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Karlsruhe Heißes Transfergerücht: Leiht der KSC Kevin Wimmer von Stoke City?

Der KSC befindet sich auf Höhenflug-Kurs. Aber: Personalprobleme bei den Außenverteidigern sorgen für dunkle Wolken am blau-weißen Himmel. Jetzt könnte gar noch Philip Heise verletzt für längere Zeit ausfallen. Beim 2:1-Sieg in Bochum musste er wegen einer Muskelverletzung vom Feld. Die Lösung könnte nun ein hochkarätiger Transfer aus England sein.

Sollte Philip Heise tatsächlich ausfallen, steht es schlecht für den KSC, denn: Diese personelle Lücke könnte von Coach Christian Eichner nicht kompensiert werden. Marco Thiede und Heise sind als Außenverteidiger beim KSC gesetzt. Aber danach? Konkurrenzkampf außen in der Viererkette? Null!

Eichner bereitet Leihe "intensiv vor"

Im Moment ist hinter Heise und Thiede ein luftleerer Raum. Jannis Rabold, der rechts verteidigen kann, ist 19 Jahre alt, brachte es - vor seiner Einwechslung in Bochum - auf eine Einsatzminute in Liga zwei. Noch prekärer ist die Situation links. Der Backup für Heise fällt lange aus: Bei Dirk Carlson wurde ein Ermüdungsbruch im Kreuzbein diagnostiziert, Carlson könnte monatelang zuschauen müssen.

Philip Heise (KSC 16)
Philip Heise (KSC 16) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Daher nahm Eichner das Heft des Handels in die Hand. Er soll - so ist aus Beraterkreisen zu hören - Kevin Wimmer kontaktiert haben. "Eiche" bereitet die mögliche Leihe des Österreichers intensiv vor, so sagt man in England, wo der 28-Jährige bei Zweitligist Stoke City unter Vertrag steht. Kaderplaner Necat Aygün und Sportdirektor Oliver Kreuzer müssten nur noch beim starken Mann des KSC, Geschäftsführer Michael Becker, die Zustimmung einholen und dann abnicken.

Geld könnte beim Transfer keine Rolle spielen

Solle das geschehen - und danach sieht es aus - dann wird Kevin Wimmer bis Ende der Saison ausgeliehen, trägt das Trikot des KSC. Dass Becker trotz der klammen KSC Kasse zustimmt, könnte - so munkelt man - an den außergewöhnlichen Konditionen für das Leihgeschäft, liegen: Stoke City, das in Englands "Championship", der zweiten Liga, spielt, soll das Gehalt des 28 Jahre alten Wimmer übernehmen. Der neunfache österreichische Nationalspieler kassiert auf der Insel jährlich einen Millionenbetrag.

Doch bei Stoke ist er auf dem Abstellgleis, darf nur - und das nicht immer - in der U23 des Clubs ran. Diese Saison brachte es Wimmer dort auf sechs Einsätze. 2017 legte Stoke 19,4 Millionen Euro Ablöse auf den Tisch, um Wimmer von Tottenham zu holen, gab dem schnellen und vielseitigen Defensivspieler einen Vertrag bis 2022. Stoke stieg aber 2018 aus der Premier League ab, legte danach keinen Wert mehr auf Wimmer.

Vom Abstellgleis in England zum Vielseitigkeits-Joker beim KSC?

Von Stoke ging es für Wimmer zurück in die Bundesliga, zu Hannover. Wimmer stieg auch dort ab - das Kapitel Hannover war beendet. Es begann ein neues: bei Mouscron in Belgien. Dort spielte er mitunter im defensiven Mittelfeld, mit Corona war im März die Saison beendet. Seither: hin und wieder U23 von Stoke.

Dem KSC könnte er weiterhelfen, durch seine fußballerische Klasse und seine Vielseitigkeit. Wimmer kann links in der Kette verteidigen, fühlt sich aber auch im Abwehrzentrum wohl. Perspektivisch gut, denn Innenverteidiger Daniel Gordon ist 36 Jahre alt, dessen Karriere geht nicht mehr ewig lange so weiter.

Daniel Gordon (KSC 3) schießt den Ball.
Daniel Gordon (KSC 3). | Bild: Tim Carmele

Ein weiterer Vorteil: Eichner kennt Wimmer aus gemeinsamen Zeiten, weiß wie der Innenverteidiger tickt. Ein Problem könnte es beim 1,87 Meter großen und 91 Kilogramm schweren Linksfuß geben: Brennt er noch? Oder ist Wimmer, dessen Konto prall gefüllt ist und der wohl ausgesorgt hat, satt? Reizt ihn noch der knallharte Kampf im Fußballunterhaus? Die Antwort liegt - sollte der KSC ihn für sich gewinnen können - auf dem Platz.

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