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Karlsruhe KSC nach "unmoralischem" Werder-Angebot: Bleibt Philipp Hofmann, auch wenn jetzt noch ein Bundesligist anklopft?

Obwohl die Personalplanung schon sehr früh recht weit vorangeschritten war, drückt aktuell der Schuh in Sachen Personal beim Karlsruher SC. Mit der Verletzung von Robin Bormuth fehlt es Christian Eichner nun an Alternativen in der Viererkette - zwei Testspieler könnten die Lösung sein. Hinzu kommt das ewige Thema Hofmann, welches zu Wochenbeginn wieder Fahrt aufnahm. Doch wie handeln die Verantwortlichen, wenn ein Bundesligist sein Interesse an der KSC-Tormaschine bekundet? Diese Frage beantwortet Oliver Kreuzer klar und deutlich.

Nachdem es in der jüngeren Vergangenheit recht ruhig um einen möglichen Abgang von Philipp Hofmann war und der Stürmer einen Wechsel innerhalb der Liga ausschloss, rumorte es Anfang der Woche wieder im Wildpark. Der SV Werder Bremen - der kommende Gegner des KSC - klopfte wegen einer Verpflichtung an.

Kanon von Kreuzer und Eichner

Doch bei den Verantwortlichen des KSC stießen die Norddeutschen auf taube Ohren. "Philipp bleibt bei uns", sagte KSC-Sportgeschäftsführer Oliver Kreuzer gegenüber den "Badischen Neuesten Nachrichten" (BNN). Der Zeitpunkt des Angebotes sei völlig unmoralisch, so Kreuzer weiter.

v.l. Oliver Kreuzer (Sportdirektor des KSC), Zlatan Bajramovic (KSC Co-Trainer), rechts Christian Eichner (KSC Trainer)
v.l. Oliver Kreuzer (Sportdirektor des KSC), Zlatan Bajramovic (KSC Co-Trainer), rechts Christian Eichner (KSC Trainer) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Nach der Trainingseinheit am Mittwoch äußert sich auch KSC-Cheftrainer Christian Eichner gegenüber ka-news.de zum Angebot der Norddeutschen. "Ich weiß das Philipp ein interessanter Spieler ist und ich habe grundsätzlich Verständnis wenn ein Verein Interesse an ihm hat, aber wir haben uns da schon vor Wochen klar positioniert und Philipp wird weiterhin für uns auf Torejagd gehen."

Spannend ist die Frage ob es den Verantwortlichen auch bei einem Angebot aus der Bundesliga gelingt, das Thema so klar weg zu moderieren. Schließlich kann es sich der KSC nur schwer erlauben ein Angebot von beispielsweise vier Millionen Euro abzulehnen und dann riskieren das der Torjäger die Fächerstadt im Sommer 2022 möglicherweise ohne Ablöse verlässt.

Was passiert wenn ein Bundesligist anklopft?

Oliver Kreuzer dazu: "Auch wenn bis zum 31. August ein Bundesligist vier Millionen auf den Tisch legt...Philipp bleibt bei uns." Der KSC-Sportchef rechne ohnehin nicht mehr damit, dass ein Verein aus der Bundesliga eine Anfrage stellt.  

Philipp Hofmann war beim SV Werder Objekt der Begierde, doch der KSC lehnte die Offerte klar ab.
Philipp Hofmann war beim SV Werder Objekt der Begierde, doch der KSC lehnte die Offerte klar ab. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Auch stellt sich die Frage, ob ein Wechsel nach Bremen für Hofmann attraktiv wäre. Schließlich verkündete Hofmann selbst, dass ein Wechsel innerhalb der Liga für ihn wenig Sinn machen würde und die sportliche Situation an der Weser ist nach dem Abstieg und einem personellen Aderlass alles andere als rosig.

In Sachen Vertragsverlängerung beim KSC gibt es bei "Hoffi" derweil keine neuen Wasserstandsmeldungen, wie Eichner bestätigt. "Ich denke, dass erst nach dem 31. August Bewegung in die Sache kommen könnte", so der Fußballlehrer. Der KSC hatte dem 28-Jährigen mit Beginn der Saisonvorbereitung ein neues Angebot vorgelegt, welches Hofmann bisher nicht unterschrieb. 

Mangel an Verteidigern

Während die Frage nach der Zukunft von Philip Hoffman also weiter über dem Wildpark schwebt, müssen Eichner, Kreuzer und Co. eine weitere Baustelle abarbeiten. Nach dem Jochbeinbruch von  Robin Bormuth, bleiben mit Christoph Kobald und Routinier Daniel Gordon nur zwei gestandene Innenverteidiger. 

Robin Bormuth (KSC32) schießt den Ball.
Robin Bormuth (KSC32) schießt den Ball. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Wie angespannt die Situation in der Hintermannschaft aktuell ist, zeigt das Mannschaftstraining am Mittwoch: Gemeinsam mit "Testspieler" Felix Irorere bildet der Ex-Profi  und U16-Trainer Martin Stoll die Innenverteidigung einer Mannschaft beim elf gegen elf.

Irorere bringt mit 1,96 Meter Gardemaß für einen Innenverteidiger mit, ist 19 Jahre alt und steht aktuell bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag. Seit der U17 spielt der Deutsch-Franzose für die Adler.

Eichner: "Beide Blickwinkel betrachten"

Gemeinsam mit Irorere durfte  auch Godfrey Bitok Stephen sein Können unter Beweis stellen. Der 20 Jahre alte Nigerianer kann sowohl auf der der linken Seite als auch im Zentrum verteidigen. Stephen steht aktuell bei Jagiellonia Bialystok in der polnischen ersten Liga unter Vertrag, kam dort aber meist in der 2. Mannschaft zum Einsatz.

Christian Eichner (KSC Trainer) und rechts Zlatan Bajramovic (KSC Co-Trainer)
Christian Eichner (KSC Trainer) und rechts Zlatan Bajramovic (KSC Co-Trainer) | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

"Beide haben ihre Sache sehr ordentlich gemacht, jetzt müssen wir die Lage bewerten und versuchen den sportlichen und wirtschaftlichen Blickwinkel unter einen Hut zu bekommen", bilanziert Eichner am Mittwoch. 

Wie aus dem Wildpark aber zu hören sei, soll die Entscheidung ob überhaupt und wenn ja, ob beide oder einer der Trainingsgäste verpflichtet werden soll, erst kommende Woche getroffen werden.

Nur in einer Sache legt sich Eichner schon jetzt fest. Ein Comeback von Martin Stoll wird es - trotz angespannter Personalsituation nicht geben. "Auch wenn er es herausragend gemacht hat und man gesehen hat warum er Bundesliga-Spieler war, ein Comeback gibt es nicht", so der KSC-Trainer schmunzelnd. 

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Kommentare (14)
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  •   wasi
    (1055 Beiträge)

    20.08.2021 17:13 Uhr
    und um in dieser Sache
    Werbung für sich zu machen, wird sich auch diese Saison voll reinhängen
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  •   wasi
    (1055 Beiträge)

    20.08.2021 17:12 Uhr
    Sehe ich
    auch so
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  •   Mitsch
    (366 Beiträge)

    20.08.2021 15:54 Uhr
    PH wird bleiben
    …er weiß doch ganz genau, dass er im nächsten Jahr ablösefrei ist und er sich die Angebote sortieren und eigene Forderungen stellen kann. Er wäre dahingehend schlecht beraten, dies durch einen Wechsel in diesem Jahr zu riskieren…
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  •   Rundbau-Gespenst
    (13035 Beiträge)

    20.08.2021 12:26 Uhr
    hätte, wenn und aber
    ich hoffe, dass PH Rückgrat zeigt und seine Ankündigung, in dieser Saison für den KSC Gas zu geben durchsteht.
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  •   Garrincha
    (848 Beiträge)

    20.08.2021 13:12 Uhr
    "Rückgrat"
    dann geh zu deinem Orthopäden für Traumtänzer
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  •   sauerbraten
    (2310 Beiträge)

    20.08.2021 11:48 Uhr
    Verstehe nicht, wieso
    die lokalen Medien hier staendig mithelfen, Stoerfeuer zu streuen - es ist Match Day morgen, Hofmann wird dann ein blaues Trikot anhaben und hoffentlich seinen Teil dazu beitragen, dass die Bremer mit maximal langen Gesichtern wieder nachhause fahren. Ansonsten muss man jetzt halt, verdammt nochmal, noch 10 Tage zuwarten und schauen, was passiert. Der Kreuzer kann jetzt erzaehlen, was er will, aber machen wir uns nichts vor - bei Angeboten ab einer gewissen Groessenordnung, wird der KSC nicht weghoeren koennen. So laeuft der Has halt, umso mehr, wenn in der Vergangenheit nicht ordentlich gewirtschaftet und massenhaft Geld in den Sand gesetzt wurde.
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  •   Garrincha
    (848 Beiträge)

    20.08.2021 10:17 Uhr
    NEIN
    der und sein Berater haben lt. BNN schon die Fühler zu Bremen und anderen Vereinen ausgestreckt, da zählt angeblich auch keine Erstligazugehörigkeit mehr dazu.
    KSC bleibt hart, selbst 3 Millionen wären bei einem Abstieg viel zu wenig.
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  •   Garrincha
    (848 Beiträge)

    20.08.2021 10:26 Uhr
    "völlig unmoralisch"
    wenn man so einen Quatsch im Profifußball liest wird es einem schlecht, da ist doch nur Show um den Preis hoch zu treiben.
    Und für einige geistige Leichtgewichte zur Beruhigung.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (13035 Beiträge)

    20.08.2021 12:27 Uhr
    Du musst es ja
    wissen...
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  •   ka76199
    (403 Beiträge)

    20.08.2021 22:53 Uhr
    Die Trolle
    soll man doch nicht füttern......
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