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Karlsruhe Corona-Quarantäne und verschobene Spiele: Wie konkurrenzfähig wird der KSC zum Saisonende sein, Herr Eichner?

Für den Karlsruher SC wird es eng. Nachdem sich die Profis am Dienstag wegen Corona-Fällen in eine 14-tägige Quarantäne begeben mussten, liegt das Mannschaftstraining erst einmal flach. Das könnte Folgen für das anstehende Saisonende haben - auch weil zwei der Partien nachgeholt werden müssen. Wird der KSC wettbewerbsfähig sein? Steht doch aktuell die Ausrichtung von fünf Partien zum geplanten Zeitpunkt infrage. Die Saison 2020/21 soll aber bereits am Wochenende um den 22. Mai enden - viele Termine für mögliche Nachholspiele sind nicht mehr frei.

Am 23. Mai soll der KSC im Saisonfinale gegen den 1. FC Heidenheim auf dem Rasen stehen - so sieht es der aktuelle Spielplan vor. Doch der könnte nun durcheinandergewirbelt werden: Der Grund: Nachdem die Blau-Weißen sich am Dienstag für 14 Tage in Corona-Quarantäne verabschieden mussten, hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) die kommenden beiden Partien abgesetzt. Das schreibt der Verein auf seiner Website.

Wie wettbewerbsfähig wird der KSC am Saisonende sein?

Ursprünglich hätte das Team um Trainer Christian Eichner am Samstag, 10. April, bei Fortuna Düsseldorf und am 17. April gegen den FC Erzgebirge Aue gespielt. "Neue Spieltermine für die nun abgesetzten Begegnungen werden schnellstmöglich bekannt gegeben", so der KSC weiter. Doch was heißt das für das Saisonende und die Vorbereitung darauf?

Fakt ist: Für die Profis des KSC wird die Belastung in den kommenden Wochen enorm. Sofern die beiden Spiele nachgeholt werden, werden Englische Wochen mit weiten Reisen höchstwahrscheinlich zur harten Realität.

Schon andere Teams knickten unter den Corona-Bedingungen ein

Was das bedeuten kann, musste in der vergangenen Saison schon Dynamo Dresden am eigenen Leib erfahren: Mehrfach musste die Mannschaft in Quarantäne, danach im Zwei- bis Drei-Tage-Rhythmus ran. Diese Höllenbelastung war wohl der Hauptgrund für den Abstieg der Dresdner in Liga drei.

Die gute Nachricht: Dieses Horrorszenario droht den Badenern nicht, denn mit 42 Punkten auf dem Konto ist der Klassenerhalt definitiv in trockenen Tüchern. An den Kräften der Blau-Weißen würde ein solches Saisonfinale nichtsdestotrotz ordentlich zehren. Da hilft es auch nicht, dass das Mannschaftstraining durch die Quarantäne nun erst einmal auf Eis liegt. 

Christian Eichner (KSC Trainer) mit der Mannschaft beim Training im Dialog.
Christian Eichner (KSC Trainer) mit der Mannschaft beim Training im Dialog. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

KSC-Chefcoach Christian Eichner will sich dadurch aber nicht unterkriegen lassen. Wie er seine Jungs auch im "Homeoffice" fit halten will und für wie wettbewerbsfähig er sie vor diesem Hintergrund zum Saisonende hält - ka-news.de hat mit ihm im Interview gesprochen. 

Herr Eichner, wie geht es Ihnen, den Spielern und dem Trainerstab?

Gut, allen Spielern, deren PCR-Test positiv waren, geht es gut.

Wie werden Sie versuchen, die Spieler körperlich fit zu halten? Mit Videoclips? Online-Vorgaben?

Zunächst werde ich mein Netzwerk nutzen, um mich zu erkundigen, wie andere Vereine, andere Trainer, die eine ähnliche Situation erlebten, damit umgingen. Wir werden versuchen, alle körperlich fit zu halten, alle mit adäquaten Trainingsgeräten auszustatten, damit im "Homeoffice" zielgerichtet und gut gearbeitet werden kann.

Stand jetzt hat der KSC nach der Quarantäne drei Tage Zeit, sich auf die kommende Partie vorzubereiten. Ist das Team dann wettbewerbsfähig?

Zunächst muss an abwarten, ab welchem Tag genau gezählt wird. Danach sehen wir, welche Auswirkungen es hat. Aber das ging den anderen betroffenen Mannschaften auch so – daher bleibt uns nichts anders übrig, als die Situation zu akzeptieren, wie sie ist.

Nutzen Sie die Quarantäne-Pause, um den Kader für die Saison 2021/2022 genauer zu planen? 

Ich versuche immer aus jeder Situation etwas Positives herauszufiltern. Ich werde die Zeit nutzen, um mich mit potentiellen Neuzugängen noch intensiver zu beschäftigen.

Es gab einige neue Verträge und Vertragsverlängerungen. Ist - Stand heute - der Kader für die kommende Saison stärker als der aktuelle?

Bei uns gibt es noch, wie bei allen Mannschaften, viele Fragezeichen, sodass ich mich mit einer derartigen Fragestellung nicht beschäftige. Da sind beispielsweise die Leihspieler, die auslaufenden Verträge. Da kommt in den nächsten Wochen Bewegung rein. Kader miteinander zu vergleichen macht aus meiner Sicht keinen Sinn.

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Kommentare (20)
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  •   kaesce
    (235 Beiträge)

    11.04.2021 19:19 Uhr
    Vrehilft die Corona-Zwangspause beim Nachdenken?
    Der Kicker titelt heute "Heidenheim meldet sich in Hannover zurück" und damit im Aufstiegsrennen mit aktuell 45 Punkten. Ich bin verwundert - 3 mehr als der KSC, obgleich Trainer Schmidt hat verlauten lassen, da oben nicht hinzugehören. Nee, warte mal ... das hat jemand beim KSC gesagt. Hamburg gehört auch nicht dorthin, haben ja vergeigt. Gab's das eigentlich schon mal, dass ein Trainer gesagt hat, sein Team gehöre nicht nach oben, obwohl auf dem Silbertablett serviert? Ich rätsele immer noch an solcher Pädagogik und dachte bisher, die Punkte belegen den Tabellenplatz und nicht die emotionale Selbsteinschätzung. Dann lasse ich halt Punkte gegen Osnabrück liegen, die heute - uuups - eine Heimklatsche erlebten. Da sieht man mal, wie sich Motivation für die Braunschweiger ausgewirkt hat. Was soll man mit solcher Haltung gegen Saisonschluss anfangen, mit der ausdrücklich die Chance zu etwas Besonderem nicht angegangen wird? Absurd.
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  •   schwarzvoraugen
    (3976 Beiträge)

    11.04.2021 22:51 Uhr
    Auch Du
    hast noch immer nicht verstanden: Wir spielen weit über unseren Möglichkeiten. Und genau deshalb gehören wir nicht dort oben hin.

    Zuerst machen wir jetzt noch das Rennen ein wenig heiss als Steigbügelhalter für Düsseldorf. Die haben ein grösseres Budget und gehören dort oben hin.

    Vielleicht krönen wir dann am letzten Spieltag noch die Freunde von der Ostalb zum Relegationsteilnehmer. Das wäre dann der letztendliche Beweis, CE ist unfehlbar weil er hat schon immer gewusst: wir gehören nicht dort oben hin.

    Wenn man das heute an der PH lernt, dann sind die Ergebnisse der Pisa Studie nicht mehr so überraschend...
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  •   kaesce
    (235 Beiträge)

    11.04.2021 19:20 Uhr
    Hoppla
    "verhilft" natürlich ...
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12345 Beiträge)

    10.04.2021 10:48 Uhr
    was soll's? es geht ja um nichts mehr,
    die Chancen wurden reihenweise vertan...
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  •   ka76199
    (184 Beiträge)

    10.04.2021 16:49 Uhr
    Wie man sieht
    machen die anderen es auch nicht besser.....
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  •   schwarzvoraugen
    (3976 Beiträge)

    10.04.2021 05:44 Uhr
    Ausgeruht ins Saisonfinale
    nach dem sehr anstrengenden und kräfteraubenden Spiel gegen Osnabrück tun zwei extra Wochen Pause gut.

    Dann ausgeruht und mit neuer Kraft ans Werk.
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  •   Krunemer
    (262 Beiträge)

    10.04.2021 19:31 Uhr
    Hauptsache
    irgendwas heuchlerisch ironisch von sich geben. Tolle Fans.
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  •   schwarzvoraugen
    (3976 Beiträge)

    11.04.2021 18:27 Uhr
    Braunschweig
    hat mal gezeigt, wie man gegen Osnabrück gewinnt. Kein knappes Gewürge, taktisch gut eingestellt und souverän herausgespielt gegen einen verunsicherten Gegner.

    Jetzt wirst Du sicherlich sagen, dass wir uns nicht mit Braunschweig vergleichen können, alles was tabellenmässig über Würzburg steht ist für uns ja nicht erreichbar. Deine Vasallen werden dann wieder mit Budgetgeschwätz kommen. Seht einfach mal ein, dass hier Punkte leichtfertig verbummelt wurden.
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  •   brosi13
    (572 Beiträge)

    11.04.2021 12:26 Uhr
    Wer solche "Fans" hat...
    ...braucht keine Gegner mehr.....
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  •   carriacou
    (21 Beiträge)

    12.04.2021 20:44 Uhr
    "Der unbedingte Wille das Spiel zu gewinnen hat gefehlt"...
    sagt Marius Gersbeck. Wo soll der Wille auch herkommen, wenn einem ständig gesagt wird dass die Mannschaft da oben nichts zu suchen hat. Der KSC hat da oben sehr wohl was zu suchen und wenn es "nur" die nächsten drei Punkte sind! Die in Hamburg, Kiel und Fürth werden mit Interesse verfolgen, wie unser KSC den mühsam erarbeiteten Respekt verspielt. Ja, "unser KSC", auch Kritiker sind Fans und keine Gegner!!!
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