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Karlsruhe Stimmen zum KSC-Start: Trainer Eichner sieht noch Kader-Baustellen

Im Wildparkstadion rollt der Ball wieder: Der Karlsruher SC startete am Dienstag in das Training für die neue Saison 2020/21. Der Trainer ist zufrieden, alle hätten fleißig gearbeitet - doch er sieht auch noch die ein oder andere Baustelle. Die Stimmen zum Trainingsauftakt!

"Nach einer gewissen Urlaubszeit ist es schön, wieder zur Arbeit gehen zu können", sagt KSC-Trainer Christian Eichner im Anschluss an das Training. Er übernahm die Mannschaft im März diesen Jahres als Interimstrainer. Seit Juli hat er offiziell die Cheftrainer-Rolle.

"Da wir noch nicht voll im Saft stehen, kann man sich derzeit nur an den harten Fakten wie Gewicht, Fettwerten, oder an meinem subjektiven Auge orientieren. Glücklicherweise kann ich nichts anderes behaupten, als dass alle fleißig gearbeitet haben."

Christian Eichner (KSC Trainer) beim Auftakttraining, klammert den Ball.
Christian Eichner (KSC Trainer) beim Auftakttraining, klammert den Ball. | Bild: Tim Carmele

Was die Fans derzeit interessiert: Wie ist es um den Einsatz von Marvin Pourié bestellt? Die Personalie steht in der dauerhaften Präsenz. Er war am Aufstieg in die Zweite Bundesliga zur Saison 2018/19 maßgeblich beteiligt und ging aus dieser auch als Torschützenkönig hervor. Im Winter verlieh der KSC den Stürmer an den Drittligisten Eintracht Braunschweig.

Was ist mit Pourié?

Jetzt ist er wieder zurück - sowohl beim Corona-Test am vergangenen Samstag als auch beim Trainingsauftakt war er dabei. Aber: Aktuell plane man nicht mehr mit ihm, ließ Sportdirektor Oliver Kreuzer in jüngster Vergangenheit gegenüber mehreren Medien verlauten. 

Marvin Pourié hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2022 verlängert.
Marvin Pourié. | Bild: Ingo Rothermund

Was sagt der Trainer zur Personalie Pourié? "Der jetzige Stand ist, dass Marvin ganz normal mein Spieler ist", sagt Eichner nach dem Auftakttraining in der Presserunde, "wer mich kennt weiß, dass ich jeden Spieler, der in meinem Kader ist und sich im Training anbietet gleich behandle, so wie alle anderen. Die Frage ist, was sich Marvin wünscht, und was er für eine Idee hat. Ich denke wir werden da genügend Zeit haben, um dies zu besprechen." 

Und was sagen die Neuzugänge?

Beim Training waren acht Neuzugänge dabei - darunter auch Robin Bormuth und Torwart Markus Kuster. Der 24-jährige Bormuth kann trotz seines jungen Alters einiges an Erfahrung vorweisen: Er absolvierte bei seinem Vorgängerverein Fortuna Düsseldorf bereits 43 Spiele in der Zweiten Bundesliga und 13 Einsätze in der Bundesliga. 

Robin Bormuth (KSC 32) beim Aufwärmen.
Robin Bormuth (KSC 32) beim Aufwärmen. | Bild: Tim Carmele

Seine Ziele für die Saison sind klar: "Wir wollen den Klassenerhalt nicht am letzten Spieltag eintüten, das ist das ganz große Ziel. Persönlich möchte ich der Mannschaft weiterhelfen, Gas geben und eine Führungsrolle einnehmen. So wurde das klar kommuniziert, und das ist auch mein Anspruch.  Ich kann es kaum erwarten, bis die Saison los geht."

Kuster: "Dem Trainer die Entscheidung schwer machen"

Mit Markus Kuster vom SV Mattersburg kehrt ein erfahrener Torhüter in den Wildpark, der sich mit seinen Paraden schon für die österreichische Nationalmannschaft empfohlen hat.  Durchaus ein Kandidat der Marius Gersbeck Paroli bietet.

"Ich möchte mich in jedes Training reinhauen, immer Vollgas geben, und mich weiterentwickeln. Der Trainer entscheidet am Ende, wer im Tor steht, aber diese Entscheidung möchte ich ihm so schwer wie möglich machen." 

Torwart Markus Kuster (KSC 1) mit Markus Miller (KSC Torwarttrainer) im Dialog.
Torwart Markus Kuster (KSC 1) mit Markus Miller (KSC Torwarttrainer) im Dialog. | Bild: Tim Carmele

Der Karlsruher SC hat bei den Torhütern immer eine gewisse Tradition. Neben Oliver Kahn, gingen auch Markus Miller, und Rudolf Wimmer aus den Reihen des KSC hervor. 

"Ich bin der Neue, das ist im Profifußball ganz normal. Mit Marius verstehe ich mich sehr gut, ein sehr sympathischer Junge. Auch mit Markus Miller als Torwarttrainer sind wir aktuell ein gutes Team. Ich habe sehr gute Eindrücke vom Verein, das macht Lust auf mehr!"

Junge Spieler schrittweise aufbauen

Mit Jannis Rabold, David Trivunic und Marlon Dinger unterschrieben drei Spieler der U-19 einen Profivertrag. Sie tragen wesentlich zur Verjüngung des Kaders bei. Wie die Entwicklung vom Jugendspieler zum Profi gelingen kann, zeigt sich bei Dominik Kother.

"Wir müssen die Jungs in kleinen Schritten aufbauen. Wir müssen aber auch wissen, inwiefern wir die Spieler am ersten Spieltag zweitligatauglich auf den Platz lassen können", so Trainer Eichner.

Kaderplanung ist noch nicht abgeschlossen

Neun Spieler haben die Mannschaft verlassen, acht neue kamen hinzu. Einige Positionen sind derzeit noch dünn besetzt, welche durch Verletzungspech zu Baustellen werden könnten.

"Wir müssen offen und ehrlich sein, dass es die ein oder andere Position gibt, bei der wir uns noch umschauen sollten", sagt Eichner gegenüber ka-news.de, "wir haben beispielsweise links hinten die Quantität verloren. Da haben wir nur ein Spieler - es wäre gut, wenn wir noch jemand dazu holen würden. Wenn Dirk Carlson was passiert, hätten wir zu einem frühen Zeitpunkt eine Baustelle."

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  •   Gelbfüßler
    (26 Beiträge)

    10.08.2020 15:37 Uhr
    Wenn "links hinten" Probleme sind . . .
    . . . und ein Marvin Pourié im Sturm nicht mehr berücksichtigt wird, warum schult man dann nicht einen Stürmer zum Verteidiger um?! Das hat anderswo auch schon geklappt und der Spieler steht auch im Kader und muss nicht teuer erworben werden.
    Im übrigen finde ich den Umgang mit Pourié von Seiten des KSC erbärmlich. Welche Rolle spielt da ein Oliver Kreuzer, der einen Spieler erst über den grünen Klee lobt, einen langfristigen Vertrag mit ihm abschließt, damit er dann stehenden Fusses als persona non grata erklärt wird? Andere Spieler sollten sich dieses Gebaren gut ansehen und lernen, sie sind ausschließlich Verfügungsmaterial. Heute gefeiert, morgen gefeuert. Da verkommt der Slogan "KSC - meine Heimat" zu einer schieren Farce. Zum Fremdschämen!
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  •   Garrincha
    (636 Beiträge)

    11.08.2020 10:04 Uhr
    richtig
    genauso ist die Situation beim KSC
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  •   Garrincha
    (636 Beiträge)

    10.08.2020 15:31 Uhr
    wie arrogant und vermessen muss ein Trainer sein
    um so einen verdienten Spieler wie Marvin Pourié, der beim KSC noch einen festen Vertrag hat, so erbärmlich in den BNN abzuwatschen?
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  •   sauerbraten
    (2159 Beiträge)

    08.08.2020 09:07 Uhr
    Stand jetzt, deutet fuer mich noch
    nicht viel darauf hin, dass die naechste Runde sorgenfreier verlaueft und auch was das Innenverhaeltnis anbelangt, habe ich so meine Zweifel, ob da tatsaechlich alles so harmonisch verlaeuft, wie man es nach Aussen hin zu verkaufen versucht. In der Personalie Pourie, sagt Kreuzer das Eine, Eichner sagt was anderes, wenn ich Eichner richtig verstehe, haben fuer ihn die AV-Positionen Prioritaet, Kreuzer dagegen, ist sich mit dem Kath schon handelseinig und wartet nur noch auf die Mittel fuer den Deal. Grundsaetzlich ist es positiv, der Jugend eine Chance zu geben, aber wie soll das Heranfuehren vonstatten gehen und wo sollen sie Spielpraxis sammeln? Womoeglich mit der Zweiten in Spielen gegen ESG Frankonia 2, oder DjK Durlach? Wir koennen uns keinen weiteren Abrutsch in die Dritte leisten und langsam wird es Zeit, dass das Praesidium die Voraussetzungen dafuer schafft, dass Eichner nicht vor einer Mission Impossible steht.
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  •   bekama
    (83 Beiträge)

    07.08.2020 13:16 Uhr
    Langfristigen Erfolg.....
    kann man nur haben wenn man Spieler mit Kaufoption ausleiht, ohne macht gar keinen Sinn, da werden die Baustellen in der Kaderplanung nur auf die nächste Saison verschoben. Ein neuer Spieler braucht auch Zeit und muss sich eingewöhnen, wenn es dann gut läuft und er ist die Saison darauf wieder weg weil es keine Kaufoption gibt, geht das ganze wieder von vorne los. Sowas wirft die Entwicklung einer Manschaft auch enorm zurück, Profis am Werk vermeiden solche Konstellationen in der Kaderplanung, Personal 2. Wahl nicht.
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  •   Schneekoenig
    (407 Beiträge)

    07.08.2020 15:56 Uhr
    Stimmt .... aber
    Bei Goller wollte Werder Bremen nicht, heißt wir hätten ihn sonst nie bekommen. Und er ist der Einzige, der nach einem Jahr den KSC wieder verlässt.
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  •   Schneekoenig
    (407 Beiträge)

    07.08.2020 13:00 Uhr
    Nicht immer auf Kreuzer draufhauen...
    Ohne Moos nix los ... das war die Devise der letzten 3 Spielzeiten und es es auch für diese Saison. Man hat ja lieber das Geld in Anwälte und sonst was investiert und das ist nun OK echt nicht anzukreiden. Im Gegenteil - er setzt mit der Kaderausdünnung die richtige Prio.

    Für‘s Geld anschaffen sind Müller Maier Schulte Dingsbums verantwortlich.
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  •   Garrincha
    (636 Beiträge)

    10.08.2020 15:33 Uhr
    Gelaber
    mehr nicht....
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  •   schwarzvoraugen
    (3513 Beiträge)

    08.08.2020 01:38 Uhr
    Kaderausdünnung???
    er leistet Abbitte für seine eigenen Sünden. Er verramscht seine Resterampe. Diese Spieler habe in der letzten Saison kaum Wertegewinn gebracht, nur Kosten verursacht. Heute erlassen sie den Verein, ohne Ablöse, er schustert noch Geld drauf zur Vertragsauflösung seiner eigenen Verträge.

    Es ist ein Armutszeugnis was er hier abliefert. Deshalb bitte keine Darstellung als strategische Kaderausdünnung, einzig und alleine Schadensminimierung.

    Den grössten Schaden - das Einstampfen der zweiten Mannschaft - kann er leider kurzfristig nicht egalisieren. Dafür leistet die Freizeittruppe ja tollen Sport in Kreisliga C.
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  •   Apu
    (94 Beiträge)

    07.08.2020 04:17 Uhr
    Es gibt kaum Veränderungen
    bis jetzt 3 neue?? Das heißt die selbe mannschaft die vergangene Saison einen grotten kick geboten hat soll durch 3 neue spieler eine völlig andere spielweise an den tag legen? Ich bin gespannt. Pourie halten und ihm eine chance geben, eichner macht das richtig. Klappt es nicht ist das transferfenster ja bis Oktober offen.
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