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Karlsruhe KSC-Neuling Dirk Carlson muss die Ellenbogen ausfahren: "Die zweite Liga ist richtig robust!"

Die Partie in Nürnberg begann für Dirk Carlson nicht gut. Der Ersatzmann von Damian Roßbach als Linksverteidiger wirkte anfangs etwas verunsichert. Auch am Durchsetzungsvermögen hapert es noch etwas. Kann sich der "Neue" dennoch im Kader gegen seinen Konkurrenten "Rossi" behaupten? Peter Putzing hat ihn in der exklusiven ka-news.de-Serie "KSC-Spotlight" gefragt.

Schon nach sieben Minuten verursachte der Luxemburger durch ein überflüssiges Foulspiel einen Freistoß für den FCN - in aussichtsreicher Position. Zum Glück für den KSC brachte der Schuss nichts ein.

Nach 23 Minuten ging der 21-Jährige in seinem Startelfeinsatz Nummer zwei übermotiviert, übereifrig in ein Duell mit dem abgezockten Nikola Dovedan. Der fiel im Strafraum. Die Folge: Elfmeter. Den nutzte Johannes Geis zur Führung der Nürnberger, Carlson schüttete den Kopf.

Dirk Carlson (KSC 23) schießt den Ball auf das Tor.
Dirk Carlson (KSC 23) schießt den Ball auf das Tor. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

"Beim Elfmeter kann man sich etwas geschickter anstellen"

Trainer Alois Schwartz beschönigte nichts, zeigte aber Verständnis für den jungen Mann, der aus Zürich ins Badische gekommen war. "Beim Elfmeter kann man sich etwas geschickter anstellen", so der KSC-Coach. "Man kann so angreifen, dass wir keinen Elfmeter bekommen. Aber: der Junge ist 21 Jahre alt. Er hat ein gutes Spiel gemacht. Die Mannschaft hat das aufgefangen und Dirk hat danach sehr ordentlich weitergespielt."

Dirk Carlson (KSC 23) beim Dehnen.
Dirk Carlson (KSC 23) beim Dehnen. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Carlson haderte nicht allzu lange, konzentrierte sich auf seinen Job und machte den ordentlich. Keine Überdinge - sicher und souverän spielte er, versuchte hin und wieder das Offensivspiel der Badener über links anzukurbeln.

Zweikampfhärte und Durchsetzungsvermögen sind ausbaufähig

Auf einem Gebiet musste Carlson Lehrgeld bezahlen: Beim Zweikampfverhalten. Gewann er gegen Sandhausen noch 40 Prozent seiner Duelle, waren es in Nürnberg noch 29 Prozent. Man merkte, dass es doch ein enormer Sprung ist aus dem Reserveteam der Grasshopper von Zürich hinein in die zweite Bundesliga.

Dirk Carlson
Dirk Carlson | Bild: Hammer Photographie

In Sachen Zweikampfhärte, Durchsetzungsvermögen in den direkten Duellen ist Luft nach oben. Seine Feststellung "Die zweite Liga ist richtig robust" trifft den Nagel auf den Kopf. Aber: Einsatz und Engagement stimmen absolut. Carlson, der in den USA geborene Sohn eines US-Amerikaners und einer Luxemburgerin mit spanischen Wurzeln, spulte bei jedem Startelfeinsatz mehr als zehn Kilometer ab.

"Der Bessere soll spielen"

Natürlich hofft er gegen Heidenheim im Team zu bleiben, weiß aber auch, dass mit Damian Roßbach ein starker Konkurrent da ist: "Schade, dass 'Rossi' verletzt ist. Ich hoffe es geht ihm bald besser. Der Konkurrenzkampf tut uns beiden gut, wir pushen uns gegenseitig. Der Bessere soll spielen. Wenn 'Rossi' besser trainiert, soll er spielen, wenn ich besser trainiere - dann ich. Aber: Das ist Trainerentscheidung."

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  •   Rundbau-Gespenst
    (12875 Beiträge)

    25.09.2019 13:55 Uhr
    so, so, so - und seine Abschußquote liegt etwa bei
    11 anerkannten Abschüssen bei einem durchschnittlichen Munitionsverbrauch von 3,5 Litern Flüssigkeit am Tag.

    grinsen
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1 Beiträge)

    25.09.2019 10:14 Uhr
    Roßbach
    hat in Osnabrück genauso einen unnötigen Elfer verursacht.
    Nur zur Erinnerung.....
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  •   RainerBu
    (1442 Beiträge)

    25.09.2019 10:13 Uhr
    guter Junge
    so grundsätzlich . Gegner im 16er abgrätschen war natürlich nicht optimal. Er trifft zwar den Ball aber heutzutage wird ja zu viel gepfiffen.Fällt der Gegner mit um gibts fast immer nen Elfer.
    Kollege hats ja aber mit dem 1:1 wieder korrigiert.
    Genauso glaube ich an Kobald, der leider noch nicht so randarf. Muss wohl warten bis Ältere abdanken (die in der Abwehr zu langsam werden).
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