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Karlsruhe Kyoung-Rok Choi: Plötzlich in der Startelf - "guten Aktionen oft überragend"

Lange war er verletzt gegen Sandhausen in der Startelf und diese Chance nutzte Kyoung-Rok Choi perfekt. Auf seiner Lieblingsposition zahlte der Koreaner das in ihn gesetzte Vertrauen mit Leistung zurück und kassierte dafür viel Lob von beiden Trainern. Unser Redakteur Peter Putzing wirft im KSC-Spotlight jetzt einen genauen Blick auf Choi.

Lob vom gegnerischen Trainer? Das gibts selten für einen Profi. Kyoung-Rok Choi, der 25 Jahre alte Südkoreaner in Diensten des KSC, konnte sich über solch eine verbale Auszeichnung freuen.

Lob von Koschinat

Nach dem 3:0 Sieg des KSC im Badenderby gegen den SV Sandhausen lobte Gästetrainer Uwe Koschinat den KSC Mittelfeldlenker für dessen Startelfdebüt: "Wir haben lange keinen Zugriff auf Choi gefunden, konnten dessen Zuspiele nicht unterbinden."

Handshake vor dem Spiel zwischen Kyoung-Rok Choi (KSC 11) und Marco Djuricin (KSC 17).
Handshake vor dem Spiel zwischen Kyoung-Rok Choi (KSC 11) und Marco Djuricin (KSC 17). | Bild: Tim Carmele/tmc-fotografie.de

Dass Choi so auftrumpfte, hatte einige Gründe. Einer war, dass er erstmals vom Anpfiff an auf seiner absoluten Lieblingsposition der "Zehnerposition" ran durfte. Das wiederum wurde möglich, weil das KSC Trainerteam vom bisher praktizierten 4-3-3 System abrückte und auf ein 4-2-3-1 Spielsystem umstellte. Somit wurde der Weg für den sympathischen, immer freundlichen und zurückhaltenden Choi in die Startelf frei.

Choi ersetzt Wanitzek

Aber auch, weil der eigentlich gesetzte Mittelfeld-Konkurrent Marvin Wanitzek nach einem Bänderriss noch nicht völlig fit war. Choi wurde zum Ideengeber des KSC Offensivspiels. Der technisch starke Mittelfeldspieler bewies Einsatzfreude und Laufstärke.

9700 Meter legte er in 77 Spielminuten zurück. Ein guter Wert, der das belegt. "Ich spiele am liebsten auf der Zehnerposition", sagte er schon vor seinem Wechsel vom FC St. Pauli zum KSC.

Eichner zufrieden: "Gute Aktionen sind oft überragend"

Bei allem Lob: Einige Fehlpässe unterliefen dem Koreaner im zentralen Mittelfeld dann doch. Dass diese Nachlässigkeiten nicht zu Gegentoren führten, dafür kann sich Choi bei den Teamkollegen bedanken, die das clever ausbügelten.

Christian Eichner (KSC Trainer) ruft laut auf das Spielfeld.
Christian Eichner (KSC Trainer) ruft laut auf das Spielfeld. | Bild: Tim Carmele/tmc-fotografie.de

Trainer Christian Eichner war mit Chois Leistung absolut zufrieden: "Er nimmt sich zwar immer noch Pausen. Aber das wird sicher noch besser. Er ist ein Spieler, der von zehn Aktionen schon noch einige drin hat, die nicht so gut sind. Aber seine guten Aktionen sind oft überragend."

Choi habe mitgeholfen, dass der KSC gegen Sandhausen Torgefahr ausgestrahlt habe, sei zudem am ersten Treffer von Philipp Hofmann beteiligt gewesen. "Kyoung war schon zu Anfang der Saison ein absoluter Startelfkandidat. Dann hat ihn eine Verletzung zurückgeworfen. Der Auftritt gegen Sandhausen war ein guter Anfang", so Eichner.

Gegen Nürnberg wieder in der Startelf?

Dies lässt darauf schließen, dass der kleine Wirbelwind sich Hoffnungen machen kann, am Freitag im Frankenland gegen den 1. FC Nürnberg den Anpfiff auf dem Rasen erleben zu dürfen. Erneut in der Mittelfeldzentrale nominiert zu werden, das wird den sensiblen Choi freuen, das würde ihm Selbstbewusstsein geben. Und das braucht er.

Kyoung-Rok Choi (KSC 11) im Zweikampf mit Zlatan Bajramovic (KSC Co-Trainer) um den Ball.
Kyoung-Rok Choi (KSC 11) im Zweikampf mit Zlatan Bajramovic (KSC Co-Trainer) um den Ball. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Mehr als manch anderer… Schon beim St. Pauli erklärten die Verantwortlichen: "Rok braucht Streicheleinheiten, er gehört zur sensiblen Spezies." Beim KSC bekommt er das wohl vom aktuellen Trainerteam. Ob er sich in Nürnberg dafür mit seinem zweiten Zweitligatreffer für den Wildparkklub bedankt? Versuchen wird er mit aller Macht.

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Kommentare (12)
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  •   Senfdazu
    (412 Beiträge)

    21.10.2020 05:50 Uhr
    😎
    "Lange war er verletzt gegen Sandhausen in der Startelf..." : was soll diese sinnfreie Formulierung sagen?
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  •   schwarzvoraugen
    (3614 Beiträge)

    20.10.2020 17:17 Uhr
    Der grosse Hoffnungsträger ist er für mich nicht
    er hat nun ein Spiel mit ansprechender Leistung abgeben, ansonsten glänzte er wohl mehr im Dialog mit den Therapeutinnen in der Reha als im Zweikampf auf dem Platz.

    Er muss erst einmal eine Beständigkeit und körperliche Robustheit antrainieren, um im "Männerfussball" zu bestehen.

    Deshalb Leistungsaufschwung bestätigen, konstant gute Spiele abliefern, dann wird das was.
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  •   RainerBu
    (1244 Beiträge)

    20.10.2020 11:20 Uhr
    wird ja auch mal Zeit
    dass sich die Kicker ans Zweitliganiveau herantasten .
    Neuer Freistoßschütze ist wohl Heise, Wanitzek bringts ja nicht mehr .
    Dieser spielt sicher kein konstantes Zweitliganiveau. Mal ne gute Aktion aber leider auch viel Murks .
    Fällt Hofmann aus, steigen wir ab.
    Mit ihm gibts ne Chance .
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  •   Fiddelix
    (81 Beiträge)

    20.10.2020 10:56 Uhr
    Ka-news
    Ich bin keiner, der auf der Rechtschreibung inkl. Zeichensetzung rumhackt.....aber vor diesem Artikel hattet ihr echt Betriebsfest oder?!

    Zu Choi. Hab noch nie was von ihm gehalten und das hat sich bislang nicht geändert. Für 2-3 Aktionen im Spiel viel zu wenig
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  •   KSC1894
    (460 Beiträge)

    20.10.2020 10:46 Uhr
    Auf die 10 gehört
    Wanitzek. Choi mit 3,4 katastrophalen Fehlern die schwache Sandhäuser zum Glück nicht nutzten. Er ist einfach nicht in der Lage einen defensiven Zweikampf zu gewinnen. Geht diesen oft aus dem Weg. Auch schon vor seiner Verletzung. Ja er hat Talent, sieht auch einiges gut aus was er macht aber er taucht dann immer ab. Hat bei allen Trainern seine Einsatzzeiten gehabt, eine Leistungssteigerung sehe ich nicht. Wanitzek auf die 10 und Gondorf auf der 6 lassen. Wani ist in allem um einiges besser. Lasst mal den CE in Ruhe. Der lässt den besten Fußball seit zig Jahren spielen. Hier wird nur kritisiert. Spielt offensiv, setzt junge Spieler ein, alles was ganz besonders unter OK Amtszeiten nicht der Fall war. Jedes Wort auf die Goldwaage gelegt, grausam. Ich sage nur, CE weiter so. Mit dem Kader den Klassenerhalt zu schaffen wäre klasse. Nächste Saison laufen viele Verträge aus. Pisot, Lorenz, Groiß, Gordon, Fröde, Djuricin, Choi ua. Dann kann sich CE eine Mannschaft zusammenstellen.
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  •   Ichregmichnemmeuff
    (364 Beiträge)

    20.10.2020 23:26 Uhr
    Joooooo.....
    ,,,schon klar, die bezahlen diese Saison 500.000 Euronen für Gondorf, und schieben ihn dann nächstes Jahr ab! Alder Falder!
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  •   Gevatter
    (397 Beiträge)

    20.10.2020 12:25 Uhr
    Wanitzek hatte viel Einsatzzeiten,
    und hat sie in der letzten Zeit rein gar nicht genutzt. Eine positive Entwicklung hat man nicht gesehen. Und die Ecken und Freistöße von Heise sind, zumindest momentan, um einiges besser als von Wanitzek.

    Man sollte, soweit Choi verletzungsfrei bleibt, ihm die Chance geben, sich weiter zu entwickeln.
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  •   haustier
    (1339 Beiträge)

    20.10.2020 12:21 Uhr
    lächerlich ...
    Was hat denn der Wanitzek in den letzten Monaten an fußballerische Klasse gezeigt ? Keinerlei Torgefahr, seine Harmlosigkeit bei Eckbällen und Freistöße ist kaum zu überbieten !
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  •   andi-b7
    (3282 Beiträge)

    20.10.2020 19:47 Uhr
    Mag sein das du da recht hast, allerdings
    Seit Gondorf da ist spielt Wanti auf der falschen Position und man muss es da auch ehrlich sagen der zog ihn runter. Wanti ist kein 10er da gehört wirklich Choi Oder Batmatz hin wenn es sein muss sogar Djuricin. Wanti ist ne klassische 8 und hatte da seine besten Spiele. Wer hier schon wieder davon redet der kann nett kicken oder 2Liga kann ich nur sagen der ist falsch gewickelt. Gondorf kann ihm auf der 8 nicht im geringsten das Wasser reichen. Und 2 8er und noch Fröde der für mich unumstritten die 6 ist geht es halt nett.
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  •   Dobermann
    (218 Beiträge)

    20.10.2020 08:59 Uhr
    O-Ton C.E.
    "seine guten Aktionen sind oft überragend" … ???
    Sind es dann nicht überragende Aktionen.....
    Einfach genial was Herr Eichner so in den Interviews analysiert.
    Bin total begeistert.
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