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Karlsruhe Lukas Fröde ist KSC-Mittelfeldmann mit viel Potential - "kann Führungsspieler werden"

Der VfL Bochum gehört sicher nicht zu den Lieblingsgegnern von Lukas Fröde. Beim 3:3 des KSC im Hinspiel wurde er mit gelb-rot vom Platz gestellt. Unberechtigt, denn er hatte dem Schiedsrichter nur sein Zweikampfverhalten demonstriert. Der Schiri interpretierte das als hämisches Klatschen, schickte Fröde vom Feld. Ohne sich - aus welchen Gründen auch immer - mit Hilfe des Videoassistenten von der Richtigkeit seiner Entscheidung zu überzeugen. Schlimm für Fröde.

Und jetzt: Da ging Fröde mit dem Rucksack von vier Verwarnungen in die Partie gegen den VfL. Prompt sah er Karton Nummer fünf, ist in Hannover gesperrt. In der 73. Minute hielt Fröde den Österreicher Robert Zulj am Arm fest - wurde berechtigt verwarnt. Es war ein taktisches Foul. Großes Pech, denn Fröde hatte sich nach einer Durststrecke wieder einen Platz in der Startelf der Badener erarbeitet.

Verletzung bremst Fröde aus

Lange in dieser Saison war der 192-Zentimeter-Mann im defensiven Mittelfeld unumstritten. Doch als ihn Anfang Februar ein Muskelfaserriss außer Gefecht setzte, nutzte Konkurrent Alexander Groiß seine Chance, spielte gut - und Fröde saß auf der Ersatzbank. Erst gegen Darmstadt beorderte ihn Cheftrainer Christian Eichner wieder in die erste Elf.

Vor Spielbeginn. Christian Eichner (KSC Trainer) mit Maske im Dialog mit Lukas Fröde (KSC 4), vor der leeren Fantribüne.
Vor Spielbeginn. Christian Eichner (KSC Trainer) mit Maske im Dialog mit Lukas Fröde (KSC 4), vor der leeren Fantribüne. | Bild: Markus Gilliar (GES-Sportfoto)

Fröde rechtfertigte das Vertrauen. "Er hatte eine schwierige Phase zu überstehen, erst hat ihn Alex Groiß gut ersetzt, als im Winter Gerome Gondorf dazu kam wurde es nochmals schwieriger. Überhaupt: Im Mittelfeld gibt es Konkurrenz. Lukas hat in jedem Training Vollgas gegeben, hat sich empfohlen und hat dann seine Chancen genutzt. Seine aktuelle Verfassung ist gut", beschreibt Trainer Christian Eichner die Situation.

Vorbildlicher Mannschaftsspieler

Auch gegen Bochum spielte Fröde gut. Der Mittelfeldmann, der in 16 Partien den Anpfiff auf dem Rasen erlebte, lief gegen den Revierclub über zehn Kilometer, hatte eine Passquote von 81 Prozent und gewann 76 Prozent seiner Zweikämpfe. Bei den Kopfballduellen lag diese Quote noch höher. Der 25 Jahre alte Fröde, der nicht zur Kategorie der Sprinter gehört, half seinen Teamkollegen, puschte alle - war wie immer ein vorbildlicher Mannschaftsspieler.

Lukas Fröde (KSC 4) im Kopfballduell im Sprung.
Lukas Fröde (KSC 4) im Kopfballduell im Sprung. | Bild: Markus Gilliar (GES-Sportfoto)

Coach Eichner sieht das ähnlich: "Er ist ein toller Mentalitätsspieler, einer der eine Partie lesen kann. Lukas hat die Voraussetzungen, bei uns ein Führungsspieler zu werden." Dass er gegen den VfL seine fünfte gelbe Karte sah und daher eine Sperre hinnehmen muss, ist für Eichner "schade, sehr schade."

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