Browserpush
15  

Karlsruhe Magere Saison-Bilanz: Stürmer Marco Djuricin muss weiter auf sein erstes KSC-Tor warten

Vor der Saison war Marco Djuricin selbstbewusst und zuversichtlich. Dass der Konkurrenzkampf im Angriff groß war und ist, ließ den Österreicher kalt. Doch bisher ist seine Startelf-Bilanz eher dürftig. Treffer: Kaum. Kann sich der Stürmer im Derby gegen Stuttgart am Sonntag (Anpfiff 13.30 Uhr) eventuell auf einer anderen Position bewähren?

Philipp Hofmann, Toni Fink und der im Winter verpflichtete Babacar Guèye - im Kader des KSC stehen aktuell gleich mehrere Spieler, die im Sturmzentrum in der Startelf nominiert werden wollen. Das beunruhigt Marco Djuricin aber nicht, im Gegenteil: Das sei doch gut so.

"Konkurrenz ist in diesem Geschäft normal"

"Wir sollen doch viele Tore schießen, da ist es prima, wenn man qualitativ top besetzt ist", sagt der mittlerweile 27-Jährige und fügt hinzu: "Das kenne ich, das ist in diesem Geschäft normal und ich habe überall gespielt."

Marco Djuricin (KSC 17) spielt den Ball
Marco Djuricin (KSC 17) spielt den Ball | Bild: Carmele/ TMC-Fotografie

Gespielt beim KSC hat der Österreicher aber bisher kaum. Seine Bilanz im Badischen bis jetzt: Insgesamt stand der Offensivspieler 396 Minuten auf dem Feld, schaffte dreimal den Sprung in die Anfangsformation. Es dauerte lange, bis er beim Wildparkclub vom Anpfiff an spielen durfte. Am 28. Spieltag stand er erstmals in der Startelf.

Erster Startelf-Einsatz nicht berauschend

Gar erst am 30. Spieltag erlebte er erstmals als zentraler Angreifer den Anpfiff auf dem Rasen. Bei der 0:1-Niederlage in Aue. Sein Auftritt? Nicht berauschend. Verständlich nach so langer Abstinenz, denn zunächst setzte ihn ein Bänderriss am Sprunggelenk, dann ein Innenbandriss im Knie außer Gefecht.

Marco Djuricin (KSC 17) in der Hocke nach verpasster Torchance.
Marco Djuricin (KSC 17) in der Hocke nach verpasster Torchance. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Djuricin tat sich auch im Sturmzentrum beim Auftritt im Erzgebirge am vergangenen Wochenende die meiste Zeit sehr schwer. In der 17. Minute die erste gute Möglichkeit für den Ex-Angreifer von Grasshopper Club Zürich, Hertha BSC Berlin, Jahn Regensburg, Ferencvaros Budapest, Red Bull Salzburg und dem FC Brentford.

Marco Djuricin (KSC 17) beim Ausführen seiner Trainingseinheit über das Hindernis.
Marco Djuricin (KSC 17) beim Ausführen seiner Trainingseinheit über das Hindernis. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Marc Lorenz hatte geflankt, Djuricin stand frei, wollte den Ball direkt nehmen - und säbelte über die Kugel. Davor und danach: Bemüht, aber ohne echte Torgefahr auszustrahlen. Bis kurz vor Spielende. Da explodierte er förmlich, versetzte den Gegenspieler - ein toller Schuss und die Kugel zappelte im Auer Netz. Aber - abseits. Ein paar Zentimeter stand er zu weit vorne. Folglich: Kein KSC-Tor.

Wartet die Chance auf der Außenbahn?

Djuricin muss weiter auf seinen ersten Treffer für die Blau-Weißen warten. In Aue schoss er nur einmal auf das Tor der Gastgeber. Torschussvorlagen? Fehlanzeige. Keine brillante Bilanz für einen Angreifer. Auch in Sachen Zweikampf und Passgenauigkeit ist Luft nach oben. Von allen Duellen gewann er jedes dritte, von seinen Pässen landeten 56 Prozent beim Teamkollegen.

Marco Djuricin (KSC 17) kann den verpassten Chancen kaum zuschauen.
Marco Djuricin (KSC 17) kann den verpassten Chancen kaum zuschauen. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Dass er seinen Platz im Sturmzentrum im Derby gegen den VfB Stuttgart wieder an Philipp Hofmann verliert, der seine Sperre abgesessen hat, ist sicher. Doch vielleicht gibt ihm Trainer Christian Eichner auf einer der Außenbahnen - dort hat der KSC seit Jahren Probleme - eine weitere Bewährungschance.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Links
Rechts
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (15)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   magi1969
    (5 Beiträge)

    09.06.2020 17:12 Uhr
    vielleicht.....
    kann er sich ja bald in Liga 3. beweisen!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   zahlenbeutler
    (1577 Beiträge)

    09.06.2020 17:33 Uhr
    so ein international
    renommierter Spieler wie er doch nicht, ein Mann wie einst Hofeditz, eigentlich unverzichtbar
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   machtel
    (216 Beiträge)

    09.06.2020 16:13 Uhr
    Rohrkrepierer
    Wieder so ne unnoetige Verpflichtung von OK .....
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   sauerbraten
    (2310 Beiträge)

    09.06.2020 16:57 Uhr
    Wie bitte? "Prima, wenn man qualitativ top besetzt ist?"
    Auf welchem Planeten lebt dieser Herr Djuricin? Entweder er steht im Abseits, oder er schlaegt Luftloecher,- qualitativ top besetzt,- meine Fresse, da bleibt einem nur noch die Spucke weg, bei derart massloser Selbstueberschaetzung. Eine der vielen Meisterleistungen von Herrn Kreuzer, einen solchen Topmann fuer den KSC gewonnen zu haben. Da kann man wirklich nur gratulieren.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   kaesce
    (235 Beiträge)

    09.06.2020 19:35 Uhr
    Das lässt doch Raum für die Vermutung ...
    ... von beim KSC jahrelang gewachsener Schaumschlägerei. Wenn ich auf die (üblichen) Mitteilungen bei Neuverpflichtungen schaue, dann scheint auch, dass mit der Anwerbung ein Selbstbild gezeichnet wurde, dass so mancher für echt gehalten hat: Perspektivische Ausrichtung, Millionenstadion - toll, Valencia-mäßig fabulieren, sich verkaufen, als warte die BL nur auf den KSC, etc. Wer weiß, was einem Djuricin vermittelt wurde. Und wenn man sich dann soweit in seiner Vorstellung verrannt hat, glaubt man's tatsächlich, wobei auch die Wirklichkeit nicht mehr hilft, wie man z.B. bei der schon traditionellen Wir-sind-ungeschlagen-Nummer sehen kann, obgleich man mit rekordverdächtiger Serie von Unentschieden auch absteigen kann. Ich vermute (auch ein) Helmut Sandrock ist 2017 den Blendern im Wildpark aufgesessen, hat es dann aber schnell gemerkt und fluchs beschlossen, um Schaden von sich zu wenden, sich diplomatisch vom KSC-Acker zu machen. Und Spieler kicken nächste Saison halt woanders ...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 (2 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.
ka-news-logo

Es gibt neue Nachrichten auf ka-news.de

Abbrechen