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Karlsruhe KSC plant ohne Pourié: Die Zeichen stehen auf (teurer) Trennung

Es deutet einiges daraufhin, dass die Zeit von Marvin Pourié beim KSC zu Ende geht. Die Zeichen stehen auf Trennung. Denn: Die Ansichten über seinen Stellenwert im KSC-Kader gehen auseinander. Und zwar beträchtlich.

Der 29 Jahre alte Stürmer, der zuletzt an Eintracht Braunschweig ausgeliehen war, sieht sich im Ranking der fünf beim KSC unter Vertrag stehenden Stürmer - neben ihm: Hofmann, Djuricin, Gueye, Batmaz - ganz vorne.

Eichner plant ohne Pourié

Aber: Cheftrainer Christian Eichner und dessen Assistent Zlatan Bajramovic haben eine andere Ansicht. "Eiche" verdeutlichte das dem "Shaker" mit klaren Worten: "Ich habe ihm gesagt, dass wir ihm die Möglichkeit geben, dass er körperlich fit wird und eine gute Vorbereitung bekommt. Aber: Ich plane nicht mehr mit ihm. Daher war er auch beim Testspiel gegen Frankfurt nicht dabei und wird auch bei weiteren Tests nicht auflaufen."

Christian Eichner (KSC Trainer) beim Auftakttraining, klammert den Ball.
Christian Eichner (KSC Trainer) beim Auftakttraining, klammert den Ball. | Bild: Tim Carmele

Das ist mehr als ein Hinweis, dass die "Episode KSC" für den Fußballweltenbummler - Pourié spielte für rund 20 Vereine - bald vorbei ist. Für den sehr selbstbewussten Profi, der mit seiner Familie in Sinzheim bei Baden-Baden wohnt, scheint all das nicht nachvollziehbar. Daher: Pourié, dessen Grundgehalt bei 350.000 Euro jährlich liegt, könnte zum Problemfall werden. Ob er mit ins Trainingslager nach Österreich darf? Es könnte Unruhe geben...

Freudige Entscheidung wird zum teuren Bumerang

Und es wird deutlich: Eine vor rund einem Jahr freudig verkündete Entscheidung wird zu einem teuren Bumerang. Da erhielt Pourié, der Torschützenkönig in Liga drei war, der aber mit damals 28 Jahren noch nie seine Zweitligatauglichkeit nachhaltig und konstant bewies, beim KSC einen sehr komfortablen Langzeitkontrakt. Geschätztes Grundgehalt: rund 350.000 Euro.

Sportdirektor Oliver Kreuzer erklärte da zu Pouriés Vertrag: "Wir schauen mit Vorfreude auf das, was noch kommt. Das Bekenntnis für drei weitere Jahre beim KSC ist ein starkes Signal." Dieser Dreijahresvertrag - eine teure Fehleinschätzung. Die nicht erfüllte "Vorfreude" könnte den KSC eine halbe Million Euro an Abfindung kosten.

Oliver Kreuzer.
Oliver Kreuzer. | Bild: Hasan Bratic/dpa/Archivbild

Denn, dass der clevere Pourié auf eine ihm zustehende, angemessene Abfindung verzichtet - unwahrscheinlich bis unmöglich. Es wäre schon Abfindung Nummer zwei in der Vorbereitung auf die kommende Saison, die der KSC berappen müsste, denn auch Justin Möbius ließ sich seinen Abgang zum Regionalligisten Münster "vergolden"…

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Kommentare (69)
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  •   Dobermann
    (186 Beiträge)

    13.08.2020 08:45 Uhr
    schwarzvoraugen !
    Ich möchte gar nicht näher auf einzelne Berichte eingehen, aber eines muß ich klipp und klar kundtun, die Beiträge von -schwarzvoraugen- sind wirklich treffend und absolut gut formuliert. Ich lese sie gerne. Vielleicht entsprechen diese nicht jedermann Meinung, aber er ist immer korrekt in seiner Ausdrucksweise. Wie gesagt, mir persönlich gefallen die Kommentare gut.
    In diesem Sinne... guten Start in den Tag
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  •   schwarzvoraugen
    (3513 Beiträge)

    13.08.2020 09:52 Uhr
    Besten Dank
    das ist doch die beste Motivation.

    Mir gefällt das Forum, besonders wenn es dann wieder richtig los geht.

    Viele Grüsse und einen erfolgreichen Tag.
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  •   FCKSUV
    (415 Beiträge)

    12.08.2020 14:01 Uhr
    Batmaz, Djuricin, Gueye.....
    was für Knipser. grinsen

    Kreuzsssser raussss
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  •   sauerbraten
    (2159 Beiträge)

    12.08.2020 14:24 Uhr
    Danach kannste schreien,
    so oft und so laut Du willst - da stehen die Weichen trotzdem eher auf Vertragsverlaengerung
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  •   KSC1894
    (445 Beiträge)

    12.08.2020 08:20 Uhr
    Abfindung statt Ablöse
    OK ist der absolute Abfindungsspezialist. Andreas Hofmann, Bülow, DSE, Möbius und vielleicht noch Pourié und Lorenz. Eine halbe Mannschaft innerhalb von 2 Jahren. Hinzu kommen noch die Abfindungen, Gehaltsfortzahlungen, für freigestellte Trainer. Meister, Slomka, Kwasniok etc.. Die Berater verdienen auch noch Geld. Nimmt man noch OK´s Fehleinkäufe dazu, dann wird klar warum kein Geld da ist. Eigene Talente wie die Mehlem´s vom Hof gejagt. Wo könnten wir stehen mit einem halbwegs guten Sportdirektor?
    Wieviele Millionen hat OK schon verbrannt?
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  •   Karlsruher-Südwest
    (19 Beiträge)

    12.08.2020 14:42 Uhr
    @ KSC1894
    Wahre Worte!
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  •   sauerbraten
    (2159 Beiträge)

    12.08.2020 09:53 Uhr
    Soweit alles korrekt zusammengefasst,
    nur bei Kwasniok, wuerde sogar ich, als einer, der hier wahrlich nicht als Kreuzer-Fan in Erscheinung tritt, den schwarzen Peter an den damaligen Praesidenten weiter reichen. Kreuzer hatte damals bereits eine Abloese mit Aue ausgehandelt, 150.000 waren's glaub ich, aber das war dem Welle zu wenig und der hat den Kreuzer dann zurueckgepfiffen, woraufhin Aue die Schnauze voll hatte und sich anderweitig orientierte. Trotzdem wuerde ich mal behaupten, dass sich ein guter Sportdirektor so eine Kastration nicht gefallen laesst und nach so einem Vorkommnis hinschmeisst - aller spaetestens dann aber nachdem die Abmeldung der Zweiten zur Diskussion stand und Kreuzer wohl dagegen war, sich aber nicht durchsetzen konnte. "Unueberbrueckbare Meinungsverschiedenheiten im Hinblick auf die sportliche Ausrichtung", heisst es dann meistens, aber Unserer haengt dann halt seine Fahne in den Wind und traegt den Wanhsinn mit.
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  •   Karlsruher
    (253 Beiträge)

    12.08.2020 13:15 Uhr
    Einsicht
    besser spät als nie. Bravo, I.W. haben wir die ganzen Fehler der letzten Jahre zu verdanken
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  •   schwarzvoraugen
    (3513 Beiträge)

    12.08.2020 01:25 Uhr
    War dieses Szenario nicht vorhersehbar?
    Da hat der KSC zwei Stürmer mit ähnlicher Veranlagung, beide haben sich als Torjäger bewiesen. Einer davon soll weg. Ein versierter Sportdirektor und Trainer lösen dieses Luxusproblem auf seine Weise. Vergoldet beide Kandidaten, besonders die „zweite Wahl“.

    Was machen OK und CE? Zuerst uneiniges Geschwätz, dann wird die zweite Wahl demontiert, der Hauptkandidat wird sich in der Zwischenzeit wohl anderweitig orientieren. Am Ende stehen wir ohne Stürmer da und zahlen oben drauf noch für die Auflösung des Nobelvertrags des selbst demontierten Stürmers.

    Peinlich. Schmerzhaft. Kreuzer.

    Das Szenario „Hofmann geht“ war absehbar. Auch wenn noch ein Funken Hoffnung besteht Hofmann muss altersbedingt eine Karriereentscheidung treffen. Unsere Karten stehen bei solch amateurhaftem Gehabe nicht gut. Jetzt wird OK wieder das Resterampenradar anwerfen und neue Kandidaten anschleppen.

    CE präsentiert sich als schwach. Steht nicht zu seinen Aussagen MP eine Chance zu geben. Verlierer 2.0.
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  •   steely
    (216 Beiträge)

    12.08.2020 13:26 Uhr
    Super Beitrag
    Dem ist (fast) nichts hinzuzufügen....es wird wieder ein schweres, aber machbares 2.Ligajahr. wenn der Rest der Mannschaft das bringt was erwartet wird, wird's klappen
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