Karlsruhe KSC: Neuzugang und Hoffnungsträger - Sebastian Jung will "gesund bleiben und viel spielen"

Er soll mithelfen, den Karlsruher SC zurück zum Erfolg zu führen: Sebastian Alexander Jung. In Mainz gab er sein Debüt, jetzt soll er bis mindestens 2021 die rechte Abwehrseite verstärken. Doch seine Anfälligkeit für Verletzungen könnte zum Problem werden. So hat er in der letzten Saison nur 10 Spiele absolvieren können. Peter Putzing hat den 30-Jährigen in der Serie "KSC-Spotlight" genauer unter die Lupe genommen.

Dass Neuzugang Sebastian Jung, der vom Trainerteam Christian Eichner und Zlatan Bajramovic vorgeschlagen wurde, den Badenern helfen kann, davon ist Ex-KSC-Kapitän Maik Franz überzeugt.

"Iron Maik" lobt Jung

"Iron Maik“, der einst mit Jung bei Eintracht Frankfurt spielte, ist voll des Lobes über den Ex-Kollegen, mit dem er noch Kontakt hat. "Er ist ein guter, vernünftiger Junge, ein angenehmer, seriöser Typ. Er hat gutes Tempo, schlägt prima Flanken, kann aber auch nach innen gehen. Zudem ist er defensiv stark.

Sein Problem: Seine Verletzungsanfälligkeit. Bleibt er fit, ist er für den KSC ein Top-Neuzugang!"

Neuzugang: Sebastian Jung im Wildpark.
Auf Twitter stellte der KSC seinen Neuzugang vor. | Bild: ka-news.de/Screenshot Twitter Karlsruher SC

Sebastian Jung hat eine schwere Zeit hinter sich. Anfang 2016 erlitt der Ex-Nationalspieler einen Kreuzbandriss. Seither war "Sebi" immer wieder verletzt. Ohne dieses große Pech hätte der KSC wohl nicht das Glück gehabt, den 30 Jahre alten Rechtsverteidiger zu verpflichten. Jung musste Geduld aufbringen, musste viel Frust verarbeiten.

Es begann mit einem Kreuzbandriss, danach kamen immer wieder Muskelverletzungen. "Das war frustrierend. Ich habe viel gemacht, alles versucht. Zuletzt in Hannover wurde es gut, ich habe fünf Spiele problemlos absolviert, war einige Monate beschwerdefrei. Dann musste ich wegen der Corona Pause passen. Das war bitter“, beschreibt er seine Situation.

"Die letzten Jahre waren nicht einfach"

Beim KSC ist Jung ein Hoffnungsträger. Er soll dazu beitragen, dass der Wildparkclub auf die Erfolgsspur zurückkehrt. Sind die Vorschusslorbeere für Jung, der 155 Bundesligaspiele absolvierte und dem bei seinem Debüt gegen Mainz eine Torvorbereitung gelang, Last oder Lust? Druck oder Freude?

"Anerkennung zu bekommen ist schön. Aber die letzten vier Jahre waren natürlich keine einfache Zeit. Ich sehe das alles nicht als Druck, ich freue mich ganz einfach, dass ich hier die Chance bekomme zu zeigen, warum ich erste Bundesliga gespielt habe und dort relativ erfolgreich war“, sagt Jung.

Sebastian Jung am Ball.
Sebastian Jung am Ball. | Bild: Peter Steffen/dpa/Archivbild

Beginn in der Startelf noch unklar

Größer als der monetäre Bereich, war seine Fitness Thema bei den Vertragsgesprächen: "Ich habe mit vielen Läufen eine konditionelle Grundlage geschaffen. Ich bin ins Mannschaftstraining eingestiegen, habe mich mit Athletiktrainer Florian Böckler darauf vorbereitet. Ich taste mich nach und nach weiter und konnte bisher problemlos trainieren. Ich hoffe, dass ich den Jungs in der restlichen Saison helfen kann.“

Sebastian Jung (KSC 2) im Zweikampf mit Dominik Kother (KSC19)
Sebastian Jung (KSC 2) im Zweikampf mit Dominik Kother (KSC19) | Bild: Tim Carmele

Bei seinen Zielen lässt er sich nicht aus der Reserve locken: "Ich will am Vereinsziel Klassenerhalt mitwirken. Persönlich: Gesund bleiben und viel spielen.“ Jung mauert auch, wenn es darum geht, wann er im Kader, oder gar in der Startelf stehen will.

Startelf? Jung bleibt zurückhaltend 

"Schwer, dazu etwas zu sagen. Ich muss einiges nachholen. Läuferisch ist es okay. In der Länderspielpause konnte ich im Training einiges nachholen, habe auch im Testspiel in Mainz eine Halbzeit mitgewirkt. Aber zu sagen: Nach der Länderspielpause will ich in der Startelf stehen - das wäre zu weit gegriffen. Man muss warten, wie ich auf die Belastung reagiere.“

Interessant wird, wie Trainer Eichner reagieren wird, sobald Jung fit ist und in die Startelf drängt. Dann könnte Coach Eichner ein Luxusproblem bekommen. Denn: In den bisherigen Pflichtspielen zeigte nur ein Feldspieler konstant gute Leistungen: Marco Thiede. Und der spielte - Rechtsverteidiger.

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