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Karlsruhe KSC-Verteidiger Daniel Gordon vor der Partie gegen Wiesbaden: "Wir müssen dieses Spiel seriös angehen und am besten drei Punkte holen"

Auf die Leistungen des Karlsruher SC lohnt immer wieder ein genauerer Blick. Diesen wagt regelmäßig am Mittwoch Peter Putzing und rückt Erfolge der Profis in der exklusiven ka-news-Serie ins "KSC-Spotlight“.

In der 84. Minute d er Partie des KSC gegen Hansa Rostock  spielte der Jamaikaner im Team der Badener - brasilianisch: Daniel Gordon nahm einen Ball in Höhe des Strafraums volley und lag fast senkrecht in der Luft, als er die Kugel traf. Wäre der Ball im Gehäuse der Gäste gelandet, "Gordi" wäre ein aussichtsreicher Kandidat bei der Wahl zum Schützen vom "Tor des Monats" gewesen.

Daniel Gordon (#3) beim Spiel gegen Rostock | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Aber: Der Ball flog über das Tor, in Richtung Behelfstribüne - und der KSC musste sich mit einem 1:1 gegen Rostock zufrieden geben. Gordon war enttäuscht, dabei ist das Toreschießen nicht seine originäre Aufgabe. Er ist einer der defensiven Stabilisatoren im Team. Seine Markenzeichen: Kopfballstärke, Cleverness und Abgezocktheit. 

Gute Verteidigung gegen Wiesbaden essentiell

Der 34-Jahre alte, fast zwei Meter große Innenverteidiger ist einer der Führungsspieler im Kader. Nach dem Sieg über Tabellenführer Osnabrück erklärte er: "Jetzt hat jeder im Team kapiert, dass es nur mit vollem Einsatz geht." Das war ein Irrtum - siehe das 0:3 gegen Aalen und das 1:1 gegen Rostock. Das gibt auch er zu: "Ja, das war eine Fehleinschätzung, aber manchmal kann man sich die Dinge nicht erklären. Klar ist: Wenn wir nicht an unsere Leistungsgrenze gehen, wenn wir uns nicht immer wieder daran erinnern, was uns stark macht - dann haben wir es in der 3. Liga schwer."

Karlsruher SC - VfL Osnabrück, 02.03.2019, Herren, Saison 2018/2019, 3.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER ;
2:1 durch Daniel Gordon (#3) gegen Osnabrück | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

In beiden Begegnungen habe man die Abstimmung vermissen lassen. "Wir haben dem Gegner viel zu viele Kontermöglichkeiten gegeben. Das haben wir in Cottbus deutlich besser gemacht. Cottbus hatte viel Ballbesitz, aber wir haben gut verteidigt." Daran müsse man in Wiesbaden beim Topspiel anknüpfen. "Der Einsatz und die Bereitschaft besser zu verteidigen, sind für unser Spiel die Basis", erklärt er. 

"Wir müssen schauen, dass wir so schnell wie möglich aus dieser Liga rauskommen"

"Am Ende des Tages geht es darum zu gewinnen. Darmstadt oder auch Leipzig, die haben auch eklig gespielt und Erfolg gehabt. Wir müssen schauen, dass wir so schnell wie möglich aus dieser Liga rauskommen. Das zählt. Die Art und Weise das zu erreichen, muss erfolgsorientiert sein." 

In Wiesbaden rechnet er sich etwas aus. Auch, weil der KSC bisher nur eine Auswärtsniederlage kassierte: In Rostock. "Und die war unverdient. Und Wiesbaden hat uns im Heimspiel zügig aus dem Spiel genommen, das ist in Erinnerung", so Gordon. "Wir müssen dieses Spiel seriös angehen und am besten drei Punkte holen. Ordnung, die Spielweise, das konsequente Verteidigen - das ist für uns entscheidend."

Karlsruher SC - VFR Aalen, 13.03.2019, Herren, Saison 2018/2019, 3.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Versuchtes Kopfballtor durch Daniel Gordon (KSC 3) gegen Torben Rehfeldt (VFR Aalen 33), erfolglos. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Um den Dreier im Hessischen zu holen, "dürfen wir an unser Grundausrichtung und an unserer Kompaktheit nichts ändern. Voller Einsatz, damit die Fans ins Boot holen - auch mit Emotionen agieren. Das ist unser Spiel."

Zu ungeduldig in der Defensive

Diese Saison ist es für den KSC auswärts leichter zu punkten: "Wenn wir auswärts spielen, will die Heimmannschaft Druck auf uns ausüben, das gibt Räume, das tut unserem Spiel gut. Bei Heimspielen legt der Gegner mehr Wert auf die Defensive, da sind wir dann das eine oder andere Mal zu ungeduldig, wollen zu schnell zu viel. Da versuchen wir spielerisch zu viel, dann unterläuft ein Fehlpass, dann kommt der Konter - das ist eine Gefahr."

Im Topspiel muss Gastgeber Wiesbaden gewinnen, muss daher offensiv spielen. Das könnte dem KSC einiges erleichtern, dennoch warnt Gordon: "Wiesbaden hat große Qualität, schießt viele Tore, diese Mannschaft dürfen wir nicht zu sehr kommen lassen. Da muss man aktiv dagegenhalten, da muss die Mischung zwischen konsequenter Abwehrarbeit und effektiver Offensive stimmen. Wir sind in der besseren Position, richtig schwer wird's dennoch."

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Kommentare (27)
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  •   357.Magnum
    (80 Beiträge)

    28.03.2019 18:37 Uhr
    "Wir müssen dieses Spiel seriös angehen"
    bist du Berufs-Fußballer oder Wort­ak­ro­bat, Kollege Rumpelfüßler zwinkern
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  •   myopinions
    (963 Beiträge)

    28.03.2019 12:36 Uhr
    ...........net schwätze,
    mache!
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  •   hansfranz12
    (341 Beiträge)

    27.03.2019 18:52 Uhr
    ksc
    der ksc ist dafür bekannt dass wenn es um aufstieg und abstieg geht kurz vorm ziel zusammenbricht .
    mit der außnahme dass man hakan den wiederaufstieg zu verdanken hat.für all die superoptimisten.
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  •   Samoht500
    (696 Beiträge)

    27.03.2019 18:28 Uhr
    ....
    Du meinst so leichte Spiele wie beispielsweise gegen den Tabellenletzten Aalen?! Wie ging das doch gleich aus?! Ah ja....0:3.
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  •   master-of-comment
    (3810 Beiträge)

    27.03.2019 17:36 Uhr
    Wer in Osnabrück und Halle gewinnt, ...
    kann auch in Wiesbaden 3 Punkte mitnehmen. Zumal die Wehener immer mal schwächeln, wenn´s mit dem Aufstieg ernst wird.

    KÄMPFEN UND SIEEGEN !!!
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  •   ImZeichendesPhoenix
    (173 Beiträge)

    27.03.2019 16:21 Uhr
    Das Restprogramm spricht für Wehen!
    Wir haben noch verdammt schwere Spiele gegen 1860, Würzburg, Münster und Halle. Wehen hat das vermeintlich leichtere Restprogramm, die spielen zwar am vorletzten Spieltag gegen Osnabrück, aber die sind zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich schon aufgestiegen und geben nicht mehr alles.
    Nach meiner Einschätzung reicht ein Remis am Sonntag nicht, die Jungs müssen unbedingt siegen.
    Alles auf Auswärtssieg !!
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  • unbekannt
    (342 Beiträge)

    27.03.2019 17:56 Uhr
    Unfug!
    1860, Münster, Halle, Würzburg, Unterhaching etc sind alle außer Form. Man kann es sich eben immer so hinbiegen wie man es haben will. Ich könnte z.B. sagen, dass Wiesbaden das viel schwierigere Restprogramm hat: Die müssen noch gegen zwei Ostteams ran mit Zwickau und Jena, spielen auch noch gegen die Formstarken Lautrer und nicht zu vergessen am 37. Spieltag gegen Osnabrück und danach gegen die reichen Uerdinger. Da sind unsere letzten 8 Begegnungen deutlich leichter aus!
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  •   Samoht500
    (696 Beiträge)

    27.03.2019 18:30 Uhr
    Deutlich leichter....
    so wie beispielsweise das Heimspiel gegen den Tabellenletzten Aalen?! Wie ging das gleich aus?! Ah ja....0:3.
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  • unbekannt
    (342 Beiträge)

    27.03.2019 20:11 Uhr
    Ach komm!
    Jetzt immer auf diesem einen Spiel rumzutreten kann doch auch nicht die Lösung sein. Wiesbaden hat doppelt so oft wie wir verloren und das teilweise gegen Abstiegskandidaten. Aber das wird natürlich nie erwähnt. Hauptsache den KSC schlecht aussehen lassen...
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  •   RainerBu
    (803 Beiträge)

    27.03.2019 16:03 Uhr
    Einige
    müssten an ihrer Torgefahr arbeiten . Scheint aber nix zu bringen.WW hat sicher ne breitere Offensive. Bei uns hängts so gut wie nur am Sturmduo. Paderborn und Magdeburg hatte da letzte Runde auch mehr zu bieten.
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