärke, großer Wissbegierde und toller Einstellung - eine der Tugenden des 21-Jährigen. Der gebürtige Brettener, ist einer der ackert und rackert, dem kein Weg zu weit - und der keinen Zweikampf scheut. So war es auch beim Sieg gegen Heidenheim.

KSC - Heidenheim
Bild: Mia

Doch schon nach wenigen Minuten lief Batmaz - besser: Humpelte - nur noch mit schmerzverzerrtem Gesicht über den Platz. Aber: Er war aktiv und zwar so, dass ihm zwei tolle Treffer gelangen. Der erste mit einer Direktabnahme, der zweite mit filigraner Feintechnik, als er die Kugel über den Heidenheim Keeper lupfte. Der knallharte Kämpfer zeigte Effektivität in Reinform. Zwei Chancen - zwei Tore.

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"Ich bin Stürmer - und Stürmer werden an Toren gemessen", sagte er lapidar. Natürlich sei er stolz und glücklich über seine Tore, "aber noch glücklicher bin ich darüber, dass wir gewonnen haben."

"Das tut weh - geht aber dann schnell wieder"

Zu seiner Auswechslung: "Ich bin früh im Spiel umgeknickt, dann nach rund 20 Minuten nochmals. Ab da habe ich meinen linken Fuß nicht mehr gespürt. Ich konnte in der Halbzeit nicht mehr stehen und musste raus." Bei Wiederanpfiff humpelte er langsam in den Innenraum - um die Teamkollegen anzufeuern.

Christian Eichner (KSC Trainer) motiviert mit Trainingshemden, bei einer Trainingseinheit.
Christian Eichner (KSC Trainer) motiviert mit Trainingshemden, bei einer Trainingseinheit. | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Trainer Christian Eichner war mit dem Auftritt von Batmaz sehr zufrieden. "Malik hat es sehr, sehr ordentlich gemacht." Zu dessen Verletzung erklärte Eichner: "Bei Malik habe ich die Erfahrung: Das tut weh - geht aber dann schnell wieder."

Darf Batmaz wieder ran, wenn er kann?

Jetzt steht zum Jahresabschluss die Partie gegen Hansa Rostock auf dem Spielplan. Darf da der Doppelpacker - vorausgesetzt er ist einsatzfähig - wieder in der Startelf ran? Oder droht ihm erneut die Ersatzbank?

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Gegen Heidenheim hatte er den offensiven Part auf der rechten Seite für den gesperrten Kyoung Rok Choi übernommen. Doch der Koreaner darf wieder mitmischen. Eichner hält viel von Choi, nennt ihn "einen Unterschiedsspieler." Ist das eine Aufstellungsgarantie? Es ist spannend, wie sich der KSC Coach entscheiden wird.