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Karlsruhe Begeisterung über Leistung bei der Startelf-Premiere des KSC-Youngster Janis Hanek: "Der Junge kann stolz sein"

Die Gelbsperre von Marvin Wanitzek war die Chance für Janis Hanek: Er bekam von Trainer des Karlsruher SC, Alois Schwartz, die große Chance, von Beginn an das Spiel gegen 1860 München zu gestalten. Eine Aufgabe, die er mit Bravour löste, wenn es nach seinen Mannschafts-Kameraden geht.

Vor der Partie wurde Janis Hanek gefragt, ob es ihn negativ beeinflussen könnte, dass er auf einer Baustelle spielen muss. Er antwortete selbstbewusst und cool: "Da schau ich nicht drauf, ich konzentriere mich auf das Spiel."

Als er auf das Spielfeld lief, da war er nicht mehr ganz so cool, sondern schon ein wenig blass. Man sah dem Jungtalent des KSC die - absolut verständliche - Nervosität an. Doch als der Mittelfeldspieler nach dem Schlusspfiff des 3:2 Sieges gegen 1860 München in Richtung Kabine ging, hatte er ein leichtes, zufriedenes Lächeln im Gesicht. Er wusste: Das Startelfdebüt war richtig gut gelungen. Vielleicht hätte er ganz gerne etwas zu seiner starken Leistung gesagt, aber Trainer Alois Schwartz fand es besser, dem jungen Mann den Medienrummmel zu ersparen. Nachvollziehbar.

Mit der Spielzeit stieg die Souveränität

Hanek war enorm laufstark, ging von Beginn an ohne Scheu in die Zweikämpfe, hatte ein gutes Stellungsspiel. Mit zunehmender Spieldauer agierte er immer abgeklärter, immer sicherer und souveräner, attackierte den Gegner immer früher. Hilfreich beim Debüt: Die Unterstützung der Teamkollegen. Egal ob Kapitän David Pisot, Mittelfeldkollege Manuel Stiefler oder der Toptorschütze Marvin Pourié: Alle halfen ihm, alle munterten auf und lobten das KSC-Eigengewächs.

Hanek (ganz links) hier beim Torjubel mit seinen Mannschafts-Kollegen. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Die Teamkollegen äußerten sich durchweg positiv über den Auftritt des gebürtigen Rastatters. Torjäger Marvin Pourié zu Hanek: "Für ein Startelfdebüt hat Janis es überragend gemacht. Er hat sich reingeschmissen, ging in jeden Zweikampf. Er hat gegen Grimaldi - und der ist zwei Köpfe größer - ein Kopfballduell gewonnen. Der Junge kann stolz sein. Er hat eine Menge dazu beigetragen, dass wir die drei Punkte im Wildpark behalten haben."

"Wir können uns auf ihn verlassen"

Auch Kapitän David Pisot lobte den Auftritt des ruhigen, zurückhaltenden und enorm ehrgeizigen Hanek, den er im Spiel immer wieder aufmunterte und unterstützte: "Janis hat es sehr gut gemacht. Das, was wir von ihm erwartet haben, das was ihm der Trainer vorgegeben hat, hat er eins-zu-eins umgesetzt. Es ist schön zu wissen, dass man einen jungen Spieler hat, der immer einspringen kann. Wir können uns auf ihn verlassen. Das ist wichtig. Kompliment an Janis."

Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Doch am wichtigsten ist der Eindruck, den Hanek beim Cheftrainer hinterließ. Und auch Schwarz war voll des Lobes für den Youngster: "Man muss sehen: Es war sein erstes Spiel vor solch einer Kulisse - mit 19 Jahren, mit diesem Druck so zu spielen, das war gut. Am Anfang war Janis etwas unsicher, dann fand er über jeden Zweikampf Sicherheit, jedes gewonnene Duell war für ihn ein Bonus", so der KSC Coach, der verriet, was er dem Ex-KSC-Jugendspieler vor der Partie erklärte: "Ich habe ihm gesagt, er muss so spielen, dass der Gegner ihn hasst, weil er immer da ist, weil er immer dazwischen geht. Er musste keinen Gegner ausspielen, sondern immer da sein. Diese Aufgabe hat er hervorragend gelöst."

Nur in der zweiten Hälfte ging dann die Kraft aus

Schwartz verriet auch etwas Internes: "Als Janis klar war, dass er anfangen wird, merkte man ihm die Nervosität an. Manuel Stiefler hat ihm sofort vom Anpfiff an im Mittelfeld gut geholfen. Die Mannschaft hat ihm gezeigt, dass sie Vertrauen in ihn hat. Janis hat seine Sache sehr ordentlich gemacht, bis ihm in der zweiten Halbzeit bisschen der Sprit ausging. Da wurde die Fehlerquote höher."

Trotz der Lobeshymnen ist es gut möglich, dass Hanek in Großaspach wieder auf der Bank Platz nehmen muss. Denn die Sperre von Marvin Wanitzek ist dann abgelaufen. Der Stammspieler und Freistoßspezialist wird wohl für Hanek in die erste Elf zurückkehren. Sollte das so sein - lässt es Schwartz nicht kalt. "Natürlich tut es mir leid. Aber es tut mir auch weh, Leute zuhause lassen zu müssen, weil der Kader nur 18 Spieler umfassen darf. Jemand draußen lassen zu müssen, das ist mit das Schwierigste am Trainerjob."

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Kommentare (4)
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  •   andi-b7
    (2890 Beiträge)

    29.11.2018 19:51 Uhr
    einfach TOP weiter so und nicht den Kopf voll labern lassen
    von "sogenannten" Spielerberater .Einfach weiter Leistung bringen dann klappt es auch mit dem Stamm.
    grinsen
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  •   Mozzer
    (1851 Beiträge)

    29.11.2018 15:13 Uhr
    Dem Jungen...
    ....sollte man mehr Einsatzzeiten gönnen, ohne Ihn aber zu verheizen....
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  •   Mitsch
    (102 Beiträge)

    29.11.2018 14:15 Uhr
    Glückwunsch
    Wir brauchen den Nachwuchs aus unserer Jugend und der Region, der sich voll und ganz mit dem KSC identifizieren kann, kampfstark, schnell und flexibel einsetzbar ist. Wir haben trotz Hoffenheim, Freiburg und Stuttgart großes Potential und tolle Jugendspieler. Weiter so Janis Hanek und Tim Kircher! Ihr steht für die Zukunft und die Ziele des KSC!
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  •   Badenstolz
    (1115 Beiträge)

    30.11.2018 08:00 Uhr
    Richtig Mitsch ,
    aber , diese Jungs brauchen dann auch Einsatzzeit ... dieser Hanek zB. hat sich durch seine gute Leistung gegen 60ig einen weiteren Starteinsatz verdient (vorausgesetzt er hat nicht völlig enttäuscht unter der Woche im Training) ... hier ist nun Alois gefordert das umzusetzen , im Fall Kircher wurde das zuletzt vom Trainer ja nicht so gehalten - durchaus möglich das sich sowas negativ auf solch junge Talente auswirkt .
    Leistung muss sich auszahlen ... mit verheizen hat das im übrigen nix zu tun !!
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