KSC Neuzugang Leon Jensen hat erneut heftiges Verletzungspech. Der 24-Jährige tastete sich nach überstandenem Kreuzbandriss im Trainingslager des KSC in Spanien wieder langsam an das Mannschaftstraining heran, da erwischte es ihn wieder.

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Bei einer Übungseinheit in Estepona zog sich der Mittelfeldmann abermals eine Verletzung am schon malträtierten Knie zu. Zum Glück nicht am operierten Kreuzband. Aber dass ein Innenband im Knie verletzt ist, ist schlimm genug. Wie lange er verletzt zuschauen muss - ist ungewiss.

Kein Geld da für Neuzugänge?

Dennoch, trotz zahlreicher verletzter Profis: Beim KSC soll es, nach dem schon länger verpflichteten finnischen Abwehrspieler Daniel O'Shaughnessy, aktuell keinen weiteren Neuzugang geben. "Wir werden stand heute niemand verpflichten“, so Trainer Christan Eichner vor dem Abflug ins Trainingscamp nach Spanien. Eine Einschränkung macht der Coach. Man müsse neu nachdenken, falls ein Profi den Wildpark verlassen würde. Im Moment deute allerdings nichts auf dieses Szenario hin.

Der Karlsruher SC hat Abwehrspieler Daniel O'Shaughnessy (M.) vom finnischen Club HJK Helsinki verpflichtet.
Daniel O'Shaughnessy (M.) | Bild: Mikko Stig/Lehtikuva/dpa

Zur konkreten Nachfrage: "Ex-KSC-Jugendspieler Florent Muslija wechselte ablösefrei nach Paderborn. Wäre das keiner für KSC gewesen? Beim abgebenden Verein Hannover ist ihr Schwager Marcus Mann Sportchef?“ – antwortete Eichner: "Wir haben die Augen immer offen, haben aber - wie bereits gesagt - die finanziellen Gegebenheiten zu berücksichtigen.“ Soll sicher heißen: Die KSC-Kasse ist aufgrund der Misswirtschaft und vielen Fehleinkäufe der letzten Jahre - leer.

Sechs Spieler müssen Zuhause bleiben

Nicht dabei in Spanien: die verletzten Sebastian Jung und Paul Löhr (beide Riss des vorderen Kreuzbandes), Robin Bormuth (Sprunggelenk OP), Malik Batmaz (Syndesmosebandriss) und Kyoung-Rok Choi (Muskelfaserriss). Dazu kam kurz vor dem Abflug des KSC ins Trainingslager nach Spanien eine weitere Hiobsbotschaft: Fabio Kaufmann ist an Corona erkrankt ist.

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Der Flügelspieler, der vor der Saison in den Wildpark wechselte und es in 18 Zweitligaspielen auf fünf Startelfeinstätze brachte, musste in Quarantäne. Der 29 Jahre alte Neuzugang hatte zuletzt viel Pech, denn vor seiner Corona-Erkrankung setzte ihn eine Blinddarmoperation außer Gefecht. Dennoch hofft man beim KSC, dass er beim ersten Spiel 2022 in Darmstadt im Kader stehen kann. Trainer Eichner hält permanent Kontakt zu den Rekonvaleszenten, die zurückbleiben mussten.

Karlsruher Fabio Kaufmann.
Karlsruher Fabio Kaufmann. | Bild: Uli Deck/dpa/Archivbild

"Wir haben die Situation besprochen. Für die Jungs ist es zunächst eine schlechte Nachricht, nicht mit dabei zu sein. Aber: Insgesamt ist es besser, sich in Karlsruhe vorzubereiten. Im Trainingslager zu sein und nicht mitmachen zu können, das ist schlimmer“, so der Coach, der diese Situation als Aktiver einst selbst erleben musste. Fraglich, ob einer der Fehlenden überhaupt in der Startelf in Darmstadt stehen kann, denn diese Gruppe hat lange nicht mit der Mannschaft trainiert.

"Wir müssen gut Fußball spielen, egal welches Wetter"

Eichner beurteilt das differenziert: "Löhr, Jung, Batmaz und Bormuth sind aufgrund ihrer Verletzungen auf keinen Fall in diese Richtung ein Thema. Bei Kaufmann und Choi besteht wohl die Möglichkeit, dass sie dabei sind.“ Doch wohl eher im Kader als in der Startelf. Trainer Eichner hat keine Angst vor negativen Auswirkungen der Temperaturnunterschiede zwischen Spanien und Baden.

Der Karlsruher Trainer Christian Eichner.
Der Karlsruher Trainer Christian Eichner. | Bild: Uli Deck/dpa

Auch nicht, dass nach der Rückkehr und einer kurzen Regenrationszeit nur drei Tage im Wildpark zur Vorbereitung auf die Partie in Darmstadt blieben. "Wir müssen gut Fußball spielen, egal welches Wetter“, sagt er lapidar und ergänzt: "Das Ergebnis in Darmstadt wird wenig mit Temperaturunterschieden zu tun haben.“