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Karlsruhe Nach elf Jahren im Wildpark: KSC-Nachwuchs Tim Kircher steht vor dem Wechsel zu Carl Zeiss Jena

Wieder verlässt wohl ein KSC-Eigengewächs den Wildpark. Nach elf Jahren im Wildpark zieht es Tim Kircher zum FC Carl Zeiss Jena. Jena machte damit das Rennen gegenüber Konkurrent TSG Hoffenheim. Der Erstligist wollte den Spieler für sein U23-Talentteam, weil man sehr großes Entwicklungspotential beim vielseitigen Kircher sah.

Der schnelle und technisch starke Außenverteidiger Tim Kircher sieht in Thüringen eine bessere Zukunft als beim KSC - und als in Hoffenheim. Der gebürtige Badener, der seine ersten Schritte als Fußballer, beim SV Au am Rhein machte, glaubt beim FCC größere Chancen zu haben, Spielpraxis zu sammeln. Zudem: Jena spielt in Liga drei, Hoffenheim II in der Regionalliga.

Kircher sah seine Chancen schwinden

Beim Zweitliga-Aufsteiger KSC brachte Kircher es in der abgelaufenen Spielrunde auf ganze drei Einsätze, über insgesamt 103 Minuten. Davon absolvierte er 90 Minuten in Unterhaching - als Linksverteidiger für den gesperrten Stammspieler Damian Roßbach. KSC-Trainer Alois Schwartz hatte die Leistung Kirchers nach der Partie gelobt. 

Tim Kircher
Tim Kircher | Bild: Reisenauer

Auch aufgrund einer Verletzung stand Kircher in den letzten acht Saisonspielen nicht mehr im KSC-Kader. Nachdem der KSC - doch etwas überraschend - die Verpflichtung des 21-jährigen Dirk Carlson bekannt gab, sah Kircher, der seit 2008 im Wildpark spielte, seine Chancen auf Einsatzzeiten noch mehr schwinden.

Carlson, Sohn eines US-Amerikaners und einer Luxemburgerin mit spanischen Wurzeln, erhielt beim KSC einen Dreijahresvertrag. Der Linksverteidiger spielte in der U21 von Grasshopper Zürich, im Profiteam von "GC" - dem abgeschlagenen Absteiger in der Schweizer Super League - kam er nicht zum Einsatz.

 

Folgt auf die Ausleihe der Wechsel?

Jena sah wohl aufgrund dieser Konstellation eine Chance, Kircher verpflichten zu können. Und man scheint sich wohl im Detail einig, wenn es auch offiziell keine Aussage zum Deal gibt. Der FCC wird das Verteidigertalent bis Saisonende ausleihen. Der KSC könnte sich sogar vorstellen, Kircher ganz abzugeben. Denn: Es soll im Leihvertrag für Jena eine Kaufoption festgelegt worden sein.

"Triebfeder" dieses Ausleihgeschäftes könnte Lukas Kwasniok gewesen sein. Der Cheftrainer von Jena war einst Kirchers Trainer in der U19 des KSC. Schon damals schwärmte Kwasniok, der inzwischen mit großen Erfolg Trainer beim FC Carl Zeiss ist, von Kirchers Fähigkeiten.

"Er ist ein großer Mehrwert für jede Mannschaft"

Als Kircher vor rund einem Jahr von der KSC-Jugend ins Profiteam wechselte, lobte Kwasniok seinen Ex-Schützling: "Er hat einen sehr schnellen Fuß, damit meine ich seine ansatzlosen Abkappbewegungen. Daher ist er als offensiver Außenverteidiger eine Waffe, da diese Fähigkeit noch mit einer sehr guten Entscheidungsfindung einhergeht! Tim kann auf beiden Seiten gleich gut agieren, das ist ein großer Mehrwert für jede Mannschaft."

Karlsruher SC - Eintracht Braunschweig
Lukas Kwasniok könnte seinen Ex-Schützling bald in Jena wiedersehen. | Bild: Uwe Anspach (dpa)

Es scheint sicher, dass Kwasniok, der seinen Lebensmittelpunkt noch immer im Badischen hat, Kircher bald in Thüringen wieder sehen wird.

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  •   RainerBu
    (764 Beiträge)

    11.06.2019 09:41 Uhr
    nervt
    versucht mal mit Trainer und Manager direkt zu reden. Solange das nicht klappt, sollte man hier mal still sein.
    Eure Mutmaßungen können nerven .Man kennt die Gedanken und Meinungen der Beteiligten nicht die Bohne .Vielleicht will der Spieler auch unbedingt weg. Würde junge Talente auch gerne öfter spielen sehen statt sie abwandern zu lassen . Versteh auch Manches nicht aber Kaffeesatzleserei bringt gar nix wenn man wiegesagt nicht mit Beteiligten direkt sprechen kann . Ginge wohl nur innerhalb einer Fanfragerunde.
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  •   teflon
    (2656 Beiträge)

    10.06.2019 08:50 Uhr
    Wer nicht Gene aus Sandhausen hat oder
    im Alter Ende 20 ist, hat bei Schwartz keine Chance- bei dem wäre nicht mal ein Messi zum Stammspieler geworden. Dazu rächt sich das Abmelden der U23 und man gibt ab der B-Jugend jeden Guten ab - das Lachen der anderen Vereine ob der Blödheit ist selbst im Wildpark noch zu hören. Kreuzer wird sicher wieder genug überbewertete, teure, leistungsunfähige Bankdrücker anschleifen und Schwartz wird sein Bestes tun, um bei einem Kader von 30 Spielern mit max 15 antreten zu können. Über kurz oder lang schiesst sich der KSC aus dem Profibereich komplett weg - ist nur noch eine Frage von einigen Jahren, wann es komplett vorbei ist. Bin mal gespannt darauf, was von den eingenommenen Summen aus dem Fundraising wirklich beim richtigen Abnehmer ankommt.
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  •   Lipa
    (813 Beiträge)

    10.06.2019 11:28 Uhr
    und an der Verbesserung
    des Kaders wird gar nichts mehr gemacht, sind denn die Verantwortlichen alle schon in Urlaub?
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  •   Karlsruh1976
    (288 Beiträge)

    10.06.2019 10:50 Uhr
    Lustig
    Gerade erst haben wir den Aufstieg zurück ins Bundesliga Unterhaus geschafft und schon wird hier wieder über das komplette sportliche Aus des KSC geschrieben...
    Mal wieder typisch für den Karlsruher Pessimismus.
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  •   schwarzvoraugen
    (3149 Beiträge)

    10.06.2019 02:02 Uhr
    Herren OK und AS
    Sie unterstützen eine Fan Anleihe zur Nachwuchsförderung. Und die Talente laufen Ihnen davon, einer nach dem anderen.

    Schämen Sie sich.

    Es macht mir Angst, dass junge Spieler aufgrund Ihrer zweifelhaften Nachwuchsarbeit den Glauben an eine Zukunft in Ihrem Ausbildungsverein verlieren. Diese Talente waren über Jahrzehnte das Kapital des Vereins, mit Ihrer strategielosen Nachwuchsarbeit riskieren Sie die Zukunft des Vereins.

    Denken Sie darüber nach, bevor die Dämme brechen.
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  •   andi-b7
    (2875 Beiträge)

    09.06.2019 11:08 Uhr
    An Tim kann ich nur sagen,
    Alles richtig gemacht in Jena Spielpraxis sammeln ( die du dort auch bekommst) und danach geht's weiter.
    Du bist ein Riesen Talent auch wenn das einige beim KSC scheinbar nicht verstehen.
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  •   andi-b7
    (2875 Beiträge)

    09.06.2019 11:04 Uhr
    Das Konzept beim KSC muss man nicht immer verstehen
    Anstatt wie Freiburg oder Leverkusen unsere Jungen Talente an andere Vereine zu verleihen und sie danach einzubauen werden unsere mit Option verhökert. So wird es nichts mit dem Zukunftsprojekt.
    Wenn Mann keine 2. Manschaft hat dann müssen 3-5 Junge Talente an andere (3. Liga) verliehen sein wo sie auch Spielpraxis bekommen. Danach werden sie wieder bei uns eingebaut under man trennt sich, aber gleich mit Option verhöckern geht gar nicht.
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  •   MACHTEL
    (85 Beiträge)

    09.06.2019 11:42 Uhr
    Ausleihe
    Seh ich auch so.und wenn der Herr Kreuzer meint unsere Talente seien zu verscherbeln dann die Fan Anleihe ohne mich.
    Wo bleibt der Sinn und Verstand fuer erfolgreiche und perspektiv denkende Jugendarbeit?
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  •   brosi13
    (259 Beiträge)

    09.06.2019 01:06 Uhr
    Jetzt merkt man erst...
    was für eine Katastrophe die fehlende 2. Mannschaft des Vereins ist. Na, wenn diese "Politik" gut geht...!
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  •   schwarzvoraugen
    (3149 Beiträge)

    11.06.2019 01:22 Uhr
    Diese Konzeptlosigkeit ist keine Politik
    es. fehlt an gezielter Nachwuchsförderung. Einem Talent einen Profivertrag anzubieten reicht nun mal nicht aus. Dies waren die einzigen "Erfolgsmeldungen" von OK in Sachen Nachwuchsarbeit. Ein ambitionierter 19 jähriger will spielen, nicht mit einem Profivertrag am Ende der Saison auf 5 Dreiminuten Alibieinsätze verweisen.

    Schlicht und ergreifend erbärmlich.
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