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Karlsruhe "Pobacken zusammenkneifen und weitermachen!": KSC-Keeper Uphoff will raus aus der Abwärtsspirale

Gegen Wiesbaden und Fürth hatte er gepatzt, stand vor der Winterpause noch heftig in der Kritik - aus der Ruhe bringen konnte das KSC-Torhüter Benjamin Uphoff aber nicht, im Gegenteil. Wie er sich zurück zu alter Form gekämpft hat, wie er mit dem Konkurrenzdruck zu Kollege Marius Gersbeck umgeht und wie er die Mannschaft nach den letzten Niederlagen wieder zurück in die Spur bringen will - Peter Putzing rückt ihn in der exklusiven ka-news.de-Serie ins "KSC-Spotlight".

Vor der Winterpause sah sich KSC-Torhüter Benjamin Uphoff heftiger Kritik ausgesetzt. Er hatte in zwei Spielen gepatzt, bei den Heimniederlagen gegen Fürth und Wehen Wiesbaden. Der gebürtige Bayer stand zu seinen Fehlern, beschönigte nichts, analysierte selbstkritisch und blieb dennoch selbstbewusst: "Da gingen Tore auf meine Kappe, das passiert leider."

Karlsruher SC - Spielvereinigung Greuther Fürth 1903, 14.12.2019, Herren, Saison 2019/2020, 2.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Havard Nielsen (Fürth 16) trifft zum 4:1 in der 2. Halbzeit gegen Torwart Benjamin Uphoff (KSC 1). | Bild: Tim Carmele

Trotz Konkurrenzdruck: Uphoff bleibt gelassen

Vor dem Trainingslager in Spanien hatte Ex-Trainer Alois Schwartz den Kampf um den Platz im Tor der Badener eröffnet, hat die Chance für Uphoff und seinen Konkurrenten Marius Gersbeck als "fifty-fifty" bezeichnet.

Uphoff blieb cool und gelassen. "Dadurch hat sich für mich im Training nichts geändert." Der Druck brachte ihn nicht aus der Ruhe. Er gab im Training Vollgas, schaffte es zurück zur alten Topform. Beim Spiel in Hamburg lieferte er eine absolute Topleistung ab. Trainer Christian Eichner bescheinigte ihm kurz nach dem Schlusspfiff "eine Klasseleistung."

Training am 29.08.2019, Herren, Fußball, Saison 2019/2020, 2.Liga, Karlsruher SC.
Benjamin Uphoff (KSC 1) nimmt den Ball an. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Der 26 Jahre alte Torhüter war hoch konzentriert, es war ihm zu verdanken, dass der KSC bei den Hanseaten lange ohne Gegentor blieb. Als Sonny Kittel in der 41. Minute völlig allein vor Uphoff auftauchte, regierte der glänzend. Auch beim Schuss von Lukas Hinterseer, kurz nach dem Seitenwechsel, konnte Uphoff mit einer prächtigen Parade die Führung der Gastgeber verhindern.

"Wir können uns auf gar keinen Fall unserem Schicksal ergeben"

Trotz der Niederlage nach guter Leistung und trotz der tiefen Enttäuschung gab sich Uphoff kämpferisch: "Man hat im HSV-Spiel vor allem in der ersten Halbzeit gesehen, dass wir mutiger gespielt haben, als das in den letzten Wochen der Fall war. Wir haben eine Riesenchance und können das Spiel auf den Kopf stellen. Solch ein Moment fehlt uns, das war zu Rundenanfang anders, da sind wir mit der ersten Chance in Führung gegangen", sagt er.

Karlsruher SC - Holstein Kiel, 01.02.2020, Herren, Saison 2019/2020, 2.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Torwart Benjamin Uphoff (KSC 1) springt zum Ball. | Bild: Tim Carmele

Die Mannschaft sei in einer kleinen Abwärtsspirale, die sie "unbedingt durchbrechen müssen". Uphoff ergänzt: "Wir können uns auf gar keinen Fall unserem Schicksal ergeben. Das erste Gegentor war sinnbildlich für unsere Situation. Aber: Pobacken zusammenkneifen und weitermachen!"

Bleibt Uphoff beim KSC?

Gegen Osnabrück wird er sicher in der Startelf stehen. Die Torwartdiskussion ist beim KSC zunächst einmal beendet. Im Zweikampf mit dem sportlich absolut fairen Herausforderer Marius Gersbeck ist Uphoff weiterhin die Nummer eins. Der neue Cheftrainer Eichner war voll des Lobes.

"Beni hat so gespielt, so wie ich ihn kenne, so wie ich es mir vorstelle", sagt "Eiche" und fährt fort: "Er ist inzwischen sehr lautstark, hat sich nochmals einen Schritt nach vorne entwickelt. Wenn er so weitermacht, kann er in den nächsten Wochen der Rückhalt der Mannschaft werden. Diesen Torwart brauche ich." Auch fußballerisch habe sich Uphoff verbessert.

Karlsruher SC - Hamburger SV, 25.08.2019, Herren, Saison 2019/2020, 2.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Benjamin Uphoff (KSC 1) lauert schon zum Torschusstreffer durch Sonny Kittel (HSV 10), Lukas Fröde (KSC 4) versucht zu retten. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

"Wir haben einen Torwart, der mitspielt" - und das ist Eichner, der auf Passspiel statt auf lange Bälle setzt, besonders wichtig. Uphoffs Vertrag im Wildpark läuft Ende dieser Saison aus. Wie es weitergeht, soll nach Absprache mit dem KSC bis März geklärt werden.

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  •   andi-b7
    (3082 Beiträge)

    11.02.2020 19:07 Uhr
    Alles gut, kämpfen und laufen wie in Hamburg
    Und wir holen die 3 Punkte.
    Bitte lass die Abwehr auch so stehen denn man hat deutlich gesehen das wir mit Stiefel , Kobald und Carlson mehr Geschwindigkeit und vor allem bessere Zu und abspiele haben.
    Sorry Godi aber mach dich draußen als Co behilflich da hilfst der Manschaft damit.

    Auf geht's Karlsruhe......
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  •   sodbrenner59
    (486 Beiträge)

    11.02.2020 00:42 Uhr
    Alter Falter..
    ...alles Putzig. odda was? Schöner Bericht. Liest sich wie aus der Feder von Oli K.
    Alles suppaguud, ne?
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  •   Neureuter
    (54 Beiträge)

    10.02.2020 23:00 Uhr
    Na klar ...
    ... die nächste Durchhalteparole!!!
    Glaubt bloss keiner mehr!
    Gewinnen - nicht labern.
    That`s it!!!
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  •   sauerbraten
    (1944 Beiträge)

    11.02.2020 07:34 Uhr
    Was soll er denn in
    der momentanen Situation gross sagen und ob es zwischen den Spielen solche Interviews ueberhaupt braucht, ist eher die Frage. "Kleine Abwaertsspirale", oder "volle Fahrt in Richtung Super Gau" - der Ausgang der naechsten vier, fuenf Spiele, wird wohl so manche Frage beantworten. Noch wird kein Fernglas fuer einen Blick aufs rettende Ufer gebraucht und nur ein, zwei Erfolgserlebnisse, koennten das Pendel schon wieder in eine andere Richtung ausschlagen lassen. Auch wenn der Eichner um seine Aufgabe nicht zu beneiden ist, da er mit dem auskommen muss, was ihm die Herren Kreuzer & Schwartz hinterlassen haben, sollte man ihn jetzt mal in Ruhe machen lassen und ein Gebet hinterher schicken. Gegen den HSV waren Verbesserungen erkennbar und Osnabrueck ist nicht Hamburg.
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  •   teflon
    (2792 Beiträge)

    11.02.2020 09:08 Uhr
    Richtig
    Die Mannschaft muss aus den nächsten 3 Spielen von 9 möglichen Punkten min 4 holen - wenn das nicht möglich ist, dann ist die Messe für Liga 2 gelesen. Von den Spielern muss sich jeder erst einmal selbst an die Nase fassen und fragen lassen, ob er derzeitig wirklich das Maximum bei sich selbst abruft. Der Trainer kann nur den taktischen Rahmen liefern , in dem was & wie auf dem Feld abläuft. Allerdings muss er die ganzen faulen Äpfel asap aussortiert bekommen und mit dem, was dann überbleibt , auskommen. Aber das funktioniert, wenn damit ein Ruck durch die Truppe geht , weil endlich wieder nach Leistung und nicht nach Alois-Treuepunkten aufgestellt wird. Eichner hat einen herausfordernden Job - da gibt es nur noch Hopp oder Top - es ist seine Eintrittskarte ins Cheftrainergeschäft, die er sich jetzt erarbeiten muss.
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  •   RainerBu
    (902 Beiträge)

    11.02.2020 09:18 Uhr
    nutzt alles nix
    wenn außer Hofmann zu wenige torgefährlich sind .
    Und immer mal wieder ein anderer patzt .
    Da könnt ihr hier noch so viel philosophieren .Vom Trainer hängt das weniger ab .
    Man kann nur auf die Neuzugänge hoffen, dass die neuen Schwung reinbringen.
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  •   teflon
    (2792 Beiträge)

    11.02.2020 10:55 Uhr
    Verstanden -
    aber was ist dann der zielführende Lösungsansatz? Ein "Weiter so" kanns nicht geben, weil man sonst den Alois nicht vor die Türe setzen hätte müssen und auch über die "Leistung" von Kreuzer nicht diskutieren müsste
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  •   RainerBu
    (902 Beiträge)

    11.02.2020 11:08 Uhr
    Jüngere ran
    allerdings machen die auch Fehler, damit kannst auch absteigen.Trotzdem sehe ich so bessere Chancen.
    In der Abwehr nicht Gordon und Pisot sondern nur einer davon.
    Eichner hat ja bereits anderes Personal eingesetzt .
    Wer nix bringt ,braucht mal ne Pause.
    Wiegesagt Garantie gibts auch mit den anderen nicht.Trotzdem muss man es machen.
    Was ist denn mit dem Möbius eigentlich ?
    Carlson und Kobald müssen spielen auch wenn sie mal Fehler machen.
    Nur durch Wettkampf wirst auch besser.Die Jungen zumindest.
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  •   Solare
    (332 Beiträge)

    11.02.2020 11:25 Uhr
    Situation?
    Die Spieler haben bis morgen Mittwoch frei, was ist das für eine Vorbereitung?
    Deshalb sind die auch nach 70 Minuten fertig und haben keine Kondition.
    Bei Pisot und Gordon das ist auch meine Meinung, genau wie Möbius der bekam bei AS nie eine Chance.
    DSE hat bei Haching wieder ein Tor geschossen, auch das gleiche. Ich bin froh ,dass AS weg ist.
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  •   sauerbraten
    (1944 Beiträge)

    11.02.2020 14:24 Uhr
    Mit den trainingsfreien Tagen
    bietet der Eichner da jetzt natürlich Angriffsflächen, die ihm sicherlich um die Ohren fliegen werden, wenn wir gegen Osnabrück erneut leer ausgehen. Ob es in Anbetracht der aktuellen Situation und dem Umstand, dass es neben den neuen Trainer-Ideen, auch noch 3 neu dazugekommene Spieler zu integrieren gilt, nicht vielleicht doch besser gewesen wäre, diese Woche ganz normal zu trainieren, will ich jetzt an der Stelle mal dahingestellt lassen. Wird gegen Osnabrück gewonnen, hat Eichner alles richtig gemacht und wenn nicht, dann hat er hoffentlich wenigstens etwas daraus gelernt.
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