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Karlsruhe KSC-Talent Groiß ist hungrig, aber muss noch lernen - "das Tor war wieder so ein Eigending"

Auch wenn der Auftritt von Alexander Groiß gegen den 1. FC Nürnberg nicht durchgängig überragend war: Der junge Mittelfeldspieler des KSC macht Hoffnung. Er war einer der absoluten Aktivposten im Team der Badener. Dem 21 Jahre alten Modellathlet war kein Weg zu weit, kein Zweikampf zu viel. Auf seine Leistungen wirft Peter Putzing in der exklusiven ka-news.de-Serie "KSC-Spotlight" einen genaueren Blick.

Er ist der Abräumer im Mittelfeld, der Stabilisator vor der Abwehr - einer, der versucht, das gegnerische Spiel zu zerstören. Aber: "Alex" will auch am Spiel nach vorne teilnehmen. Seine Laufleistung, mit 9,15 Kilometern in 76 Minuten: sehr beachtlich. Die Passquote mit 65 Prozent ist ordentlich, die Zweikampfquote mit 58 Prozent - ausbaufähig. Zur Halbzeit waren es noch knapp über 70 Prozent. 

Fehlende Wettkampfpraxis 

Und genau da liegt ein Problem des talentierten Groiß. Man merkt ihm an, dass er in den ersten 19 Partien nur dreimal zum Zuge kam. Klar, dass da die Wettkampfpraxis fehlt. Und logisch: Wenn die Kraft nachlässt, leidet die Konzentration - wie übrigens bei (zu) vielen Spielern im KSC-Kader.

Alexander Groiss (KSC 20) spielt mit dem Ball, links Marvin Pourie (KSC 9)
Alexander Groiss (KSC 20) spielt mit dem Ball. | Bild: Carmele / TMC-Fotografie

Man denke an Ben-Hatira, Gondorf, Carlson, Guèye und auch Camoglu. Allesamt haben wenig Spielpraxis. Es wird überdeutlich: Dem Kader fehlt es an einigem, auch an Schnelligkeit. Das liegt auch daran, dass der Akku mit der Aufschrift "Wettkampfhärte" im Laufe eines Spiels allzu schnell leerer und leerer wird.

"Fehler werfen ihn nicht um"

Christian Eichner ist indes voll des Lobes über seinen 1,90 Meter großen und 86 Kilo schweren Mittelfeldmann: "Der Junge will immer den Ball, er will immer mitgestalten. In der ersten Halbzeit war er prima. Wenn er einen Fehler macht, holt er sich die Kugel wieder. Das ist toll, das ist der richtige Ansatz", so der KSC-Trainer.

Christian Eichner (KSC Trainer)
Christian Eichner (KSC Trainer) | Bild: Carmele|TMC Fotografie

Und weiter: "Er ist erst 21 Jahre alt, da muss man einiges nachsehen. Fehler werfen ihn nicht um, er wird lernen und wachsen, das wird ihn stärker machen." Eichner weiß aber auch, dass bei Groiß "so ab der 70. Minute schon mal der Stecker gezogen ist". Doch hier sei Besserung nach Ansicht des Trainers bereits deutlich zu erkennen.

"Das Tor war wieder so ein Eigending und fängt bei mir an. Schei..."

Dennoch: Vor dem entscheidenden Gegentor der Nürnberger in der 74. Minute war der ungemein engagierte Groiß unkonzentriert. Der Ball rutschte ihm durch. Er kämpfte, versuchte seinen Fehler wieder gut zu machen. Das klappte auch mit viel Einsatz - aber auf Kosten einer Ecke.

Alexander Groiss (KSC 20) im Kopballduell.
Alexander Groiss (KSC 20) im Kopballduell gegen den 1. FC Nürnberg. | Bild: Tim Carmele

Die führte dann - nach Uphoffs Patzer - zum 0:1. "Das Tor war wieder so ein Eigending und fängt bei mir an. Schei...", zeigt er Selbstkritik. Groiß, der in der Jugend im Mittelfeld auf der Sechs, aber auch auf der Zehn spielte, analysiert offen: "In der zweiten Halbzeit hat uns der Zugriff gefehlt, das lag auch daran, dass wir am Ball keine Ruhe mehr hatten, die Kugel zu schnell wieder hergegeben haben."

Und weiter: "Wir waren zu hektisch, da hätten wir mal, zum Beispiel bei einem Einwurf, eine kleine Pause nehmen müssen, runterkommen, durchatmen und Kraft tanken, um dann wieder in den Spielfluss, den wir in der ersten Halbzeit hatten, zu kommen."

"Wir kommen da raus"

Doch der kopfballstarke Profi gibt sich kämpferisch, auch was die schwere Begegnung in Heidenheim angeht: "Man kann in Heidenheim gewinnen! Wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen, es sind noch genug Spiele."

Kopfballaktion von Alexander Groiss (KSC 20), dahinter Alois Schwartz (KSC Trainer)
Kopfballaktion von Alexander Groiss (KSC 20), dahinter Alois Schwartz (KSC Trainer) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Eines ist für ihn klar: "Aufgeben ist keine Lösung! Wir werden den Kampf annehmen und alles versuchen. Es ist sehr eng in der Tabelle - wir kommen da raus."

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Kommentare (12)
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  •   Wahrheit
    (335 Beiträge)

    05.03.2020 12:59 Uhr
    Kritik
    macht nur Sinn wenn sie mit einer guten Absicht kommt, nämlich Verbesserungen herbeizuführen.
    Es wurde falsch eingekauft aber die Spieler sind jetzt da, Uphoff wird weiter Fehler machen, aber wir haben keinen besseren Torwart (Gersbeck fand ich bisher noch nicht so überzeugend), den meisten Spielern fehlt die Wettkampfpraxis, aber besser als mit Thiede, Roßbach und Co. weiter zumachen.
    Also bitte einfach die Kl... halten und die Mannschaft weiter pushen. Kritik gibts nach dem Abstieg...
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  •   Dobermann
    (168 Beiträge)

    05.03.2020 09:27 Uhr
    Na Na Na .... noch leben wir....
    Saarbrücken ist zwar im Halbfinale, was mich für einen kleineren Verein sehr freut, hatte aber auch viel Dusel. Hätte auch anderst ausgehen können die Elfmeterschiesserei und schon wären vielleicht wir im Halbfinale ! Pokalspiele sind etwas ganz anderes als Ligaspiele, gerade wenn es gegen größere Mannschaften geht ist man riesig motiviert. Und es ist auch für jeden einzelnen Spieler die Chance sich einmal im TV und bei anderen Vereinen zu präsentieren. Es ist als KSC-FAN der falsche Weg, jetzt alles schlecht zu reden.(obwohl es momentan wirklich schlecht ist) Wir alle wissen was schief läuft. Mir geht es primär darum, die Klasse zu halten, auf biegen und brechen. Ich fiebere mit meinem Verein, auch wenn vieles falsch läuft. Aber es ist jetzt so wie es ist, und die Vergangenheit löst die aktuellen Probleme jetzt nicht. Nur die Mannschaft kann jetzt zeigen das sie will , kann und muss !! Auf geht's KSC
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  •   sauerbraten
    (1978 Beiträge)

    05.03.2020 11:39 Uhr
    Stimmt, die Vergangenheit löst die aktuellen
    Probleme nicht, aber die Zukunftsaussichten verbessern sich ganz sicher auch nicht, wenn man aus den Fehlern der Vergangenheit nix lernt und die überfälligen Konsequenzen nicht zieht. Wie Welle wieder gewählt werden konnte, ist mir ein Rätsel und dass Kreuzer noch immer im Amt ist, pendelt sich irgendwo zwischen
    "unterlassener Hilfeleistung" des Präsidenten und "Akt der Selbstzerstörung" ein.
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  •   RainerBu
    (1006 Beiträge)

    05.03.2020 08:40 Uhr
    Narren
    an Uphoff gefressen, angeblich spielt er Samstag .
    Unverständlich,Gersbeck ist ein anderer Typ und würde der Abwehr wohl gut tun.
    Mangelnde Kondition ? Glaub ich nicht ,reine Kopfsache .
    Wenn man im Training Gas gibt und auch sonst entsprechend wie ein Profi lebt, dann kann man die 90 Minuten gut absolvieren.
    Es passieren zu viel kleine Fehler und es gibt zu wenig Ideen .
    Mit welcher Berechtigung spielt da so mancher noch ? Wanitzek ?
    Unverständlich .
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  •   melotronix
    (3095 Beiträge)

    05.03.2020 07:37 Uhr
    es ist einfach amüsant..
    ..zu lesen, wie einige Kommentatoren doch genau wissen was falsch gelaufen ist.
    Dann bringt doch Euer Wissen dem KSC näher. Dort wird mit Sicherheit schon händeringend auf euch gewartet.
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  •   sodbrenner59
    (660 Beiträge)

    05.03.2020 00:06 Uhr
    Alter Falter..
    ... wer gerade eben Lukas Kwasniok bei der ARD gehört und gesehen hat, der ahnt vielleicht, was dem KSC mal wieder entgangen ist! Beim KSC arbeiten Menschen ohne jeglichen Fußball erstand! Alle auf dem Egotrip!
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  •   melotronix
    (3095 Beiträge)

    05.03.2020 07:33 Uhr
    das kann man
    hinterher immer sagen. Auch der Herr Kwasniok könnte dieser Mannschaft keine neues Leben einhauchen.
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  •   sodbrenner59
    (660 Beiträge)

    05.03.2020 00:07 Uhr
    Joooooo.....
    ...do hat jemand des v verschwinde lasse! zwinkern
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  •   schwarzvoraugen
    (3333 Beiträge)

    04.03.2020 23:54 Uhr
    Die Spiele gehen aus
    wir haben nun so ziemlich gegen alle Clubs unten drin verloren, selbst zu Hause wichtige Punkte abgegeben.

    Ja, in Heidenheim kann man gewinnen, mit der richtigen Geisteshaltung, Leidenschaft und körperlichen Konstitution.

    An all diesen Eigenschaften fehlt es. Die Spiele gehen aus...
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  •   MACHTEL
    (172 Beiträge)

    04.03.2020 23:07 Uhr
    Abwaerts
    Wie kann man einen EICHNER der noch in der Lehre Leere steht zum Trainer machen.
    Wie einen Kreutzer Kreuz weiter beschaeftigen
    Wie eine 2. Mannschaft abmelden
    Wie die Jugend herunterwirtschaften
    Wie Prozesse ueber Prozesse fuehren
    Wie Kahns Schmitts Ruehls Schaefers Dohmens und viele andere verdiente ehrenhafte abekeln und verschmaehen.
    Wirtschaftsunternehmen als Heuschrecken bezeichnen und Grosssponsoren abschrecken
    Metzger zum Praesidenten waehlen und Jahre spaeter selber Fehler wiederholen Richtung Schlachtbank
    Der KSC kann das....
    Weiter so Loser Verein
    Dann wird das was....
    Habe fertig Schnauze voll
    Saarbruecken steht im Halbfinale mit einem Trainer Motivator und Klasse Torwart
    Wir im Regen
    Wie die ganze Pleiten Pech und Pannenstadt Karlsruhe mit Schulden ueber Schulden.
    Aus ists
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