Karlsruhe "Wenn ich auf dem Platz bin, gebe ich alles!": KSC-Stürmer Philipp Hofmann fühlt sich auch alleine an der Spitze wohl

Er kam im Sommer aus Braunschweig und hat sich beim KSC bisher sehr gut eingefunden. Der 1,96-Meter große Philipp Hofmann bekam im vergangenen Heimspiel sogar den Vorzug vor Marvin Pourié und erzielte den einzigen Treffer für die Gastgeber. Peter Putzing über den 26-Jährigen in der exklusiven ka-news.de-Serie "KSC-Spotlight".

Nach dem "Bank-Besuch" bei der Partie in Nürnberg durfte der beste Torschütze des KSC im Spiel gegen Heidenheim wieder vom Anpfiff an ran. Philipp Hofmann kam ins Team, arbeitete mit Volldampf - und traf. Der Strafraumstürmer gab das Vertrauen schnell zurück, erzielte nach 21 Minuten das 1:0 für den KSC. Saisontreffer Nummer fünf gelang ihm mit seinem starken linken Fuß. 

Karlsruher SC - Dynamo Dresden, 03.08.2019, Herren, Saison 2019/2020, 2.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Philipp Hofmann (KSC 33) schießt im Angriff. | Bild: Tim Carmele

Offensiv wie defensiv stark

Kurz danach hatte der Modellathlet bei einer weiteren guten Gelegenheit Pech. Trotz artistischer Einlage, trotz toller Technik - reichte es nicht zum 2:0. Hofmann hatte eine Flanke in der Luft angenommen. Dann, wie aus einem Guss: Direktschuss aus der Drehung - knapp vorbei. "Bei der zweiten Gelegenheit wollte ich es zu genau machen. Das wäre noch schöner als der Führungstreffer gewesen", so Hofmann. 

Training am 23.06.2019, Herren, Fußball, Saison 2019/2020, 2.Liga, Karlsruher SC.
Philipp Hofmann (KSC 33) beim Stretching | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Der 26-Jährige spielte insgesamt gut. Offensiv - aber auch defensiv. Der Stoßstürmer war gegen den Spielmacher der Heidenheimer, Niklas Dorsch, der erste Abwehrspieler. "Hoffi" attackierte Dorsch, sobald der nur versuchte in Ballbesitz zu kommen.

Diese - eigentlich ungewohnte Aufgabe - erfüllte er optimal und verhinderte er so ein geordnetes Aufbauspiel der Schwaben. "Das war der Plan, das hat lange gut geklappt. Dorsch aus dem Spiel nehmen - das wollten wir." 

"Philipp hat seine Aufgabe hervorragend erfüllt"

Trainer Alois Trainer Schwartz war denn auch voll des Lobes: "Philipp hat seine defensive Aufgabe hervorragend erfüllt, hat zudem ein Tor erzielt, mehr kann man nicht verlangen!" Schwartz erklärte, warum er sich für Hofmann statt Marvin Pourié als alleinige Sturmspitze entschied: "Ich habe während der Woche vor dem Spiel bemerkt, dass Marvin nicht so frisch wirkte, nach acht Spielen mit vollem Einsatz fast immer über die volle Distanz ist das verständlich." 

Training am 23.06.2019, Herren, Fußball, Saison 2019/2020, 2.Liga, Karlsruher SC.
Neuzugang Philipp Hofmann (KSC 33) beim Dehnen. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Also lief Hofmann als einzige Sturmspitze auf und traf. Dass das eine Genugtuung war, bekannte er: "Klar, das war gut für mein Selbstvertrauen." Die Aufgabe des Alleinunterhalters im Angriff kennt er: "Das habe ich in Braunschweig auch schon gespielt, das macht mir nichts aus. Klar, wenn der 'Shaker', wenn Marvin dabei ist, haben wir mehr Optionen. Aber: wenn ich alleine bin, geht es auch." 

"Ich gebe alles!"

Damit gerechnet, für Pourié in die Startelf zu rücken, hat er nicht. "Nein, aber wenn ich auf dem Platz bin, gebe ich alles!" Dass es trotz vollen Einsatzes gegen Heidenheim nicht zu einem Sieg reichte, nervt ihn. "Das ist echt ärgerlich. Wir haben einen Punkt geholt, aber es war einfach mehr drin. In der zweiten Halbzeit kamen wir nicht mehr an die 100 Prozent-Leistung ran. Und das reicht dann nicht."

Warum es zu dem Bruch im KSC-Spiel kam, kann er nicht sagen. "Das weiß ich nicht. Ich kann nur sagen - ich gebe alles!"

Karlsruher SC - Hamburger SV, 25.08.2019, Herren, Saison 2019/2020, 2.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Torjubel durch Philipp Hofmann (KSC 33) | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

In der ersten Halbzeit habe man gut gespielt. "Da waren wir aggressiv, waren gut am Mann gut gestaffelt. Nach dem Tor waren wir zu tief und zu weit weg von den Gegenspielern, haben nicht mehr so konzentriert gegen den Ball gearbeitet. Keine Ahnung, warum wir uns dann zurückziehen", resümiert der körperlich enorm starke Stürmer.

"Wir haben gesagt, dass wir weiter mutig spielen wollen - aber es war eher zäh in der zweiten Halbzeit. Das Remis ging in Ordnung." Ansprüche, auch in Darmstadt in der Startelf zu stehen, stellt er keine. "Das ist Trainersache."

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Links
Rechts
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (0)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.