In Aue durfte der in wenigen Tagen 26 Jahre alte Lucas Cueto, dessen Vater spanische Wurzeln hat, erneut vom Anpfiff an mitmischen. Er warf das in die Waagschale, was ihn auszeichnet: Einsatz, Tempo, Lauffreude. Schon in der ersten Minute schlug er den Ball flach von links in den Strafraum der Auer, allerdings landete die Kugel beim Gegner.

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In den ersten Minuten ist Cueto gewohnt agil

Als Linksverteidiger Philip Heise, der eine starke Partie ablieferte, eine Nachlässigkeit unterlief und er den Ball verlor, sprintete Cueto nach hinten, bügelte das Missgeschick aus. Da Gegenspieler John-Patrick Strauß oft die Auer Offensive unterstützte, musste Cueto etliche Abwehrarbeit verrichten. Den Job erledigte er gut. Zweikampfquote: 62 Prozent - sehr respektabel.

Lucas Cueto (KSC 17)
Lucas Cueto (KSC 17) | Bild: ka-news.de

In den ersten zehn Spielminuten war Cueto gewohnt agil, wollte immer den Ball. Aber: Er wurde dabei oft zu hektisch, war bisweilen übereifrig. Zu einem gefährlichen Abschluss kam er nie. Es fehlte die Ruhe, der Blick für den Mitspieler, die Abgeklärtheit. Mit einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung (Minute 39) brachte er die Eichner-Elf in Gefahr. Routinier Daniel Gordon rettete - zum Glück für den KSC.

Bittere Bilanz zur Halbzeit

Die bittere Bilanz der ersten Halbzeit: Kein Torschuss, keine Torvorlage, keine Torgefahr ausgestrahlt. Und all das gehört nun mal zum Kerngeschäft eines offensiven Außenbahnspielers. Das waren wohl auch die Gründe, dass Cueto schließlich ausgewechselt wurde.

KSC-Profi Lucas Cueto (M.) ist vor Matthias Bader (r) von Darmstadt 98 am Ball.
KSC-Profi Lucas Cueto (M.) ist vor Matthias Bader (r) von Darmstadt 98 am Ball. | Bild: Uwe Anspach/dpa

Für ihn kam Marc Lorenz – und der wurde zum Matchwinner. Der 33-Jährige bereitete zwei Treffer vor und erzielte ein Tor selbst. Damit meldete Lorenz heftige - berechtigte - Ansprüche auf den Startelfeinsatz gegen Fortuna Düsseldorf nach der Länderspielpause an. Das würde bedeuten: Cueto muss wieder auf der Auswechselbank Platz nehmen und warten, bis er erneut eine Chance erhält.

Marc Lorenz (KSC 7) im Training
Marc Lorenz (KSC 7) im Training. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie