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Karlsruhe KSC-Unglücksrabe trotz starker Defensiv-Leistung: Christoph Kobald dürfte mit gemischten Gefühlen auf das Ingolstadt-Spiel blicken

Lange war nicht klar ob Christoph Kobald für die Partie gegen Ingolstadt zur Verfügung stehen würde. Die Freude war groß, als klar war, dass er doch für den Karlsruher SC auflaufen und verteidigen konnte. Der Österreicher zeigte eine gute Leistung, rettete mehrmals. Hatte allerdings auch einmal ganz viel Pech - sein Eigentor brachte den KSC in Rückstand.

Man sah es KSC-Trainer Christian Eichner vor der Partie in Ingolstadt an. Er strahlt freudig, war mehr als zufrieden, als er erklärte: "Christoph Kobald ist für die Partie beim FCI fit. 'Kobi' ist einsatzbereit." Das war eine richtig gute Nachricht, denn der Österreicher hatte sich erst eine Woche zuvor das Außenband im rechten Knöchel angerissen und musste pausieren.

"Kobi ist enorm wichtig"

Eichner zum gebürtigen Wiener, der eine der Korsettstangen in der KSC Defensive ist: "Kobi ist für uns ein enorm wichtiger Spieler." Der 24-Jährige ist einer der Dauerbrenner bei den Badenern. Er absolvierte 15 Pflichtspiele - allesamt stand er die komplette Spielzeit auf dem Rasen.

Christian Eichner (KSC Trainer) mit der Mannschaft.
Christian Eichner (KSC Trainer) mit der Mannschaft. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Beim Zweitligaauftaktspiel in Rostock erzielte er einen Treffer, beim Auswärtssieg in Schalke bereitete der vielseitige Defensivspieler - der unter Ex-Trainer Alois Schwartz auch im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kam - ein Tor vor. Insgesamt trug er bisher das KSC Trikot in 83 Pflichtspielen, erzielte dabei fünf Treffer, sah zehn gelbe Karten - einmal gelb-rot.

Vor der Partie in Ingolstadt hatte er schon vier Verwarnungen kassiert, dabei blieb es zum Glück. Der "Ösi" im Team der Blau-Weiß spielte 54 Pässe, davon kamen 41 beim Mitspieler an. Nach 40 Sekunden wurde "Kobi" gefoult, der Pfiff vom Schiri blieb aus. Prompt geriet der KSC in Gefahr.

Kobald rettet 

Nach vier Minuten war Kobald der Retter der KSC in großer Not. Im Zweikampf mit Offensivspieler Maximilian Beister - der übrigens vor ein paar Jahren auch auf dem Wunschzettel des KSC ziemlich oben stand - verhinderte Kobald einen Gegentreffer.

Christoph Kobald (KSC 22) spielt den Ball.
Christoph Kobald (KSC 22) spielt den Ball. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Dann: Riesenpech! In der 27. Minute fälschte Kobald mit dem linken Knie einen Schuss ab - ins eigene Netz, unhaltbar für Keeper Marius Gersbeck. Besonders ärgerlich: Im Jahr 2021 war ihm schon ein Eigentor unterlaufen - in Würzburg. Aber: Kobald haderte nicht, blieb konzentriert.

Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit eine Rettungstat, die fast zum Knockout führte. "Kobi" warf sich in einen Schuss eines Ingolstädters, rettete per Kopfballabwehr und war danach kurz benommen.

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Kommentare (3)
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  •   sauerbraten
    (2309 Beiträge)

    26.11.2021 09:51 Uhr
    Ich bin wohl kein Mediziner,
    aber trotzdem kann mir keiner erzaehlen, dass einer, der sich in der vorangegangenen Woche das Aussenband angerissen hat, nach derart kurzer Zeit, schon wieder gefahrlos ein Bundesliagespiel bestreiten kann und bei 100% ist. Was hat man sich da blos wieder fuer Backups an Bord geholt, wenn man lieber mit einem Verletzten ins Risiko geht, anstatt z.B. mal dem Ivorere eine Chance zu geben?
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  •   Helmdex
    (124 Beiträge)

    26.11.2021 14:02 Uhr
    Verletzungen und Leistungssport
    Ist eh immer so eine Sache.
    Man kann einen Fuß ja so gut tapen und damit unterstützen, dass er quasi nicht mehr umknicken kann. Ob das sinnvoll oder grob fahrlässig ist, ist jetzt fraglich. Tatsächlich spielen aber sehr viele eigentlich noch angeschlagene bzw verletzte Spieler meist schon früh wieder mit.
    Wanitzek hatte ja auch mal einen Bänderriss oder ähnliches und war nach wenigen Wochen wieder dabei.
    Zu den Backups hat CE sich ja geäußert, dass es normal ist, da unterschiedliche "Entwicklungsstufen" zu haben und dass der eine mal noch ein wenig Zeit braucht.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (13035 Beiträge)

    26.11.2021 07:19 Uhr
    @ Herr Putzing: muss man als "Piefke" einen Wiener als
    "Ösi" betiteln?

    Das ist wohl nicht angebracht!
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