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Karlsruhe Wunderwaffe Hofmann lässt den Karlsruher SC weiter nach oben schielen

In einem munteren Samstagabendspiel gegen den Hamburger SV, in dem es viel hin und her ging, sicherte sich der Karlsruher SC am Ende einen Punkt. Mal wieder war es Stürmer Philipp Hofmann, der sich als treffsicherster Akteur in Blau-weiß erweisen konnte. Doch nicht nur wegen seines Treffers war Hofmann einer der besten Karlsruher im Nebel vom Wildpark. Von seinem gesamten Auftreten her, ging der Stürmer voran und machte dem HSV das Leben schwer.

Er war mal wieder der Mann, der für den KSC den Unterschied machte beziehungsweise beim Remis gegen den HSV das Gleichgewicht herstellte. Viele Großchancen hatte der KSC insgesamt vor dem Gästetor liegen lassen. Doch auf Hofmann war Verlass - mal wieder. Schon zum siebten mal in dieser Saison.

Fußballspieler Philipp Hofmann.
Fußballspieler Philipp Hofmann. | Bild: Uli Deck/dpa/Archivbild

Seine erste große Torgelegenheit in der Partie nutze der 28-Jährige direkt zum Ausgleichstreffer nach 18 Minuten und egalisierte damit die Hamburger Führung, die nur vier Minuten gehalten hatte. Und es verfestigte sich mit diesem Spiel mal wieder der Eindruck: Hofmann ist der einzige Spieler im Kader von Christian Eichner mit richtigem Torinstinkt und DIE Lebensversicherung von der von Verletzungsmiseren geplagten Eichner-Truppe.

Zweikampf- und Laufmonster “Hoffi“

Ein Beleg dafür sind nicht nur die sieben Saisontore, die Hofmann in dieser Saison bereits erzielt hat. Das HSV-Spiel zeigte auch, Hofmann ist mehr als bloßer Mittelstürmer, der vorne die Kugel über die Linie tritt. Er ist weite Wege gegangen und überzeugte auch spielerisch. Belege dafür waren auch seine Laufleistung mit über 9,6 Kilometern. Damit machte "Hoffi" über zwei Kilometer mehr als sein Gegenüber beim HSV, Robert Glatzel (7,62 Kilometer).

Verstärkt den HSV: Robert Glatzel (l).
Verstärkt den HSV: Robert Glatzel (l). | Bild: Thomas Frey/dpa/Archivbild

Auch die Zweikampfquote ist mehr als ordentlich für einen Mittelstürmer: 57 Prozent gewonnene Duelle kann Hofmann vorweisen, hinzu kommt eine starke Passquote von 86 Prozent. Dass er dem KSC den Ausgleich bescherte, passte zu seinem Abend. Es zeigte wie wichtig dieser Philipp Hofmann für das Kollektiv KSC ist, an dem es am Samstagabend wenig zu kritisieren gab. Eben bis auf die Chancenverwertung. "Wenn man sich die Chancen ansieht, ist es ärgerlich. Da müssen wir noch kaltschnäuziger werden. Nach der Achterbahnfahrt der letzten Wochen müssen wir heute zufrieden sein", ordnete Hofmann das Spiel nach Abpfiff ein.

(Archivbild): Philipp Hofmann (KSC 33) und Josha Vagnoman (HSV 27) im Zweikampfduell.
(Archivbild): Philipp Hofmann (KSC 33) und Josha Vagnoman (HSV 27) im Zweikampfduell. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

"Ich glaube, dass der HSV etwas überrascht war, dass wir so mit der Kugel umgehen können", sagte Hofmann gegenüber den BNN nach dem Spiel. Vor allem im ersten Durchgang zeigten die Badener einen spielerisch mutigen Auftritt, dem zu oft die Krönung vor dem Tor fehlte.

Nächster Halt: Bundesliga?

Offiziell darf man sich noch bis mindestens Ende Juni an Hofmanns fußballerischer Klasse erfreuen. Dann läuft der Vertrag des Stürmers aus. Und bisher macht Hofmann keine Anstalten, diesen vorzeitig zu verlängern. So konstant starke Leitungen wie in der Fächerstadt zeigte Hofmann bei keiner seiner vorherigen Stationen (unter anderem Kaiserslautern, Braunschweig, Fürth, Paderborn). In 82 Pflichtspielen für die Badener kommt Hofmann auf 54 Torbeteiligungen (39 Tore, 15 Vorlagen).

Steht offenbar auch beim HSV auf dem Wunschzettel: KSC-Profi Philipp Hofmann.
Archivbild: KSC-Profi Philipp Hofmann. | Bild: Tom Weller/dpa

Das weckt Begehrlichkeiten! Und auch Hofmann selbst spekuliert offensichtlich noch auf einen Transfer in die Bundesliga. Mit 28 Jahren ist es wohl eine der letzten Chancen für ihn dort einen gut dotierten Vertrag im besten Fußballer-Alter zu bekommen. Schon im vergangenen Sommer stand ein Abgang im Raum.

Union Berlin und Mainz 05 galten als Kandidaten für einen Transfer. Doch der KSC konnte Hofmann und damit seiner Torgarantie vorerst halten. Der Verlust bei einem Transfer Hofmanns wäre für den KSC enorm. Doch wie sieht es für Torjäger Hofmann aus? In Karlsruhe ist er unangefochtener Stammspieler, absoluter Leistungsträger und ein Liebling der Fans.

Die Mainzer bejubeln das 1:0 in Hoffenheim.
Archivbild: Spielt Hofmann bald für die Mainzer? | Bild: Uwe Anspach/dpa

Welcher gestandene Bundesligist, der nicht gegen den Abstieg spielt, könnte Hofmann dieses Gesamtpaket bieten? Diese Antworten muss sich letztlich nur Philipp Hofmann selbst stellen und so lange macht er weiter in den gegnerischen Strafräumen Alarm.

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Kommentare (18)
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  •   ka76199
    (403 Beiträge)

    11.11.2021 11:56 Uhr
    Wenn der Tabellenzweite zuhause
    gegen einen Aufsteiger verliert, dann sieht man halt dass alles möglich ist. Nicht nur beim KSC....
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  •   Schmarow
    (1190 Beiträge)

    11.11.2021 14:04 Uhr
    Absolut richtig!
    Dieses Geschwätz von der stärksten zweiten Liga aller Zeiten kann ich nicht mehr hören. Es geht um Chancen, die man ergreifen kann. Regensburg ist für mich ein positives Beispiel. Und die hatten wir eigentlich schon besiegt... Es ist immer noch alles drin!
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  •   ka76199
    (403 Beiträge)

    11.11.2021 16:21 Uhr
    Auf jeden Fall hat
    man gesehen, dass alle stolpern können und deshalb wird's eben ein spannendes Rennen bleiben. Aber die Saison ist ja noch lang und da kann viel passieren.
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  •   Dobermann
    (319 Beiträge)

    11.11.2021 07:30 Uhr
    Hab ich was verpasst ?
    "lässt uns nach oben schielen " ??? 6 Punkte zum Abstiegsplatz. Das ist FAKT ! Niederlage in Ingolstadt und der Baum brennt in Karlsruhe. So siehts aus !
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  •   steely
    (445 Beiträge)

    10.11.2021 11:21 Uhr
    Stimme dem Bericht
    In grossen Teilen, besonders was die Qualität von Hofmann betrifft, zu. Aber durch ihn alleine wird der KSC leider nicht ganz oben mitspielen dazu ist der Rest der Mannschaft nicht konstant genug. Eichner gibt den jungen hungrigen Spielern keine Gelegenheit ebenfalls zu glänzen weil er sie nicht einwechselt. So "MUSS" Hofmann eben sein ganzes Können aufbieten weil die bisher eingesetzten Spieler das nicht hinkriegen. Ich bin davon überzeugt dass Spieler wie Batmaz und kother sehr viel für den KSC tun könnten wenn man sie dies auch lassen würde.
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  •   steely
    (445 Beiträge)

    10.11.2021 11:30 Uhr
    ......
    Für die bisherigen Kurzeinsätze ist übrigens Schleusener auch ein potentieller Torgarant
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  •   Schmarow
    (1190 Beiträge)

    09.11.2021 21:52 Uhr
    Spielgestalter PH
    Es ist erstaunlich und traurig zugleich, wenn man sieht, wie sich PH zurückfallen lässt, um Bälle rechts und links zu verteilen und dabei Pässe mit der perfekten Länge spielt, auf Mitspieler, die andere nicht einmal gesehen hätten.
    Dieses Spielverständnis macht ihn, neben seinen Toren, so wertvoll für die Mannschaft. Natürlich kann auch Wanitzek sehr gute Pässe spielen, aber nach den beiden kommt nicht mehr viel, was an diese Qualität und Effektivität heranreicht.
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  •   Winzer
    (139 Beiträge)

    10.11.2021 00:16 Uhr
    Dieser
    Kommentar trifft es sehr. Ich denke mir oft: wenn Hofmann doch seine Vorarbeiten auf sich selbst spielen und abschließen könnte... Dazu leistet er bei gegnerischen Standards wichtige Kopfballarbeit.

    Wenn ich manchmal hier so lese, bin ich nicht sicher, ob jeder den Stellenwert von PH für unser Spiel verstanden hat (oder ich verstehe halt etwas nicht richtig). Im Übrigen bin ich überzeugt, dass er sich bei einem Erstligisten durchsetzen kann. Vielleicht sollte es aber keine größere, kriselnde Mannschaft sein, die sich ggf. zu Schade ist, einem solchen Mann "aus der zweiten Reihe" eine richtige Chance zu geben.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (13035 Beiträge)

    09.11.2021 17:34 Uhr
    ich empfehle PH noch ein paar Törchen mehr
    für den KSC zu erzielen und im Sommer dann gemeinsam mit den Blau-Weißen aufzusteigen.

    Nur so wird ein Schuh draus!
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  •   ka76199
    (403 Beiträge)

    09.11.2021 11:59 Uhr
    Wenn ihn ein Bundesligist umsonst bekommen
    kann wird's wohl so passieren , schon wegen deutlich höheren Bezügen. Dass er die Klasse hat muss er dann erstmal beweisen. Da sind schon andere gescheitert siehe Burgstaller und Terodde die in der 2.Liga auch immer ihre Tore gemacht haben.
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