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Karlsruhe KSC-Neuling Marco Djuricin lässt der Konkurrenz-Kampf im Team kalt: "Den hatte ich überall, das ist in diesem Geschäft normal!"

Er ist ein Weltenbummler, hat schon bei Hertha BSC Berlin, Jahn Regensburg, Ferencvaros Budapest, Red Bull Salzburg und FC Brentford gekickt - jetzt hat es Marco Djuricin nach Karlsruhe verschlagen. Was hält er von seiner neuen Heimat und wie kommt er mit der Konkurrenz im Kader zurecht? Peter Putzing hat mit dem 26-Jährigen gesprochen - in der exklusiven ka-news.de-Serie "KSC-Spotlight".

Eine Umstellung wird es ganz bestimmt: KSC Neuzugang Marco Djuricin lebte zuletzt zwei Jahre in Zürich - einer der bekanntermaßen lebenswertesten und schönsten Städte der Welt. Und jetzt heißt es für den technisch starken, schnellen und torgefährlichen Stürmer: Im beschaulichen badischen Karlsruhe zurechtkommen.

"Ich denke, ich werde mich hier wohlfühlen"

Das nimmt der 26-Jährige gelassen hin. "Ich bin in Wien geboren, habe in Berlin, London und in anderen großen Städten gelebt. Karlsruhe macht einen guten Eindruck. Ich denke, ich werde mich hier wohlfühlen. Ich weiß: Hier in der Region ist meist schönes Wetter, hier scheint oft die Sonne", sagt er und fügt hinzu: "Ich bin froh, dass ich wieder in Deutschland bin, da kenne ich mich aus."

Karlsruher SC - Herta BSC, 13.07.2019, Herren, Saison 2019/2020, 2.Liga, Fußball,  Blitzturnier, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Marco Djuricin (KSC 17) im Zweikampf mit Florian Baak (Herta BCS 29), Marvin Pourie (KSC 9) läuft mit Augenmaß an, gegen Vladimir Darida (Herta BCS 6) | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Zudem sei es in Karlsruhe preislich um einiges günstiger als in Zürich, "wenn man mit Kollegen einen Kaffee trinken geht." In der abgelaufenen Saison absolvierte der vielseitige Offensivspieler in der "Super League" in der Schweiz für Grasshopper Zürich 23 Spiele, erzielte dabei sechs Tore.

Ausgebildet wurde der Weltenbummler in Sachen Fußball bei Hertha BSC Berlin, stand auch schon in der zweiten Bundesliga bei Jahn Regensburg unter Vertrag. Zudem war er für Ferencvaros Budapest, Red Bull Salzburg und den FC Brentford aktiv.

Mit der Erfahrung kam die Ruhe

"Ich wäre vielleicht länger in Zürich geblieben, wenn nicht der Abstieg gekommen wäre. Als Fußballer hat man nicht immer alles in der eigenen Hand", meint Djuricin. Ein weiterer Grund für die Wechsel: Der 26 Jahr alte Stürmer habe als junger Spieler - beispielsweise bei Hertha Berlin oder Salzburg - zu wenig Geduld bewiesen.

"Ich bin nach England, denn es ist wohl der Traum eines jeden Profis mal in England zu spielen, obwohl ich wusste, dass es dort für mich, mit meiner Statur und meiner Spielweise, in diesem rustikalen Fußball schwer wird", erklärt er. "Dann wurde ich rumgereicht. Aber: Ich konnte Erfahrungen sammeln. Ich hatte viele Trainer, habe viel gelernt und in schönen Städten gelebt. Mit der Erfahrung kam auch die Ruhe", erklärt er.

Karlsruher SC - Herta BSC, 13.07.2019, Herren, Saison 2019/2020, 2.Liga, Fußball,  Blitzturnier, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Marco Djuricin (KSC 17) enttäuscht über seinen nicht gegebenen Tortreffer. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

In Zürich kam er durchweg als Mittelstürmer zum Einsatz. Trainer Alois Schwartz meint, Djuricin könne durchaus auch auf einer Außenbahn spielen. Damit hätte er kein Problem. "Das habe ich unter Trainer Thomas Doll bei Ferencvaros Budapest in Ungarn gespielt. Sieben, acht Monate waren das. Ich kam zwar auf dieser Position schon länger nicht mehr zum Einsatz, aber das sollte kein Problem sein." Doch im Blitzturnier überzeugte er als Partner von Marvin Pourié im Angriffszentrum, erzielte gegen Hertha BSC einen Treffer. 

Konkurrenz-Kampf ein Nachteil? Im Gegenteil!

Dass der Konkurrenz-Kampf im Angriff groß ist, dass mit Toni Fink, Marvin Pourié und Philipp Hofmann gleich drei Spieler im Kader stehen, die im Sturmzentrum in der Startelf stehen wollen, lässt ihn kalt. "Das ist doch gut so. Wir sollen doch viele Tore schießen, da ist es prima, wenn man qualitativ top besetzt ist", sagt Marco Djuricin.

 

 

"Viel Qualität und viel Auswahl - das ist doch für den Trainer super. Und so ist man sicherer, in der Saison vorne keine Sorgen zu haben. Wir spielen mit zwei Stürmern. Man weiß nie, was in einer Saison passiert. Da sind vier Angreifer im Kader wohl absolut notwendig. Konkurrenz ist normal."

"Ich bringe mich auch kämpferisch und läuferisch ein"

Der Konkurrenz-Kampf ist für ihn keine Belastung, sondern Motivation. Und vor allem: Nichts Neues! "Den Kampf hatte ich überall, das kenne ich, das ist in diesem Geschäft normal und ich habe überall gespielt", sagt er selbstbewusst.

Karlsruher SC - Herta BSC, 13.07.2019, Herren, Saison 2019/2020, 2.Liga, Fußball,  Blitzturnier, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Torchance für Marco Djuricin (KSC 17) gegen Rune Jarstein (Torwart Herta BCS 22) | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Djuricins Spielweise ist variabel. Er ist ein spielender Mittelstürmer, aber auch in Strafraumstürmer mit Torinstinkt. Seine Stärken nennt er selbst: "Meine Stärke ist das Eins-gegen-eins. Aber: Ich kenne die zweite Bundesliga, ich weiß wie es da zur Sache geht und bringe mich auch kämpferisch und läuferisch ein."

Trainer Schwartz lobt den Österreicher: "Marco ist ein belebendes Element, denn er ist viel unterwegs. Wenn wir in Ballbesitz kommen hat er gute Laufwege."

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  •   RainerBu
    (819 Beiträge)

    18.07.2019 13:15 Uhr
    Brot und Spiele
    ...alles nicht so ernst nehmen . Ist ne nette Unterhaltung der Fußball , mehr nicht. Wenige Spieler sind ihren Vereinen fünf,zehn oder mehr Jahre treu .Die Geschwindigkeit an personellem Wechsel gefällt mir nicht . Ist aber halt fast nur noch ein Geschäft .
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  •   sodbrenner59
    (295 Beiträge)

    18.07.2019 08:23 Uhr
    Joooooo.....
    Das ein Kaffee ( und andere Dinge ) in Zürich, und in der Schweiz generell mehr kostet....
    Dafür verdient man ja auch fast das 2-3 fache in der Schweiz, im Vergleich zu Deutschland! Alderle.....
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  •   Dobermann
    (103 Beiträge)

    18.07.2019 07:52 Uhr
    Wir werden lediglich "Sprungbrett" für ihn sein
    es kommt mir nicht so vor, dass er ein echter KSCler wird. Aber er wird Leistung bringen, für sich, nicht für den Club. Kurz vor Karriereende wird er nochmal versuchen sich anzubieten und besser bezahlende Vereine auf sich aufmerksam zu machen. Aber das ist in Ordnung so.. Das ist eine win-win Situation.
    Der neue Bus und die Beschriftung- GENIAL !!!!! Hat mir super gefallen.
    Ich bin zuversichtlich. Wichtig ist für mich die Pokalrunde, hier ist die Möglichkeit Geld in die Kassen zu spülen. Auf KSC.... den wir sind wieder wer !!
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  •   sodbrenner59
    (295 Beiträge)

    18.07.2019 08:19 Uhr
    Alter Falter..
    Jaja...mit 26 Jahren...kurz vor dem Karriereende! Sch klar.....
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  •   Dobermann
    (103 Beiträge)

    18.07.2019 11:17 Uhr
    Alter Falter....
    das war ein großer Fehler, ich hatte 31 Jahre im Kopf, und hab noch 2 Jahre KSC dazugezählt. OK sorry. Asche auf mein Haupt. Aber ansonsten mein Freund "Sodbrenner" wünsche ich Dir nur das Beste , wir waren vor Jahren immer dicke !! Grübel mal nach, dann weisst du wer ich bin... zur Zeiten vom Badebruddler etc. etc.
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  •   schwarzvoraugen
    (3221 Beiträge)

    18.07.2019 01:16 Uhr
    Der grossen Worte genug
    Leistung zeigen, 12 Tore machen, 12 vorbereiten.

    Dann wird das was.
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  •   Kurpfalz
    (53 Beiträge)

    17.07.2019 20:49 Uhr
    Guter
    Witz. Peinlich...da werden Städte wie Wien und Zürich genannt und sie wollen ein biederes Provinznest zur Weltstadt erklären...sie und ihre ständigen, sinnfreien Kommentare sind Ausdruck dieser Provinzialität...Es existiert übrigens eine Welt jenseits von ka-news und ihrer kleinen Residenz...
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  •   Schneekoenig
    (299 Beiträge)

    17.07.2019 21:43 Uhr
    Sinnesfrei...
    Du rotzt einen Kommentar raus, beleidigst Menschen völlig sinnesfrei. Ich kann nur den Kopf über so viel „Unwissen“ schütteln und dich für diesen erbärmlichen Kommentar bedauern.
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  •   Kurpfalz
    (53 Beiträge)

    17.07.2019 21:51 Uhr
    Liebe
    Schneekönigin, was ist denn "sinnesfrei"?
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  •   Schneekoenig
    (299 Beiträge)

    18.07.2019 01:06 Uhr
    Heimat
    ...wie dein Kommentar...ich kann keinen Sinn in deine Worten erkennen. Ich arbeite in der Schweiz, wohne hier und immer wenn ich nach Hause komme spüre ich, wie viel mehr mir der Himmel und seine Farben oder Weite, wenn ich mit meinem Schatz von Weingarten aus über die Rheinebene schaue zurückgibt. Zürich und Wien sind beeindruckende Städte wenn man zu Besuch ist. Der Putz bröckelt, wenn man dort lebt.
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