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Karlsruhe KSC-Spieler Röser muss wieder Spielpraxis sammeln: "Manchmal dauert es eben etwas länger, bis man Leistung zeigen kann"

Auf die Leistungen des Karlsruher SC lohnt immer wieder ein genauerer Blick. Diesen wagt regelmäßig am Mittwoch Peter Putzing und rückt Erfolge der Profis in der exklusiven ka-news-Serie ins "KSC-Spotlight".

Martin Röser gehört zur - wohl teilweise richtig frustrierten - Fraktion der "Pechvögel". Weil er etliche Monate wegen Verletzung oder Erkrankungen seine Leistungsfähigkeit nicht abrufen konnte. Wie einige KSC-Kollegen. Man denke an Saliou Sané, Kyong-Rok Choi, Justin Möbius oder Marin Sverko.

Karlsruher SC beim Training, Herren, dritte DFB Liga, Saison 2018/2019, auf dem Kunstrasenplatz 3,  am 08.01.2019 in Karlsruhe (Wildparkstadion), Germany
Martin Röser (Karlsruher SC #11) nach dem Zweikampf mit Marc Lorenz (Karlsruher SC #7). | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Der gebürtige Pfälzer Röser, ein schneller Außenbahnspieler, kam in dieser Saison in der Startelf selten zum Zuge. Logisch, dass er daher selten seine Qualitäten zeigen konnte. Anfang Februar 2019 brachte er es in Zwickau auf elf Minuten Einsatzzeit. Dann: Monatelange Pause wegen eines Rippenbruchs.

Einwechslung gegen Meppen

Seine Bilanz bisher: Mager. 16 Einsätze über insgesamt 505 Minuten. Gerade einmal fünf Spiele stand der 28-Jährige, der aus Halle in den Wildpark kam, in der Startelf. Natürlich beschäftigt er sich mit seiner Situation, doch er erklärt immer wieder: "Wichtig ist am Ende der mannschaftliche Erfolg."

Martin Röser scheitert an Sven Müller
Martin Röser scheitert an Sven Müller. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Beim Sieg gegen Meppen durfte er endlich wieder mitmischen. Ab der 80. Minute kam er für Manuel Stiefler ins Team. Stiefler: "Ich wollte raus, es haben die Körner gefehlt. Martin saß draußen und ich wusste, dass er auf der Außenposition seine Sache gut macht." Stiefler hatte recht, Röser machte einen guten Job, fiel gar zwei mal auf.

Die Spielpraxis fehlt

In der 87. Minute stand er - frei vor dem Tor. Eigentlich ein sicherer Treffer. Vergangene Saison hätte der eigentlich coole, clevere und torgefährliche Röser dieses Tor wohl leicht und locker erzielt. Und jetzt? Da herrscht Verunsicherung. Da denkt er bei jedem Ballbesitz nach. Hin und wieder zu lange, hin und wieder fällt er dann die falsche Entscheidung. Zudem fehlen ihm die Automatismen. Und: Das so wichtige Selbstvertrauen. So auch in dieser Szene, als er am gut reagierenden Gästekeeper scheiterte.

Karlsruher SC - SV Meppen, 20.04.2019, Herren, Saison 2018/2019, 3.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Gelbe Karte kurz von Ende des Spiels für Martin Röser (KSC 11). | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Trainer Alois Schwartz war dennoch mit Rösers Kurzauftritt zufrieden. "Martin hat einen guten Job gemacht, hat gut gearbeitet", sagt der KSC-Coach gegenüber ka-news. Die Ansicht des Cheftrainers zur vergebenen Großchance: "Da muss er kurz ausholen, dann macht der Torwart einen Zappler - dann kann er den Ball locker reinschieben. Verständlich, dass es nicht so lief. Ihm fehlt die Spielpraxis und damit die Ruhe in solchen Situationen."

Gelbe Karte - und so "rettet" Röser den KSC

Schwartz nominierte Röser in den Kader, "weil ich einen Außenbahnspieler brauchte. Er hat es gut gemacht." Kurz vor Spielende kassierte der gebürtige Ludwigshafener noch eine Verwarnung. Berechtigt. Aber - gut für das KSC-Team. Denn Röser unterband durch dieses Foulspiel einen erfolgversprechenden Konter der Gäste.

Karlsruher SC - SV Meppen, 20.04.2019, Herren, Saison 2018/2019, 3.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Gelbe Karte kurz von Ende des Spiels für Martin Röser (KSC 11). | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Der 28-jährige Röser, der sehr selbstkritisch ist, beschreibt sich als einen "sehr kommunikativen Typ". Er weiß auch, dass er trotz allen Engagements, seine großen Stärken - Schnelligkeit und seine Torgefahr - noch nicht richtig ausspielen konnte. Er hofft, dass er gesund bleibt, und dass bald der Knoten platzt: "Manchmal dauert es einfach in einem neuen Verein etwas länger bis alles zusammen greift und man entsprechende Leistungen abliefert."

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  •   Mozzer
    (1864 Beiträge)

    24.04.2019 16:51 Uhr
    "Er kam ab....
    .....ab der 80. Minute und fiel gar zweimal auf".....meiner Meinung nach nicht sehr positiv. Von Röser und Sane bin ich mehr als enttäuscht. Wenn Sie mal eingewechselt wurden, kamen sehr wenig bis gar keine Impulse. Choi ist auch so ein Kandidat, wobei der wohl mehr Zuspruch bräuchte (wie einst Icke Hässler)....
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  •   Mitsch
    (112 Beiträge)

    24.04.2019 14:19 Uhr
    Sympathisch
    ...kommt Röser sicherlich rüber. Mit 28 ist er in unserem Team ja noch jung. Fußball soll doch Spaß machen! Wir brauchen Auswechselspieler, die an sich zu 100% glauben und überzeugt sind, um Druck auszuüben. Genau dann wird es aber halt doch zum Geschäft und manch einer verkrampft! Deshalb weiter hart an sich und zielgerichtet positiv arbeiten, dann wird es schon bald wieder besser werden! Kopf hoch!
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