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Karlsruhe 50 Spiele als KSC-Trainer: Alois Schwartz "feiert" Jubiläum im Wildpark - ein Rückblick

Eigentlich wäre nach dem 5:0-Sieg des KSC gegen Preußen Münster eine Feier fällig gewesen, war er doch für Trainer Alois Schwartz gleichzeitig ein Jubiläum: Es war sein 50. Spiel als KSC-Cheftrainer. Vor knapp eineinhalb Jahren wechselte der ehemalige Sandhausen-Coach in den Wildpark und zeigte den Blau-Weißen den Weg raus aus der Versenkung - Überheblichkeit sucht man bei ihm deswegen aber vergeblich.

Am Dienstag, 29. August 2017, wurde es offiziell: Alois Schwartz ist der neue Trainer des KSC. In dieser Zeit hat "Alu" seine Mannschaft flott gemacht und 99 Punkte gewonnen. Rund zwei Zähler im Schnitt - eine blendende Bilanz. Aber: Der 51 Jahre alte Coach feierte nicht, er bereitet das Team auf die Partie in Halle vor. Mit Erfolg. Der KSC gewann 3:0 - die blendende Bilanz von Schwartz wurde sogar noch besser. 

Schwartz ist kein Lautsprecher

Bodenständig, pragmatisch, direkt: Der KSC-Coach hat Erfolg mit seinem Trainings-Konzept. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Aber: Jubiläums- oder Bilanzfeier? Unwichtig. Tabellenführung inklusive Herbstmeisterschaft? Unwichtig. Für Schwartz zählt immer "das nächste Spiel, und das wird schwer, denn in dieser Liga ist jedes Spiel schwer", so das Credo des Ex-Bundesligaspielers. Schwartz absolvierte 85 Bundesliga-Spiele für die Stuttgarter Kickers und den MSV Duisburg, dazu 128 Zweitliga-Einsätze für Stuttgart und Waldhof.

Der KSC-Coach ist ein steter Mahner. Immer warnt er vor dem Gegner, sorgt damit und mit seiner Bodenständigkeit zwar nicht für plakative Schlagzeilen - ist aber schlicht und einfach im Recht. Schwartz ist kein Lautsprecher. Ein flotter Spruch? Von ihm ist der selten zu hören. Er sieht sich nicht als Entertainer, sondern als Pragmatiker, als nüchterner Arbeiter - als Trainer. Die Mannschaft ist der Mittelpunkt. 

"Mister Kontinuität"

"Das Leistungszeugnis der Mannschaft, 38 Punkte nach 19 Spielen, ist hervorragend. Aber darauf ruhen wir uns nicht aus, das wird noch ein harter Weg." Öffentliche Kritik: Nicht sein Ding. Intern legt er im direkten Gespräch schon mal den Finger in die Wunde - zeigt Schwächen und Fehler deutlich auf. 

Der Chef-Trainer findet auch bei Fehlern und Schwächen klare Worte. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Schwartz ist der "Mister Kontinuität!" Zehn Jahre war er Profi bei den Stuttgarter Kickers, war schon mit 23 Jahren Kapitän. Rund sechs Jahre trainierte er den Nachwuchs des 1. FC Kaiserslautern, fünf Jahre war er in Pfullendorf. Seit 20 Jahren ist er mit seiner Frau Jutta verheiratet, lebt in Mannheim. Im Zentrum im Eigenheim dort oft: Bailey, sein Hund. Ein Australian Shepherd, mit dem er gerne lange spazieren geht.

"Ballermänner" statt "Bollwerk"

"Alu" gibt den Spielern Vertrauen - lässt auch einmal ein, zwei schwächere Auftritte zu, ehe er wechselt. Seine Spieler zahlen dieses Vertrauen mit Einsatz, Engagement - mit guter Leistung zurück. Man denke an den zuvor öfters glücklosen Marvin Pourié, der im Wildpark großartig glänzt.

Schwartz gewährt seinen Spielern auch gerne einen Vertrauensbonus. | Bild: Tim Carmele | tmc-fotografie.de

Der Fußball von Schwartz steht nicht nur für eine funktionierende Defensive. Der Coach hat aus dem "Badischen Bollwerk" der vergangenen Saison inzwischen die "Badischen Ballermänner" geformt. Umso überraschender, weil das KSC-Team vor der Saison fünf Leistungsträger verlor. Schwartz machte sich für Verpflichtung von Akteuren stark, die er kannte: Marco Thiede, Damian Roßbach, Manuel Stiefler aus Sandhausen und Pourié aus gemeinsamen Zeiten in Kaiserslautern. Allesamt sind Stammspieler - allesamt Volltreffer.

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Kommentare (9)
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  •   RainerBu
    (758 Beiträge)

    05.01.2019 18:11 Uhr
    am Ende
    liegts an den Toren.Hoffen wir dass Pourie und Fink weiter treffen und falls nicht, andere die Lücke schließen. Nur dann wird es reichen.
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  •   Mitsch
    (86 Beiträge)

    04.01.2019 21:56 Uhr
    Er ist der wirklich Richtige
    ...zur richtigen Zeit am richtigen Ort!
    Weiter so, wir hätten zum damaligen Zeitpunkt keinen besseren bekommen können. Er hat nach dem „Slomka“ Größenwahnsinn wieder alle intern und extern geerdet!
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  •   malerdoerfler
    (5264 Beiträge)

    04.01.2019 18:46 Uhr
    Und dieser Trainer
    scheint ja auch der richtige für diese Mannschaft zu sein - und ich sehe in der kommenden Saison mal wieder Zweitligafußball in Karlsruhe.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11132 Beiträge)

    03.01.2019 18:30 Uhr
    auf die nächsten
    150 !!!
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  •   Eckfaehnchen
    (2681 Beiträge)

    07.01.2019 14:17 Uhr
    Mit uns
    als Unterstützer !!!
    KSC for ever.
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  •   Lipa
    (806 Beiträge)

    03.01.2019 18:28 Uhr
    Positive Berichte
    ist ist sehr schwer im Forum mal etwas einfach zuzulassen: Positive Berichte.
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  •   Mozzer
    (1839 Beiträge)

    03.01.2019 16:47 Uhr
    Wir hätten es...
    ....mit einem anderen Trainer auch schlechter treffen können......ohne den unbedingten Willen des Teams geht es nicht und da scheint er gerade den Nerv zu treffen.
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  •   schwarzvoraugen
    (3141 Beiträge)

    03.01.2019 14:57 Uhr
    Bei so viel Superlative
    kann am Ende der Saison nur der Direktaufstieg stehen. Alternativlos.
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  •   Hartz4Bomber
    (619 Beiträge)

    03.01.2019 18:39 Uhr
    Daran, und nur
    daran, wird er sich messen lassen müssen.
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