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Karlsruhe KSC-Verteidiger Christoph Kobald: "Wir sind schon nach heftigen Niederlagen gut zurückgekommen"

Christoph Kobald ist zuversichtlich, dass sich der KSC wieder aus dem Keller rauskämpft. Der 22-Jährige hat sich seinen Stammplatz in der Innenverteidigung erarbeitet. Muss am kommenden Samstag (13 Uhr) gegen Darmstadt allerdings zuschauen. Er kassierte in Heidenheim seine fünfte gelbe Karte wegen Meckerns.

Wenn es stimmt, dass ein Fußballprofi aus Fehlern lernt, dann hat Christoph Kobald beim 1:3 des KSC in Heidenheim viel gelernt. Vor allem, dass man sich in der 2. Bundesliga keine auch noch so kleine Nachlässigkeit erlauben kann, ohne, dass man dafür bestraft wird.

Der erst 22 Jahre alte Österreicher begann rechts in der Dreierkette richtig gut, doch dann haderte er mit dem Schiedsrichter über eine Einwurfentscheidung - statt sich auf seinen Job in der Defensive zu konzentrieren - jugendliche Unerfahrenheit.

Training am 29.08.2019
Christoph Kobald (KSC 22) in Aktion schießt den Ball. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Prompt gingen die Gastgeber in der 21. Spielminute in Führung. Auch bei den beiden weiteren Heidenheimer Treffern hatte Kobald "Aktien" drin. Wie seine Defensivkollegen war er im Strafraum nicht präsent genug, ließ den Schwaben in der "Box" zu viele Freiheiten. Der sympathische gebürtige Wiener erlebte ein Wechselbad der Gefühle.

Fünfte Gelbe wegen Meckern

In Halbzeit zwei sorgte er mit seinem ersten Zweitligatreffer dafür, dass beim KSC wieder Hoffnung aufkeimte. Der kopfballstarke Profi hatte nach einer Ecke das 1:3 erzielt.

Karlsruher SC - SV Meppen, 20.04.2019, Herren, Saison 2018/2019, 3.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Christoph Kobald (KSC 22) jubelt zu seinem Tortreffer. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Dann: Völlig überflüssig und der fehlenden Erfahrung geschuldet kassierte Kobald kurz vor dem Abpfiff eine Verwarnung - für Meckern. Somit muss er beim kommenden Heimspiel des KSC gegen Darmstadt gesperrt zuschauen. Schade, denn er hatte sich einen Platz im Abwehrzentrum erarbeitet.

Am liebsten in der Innenverteidigung

In der Innenverteidigung, dort wo er in Österreich ausgebildet wurde, kam Kobald erstmals am 21. Spieltag zum Einsatz. Die Frage nach der Lieblingsposition beantwortet er zunächst diplomatisch: "Ich spiele am liebsten dort, wo mich der Trainer aufstellt!" Bekennt dann aber doch. "Ich habe fast immer in der Innenverteidigung gespielt, da bin ich zu Hause."

; am 27.02.2019, Herren, Fußball, Saison 2018/2019, 3.Liga, Training, Karlsruher SC.
Christoph Kobald (KSC 22) im Duell gegen Saliou Sane (KSC 14) | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Bevor er beim KSC dort zum Einsatz kam, musste er Allrounderqualitäten zeigen. Denn er wurde sowohl im defensiven Mittelfeld wie als Rechtsverteidiger auf den Platz geschickt. Daher ist es besonders bitter, dass der 1,86 Meter große und 80 Kilo schwere Defensivspezialist jetzt zuschauen muss. Insgesamt brachte es "Kobi" bisher auf zwölf Einsätze über 766 Minuten.

Kopf hoch und weiter machen

Gegen Heidenheim war seine Laufleistung mit 10,07 Kilometern ordentlich, die Passquote mit 75 Prozent gut. Doch in Sachen Zweikampfbilanz - 50 Prozent - ist noch Luft nach oben. Vor allem in der "Box" ist mehr Konzentration angesagt.

Karlsruher SC - 1. FC Nürnberg, 28.02.2020, Herren, Saison 2019/2020, 2.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Christoph Kobald (KSC 22) spielt den Ball. | Bild: Tim Carmele

Kobald gibt sich vor der Partie gegen Darmstadt, trotz des Negativlaufs seiner Mannschaft, zuversichtlich: "Wir sind schon nach heftigen Niederlagen gut zurückgekommen, ich hoffe das gelingt uns jetzt wieder", sagt er, bekennt aber auch, dass "solche Niederlagen sehr schmerzhaft sind".

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  •   RainerBu
    (957 Beiträge)

    12.03.2020 10:14 Uhr
    Pleiten,Pech und Pannen
    Gesperrte Spieler und derer gleich mehrere . Und dann auch noch die Falschen.
    Läuft ja supi derzeit . Dazu zu wenig Siege, zu viele Niederlagen, ein völlig naiver Auftritt gegen Heidenheim.
    Mir fehlt der Glaube an Besserung.
    Unsere Abwehr kann in der Konstellation in der Dritten mithalten, in Liga zwei offensichtlich nicht .
    Vorne ist das auch zu wenig .
    In der dritten Liga bleibt so mancher Fehler noch ungestraft . Weiter oben nicht .
    Wenn die Mittel schon begrenzt sind, erwartet der Fan einen Fight , sich gegen den Abstieg zu wehren.
    Das klappt aber nicht mit der Schlafmütze auf dem Kopf.
    Sprung in Liga zwei scheint für einige Spieler zu groß , darunter Wanitzek .
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11723 Beiträge)

    12.03.2020 07:32 Uhr
    @ Herr Putzing: das ist der Genitiv
    "fünfte gelbe Karte wegen Meckern" sollte wohl "wegen Meckerns" heißen...
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  •   redaktion
    (1253 Beiträge)

    12.03.2020 14:00 Uhr
    Lieber Leser,
    vielen Dank für Ihren Hinweis. Da haben Sie natürlich recht - nun ist der Genitiv auch ein Genitiv und die betreffende Stelle korrigiert.
    Liebe Grüße
    Die Redaktion
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  •   steely
    (89 Beiträge)

    12.03.2020 12:58 Uhr
    Nix besseres zu tun
    Herr Oberlehrer 🥱
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  •   Mozzer
    (1987 Beiträge)

    11.03.2020 21:43 Uhr
    "Wir sind auch....
    .....nach heftigen Niederlagen wieder zurückgekommen ".....ja, da warst Du noch nicht dabei und AS war Trainer in der 3. Liga
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  •   sodbrenner59
    (601 Beiträge)

    12.03.2020 01:21 Uhr
    Joooooo.....
    ... zwinkern
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  •   sodbrenner59
    (601 Beiträge)

    11.03.2020 20:50 Uhr
    Joooooo.....
    ....ganz schön gepennt bei allen drei Toren! Passt hervorragend zu den anderen Pfeifen in der Verteidigung!
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  •   teflon
    (2819 Beiträge)

    12.03.2020 16:52 Uhr
    Muss man erst mal schaffen
    - 3 Vorlagen & 1 Mal selbst getroffen und das in einem Spiel !
    Was für ne Quote! Aber gegen Darmstadt verliert der KSC auch ohne den Verteidiungskobold, weil der nicht mal auf der Tribüne hocken kann
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  •   andi-b7
    (3101 Beiträge)

    11.03.2020 19:39 Uhr
    Genau so ist es Kopf hoch den Stammplatz auf der 4 haste verdient.
    Aber Vorallem jetzt die Jungs auf dem Feld unterstützen wenn du draußen sitzt und auch noch keine Fans da sind . Alle zusammen zum 3er gegen Darmstadt.
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