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Karlsruhe Unentschieden ist zu wenig: KSC steigt in 3. Liga ab

Der Karlsruher SC muss den bitteren Gang in die Drittklassigkeit antreten. Am Montagabend erreichten die Badener im Relegations-Rückspiel gegen den SSV Jahn Regensburg nur ein 2:2 (1:1)-Unentschieden.

Der KSC, diesmal mit Klemen Lavric (für Marco Terrazzino) und Makhtar Thioune (für Hakan Calhanoglu) in der Startformation, versuchte von der ersten Minute an das Geschehen in die Hand zu nehmen. Gegen tief stehende Regensburger tat man sich aber schwer, wirkliche Offensivgefahr zu entwickeln.

Die beste Möglichkeit zur Karlsruher Führung vergab Lavric in der 16. Minute, als er eine halbhohe Hereingabe von Thioune volley in den Karlsruher Abendhimmel beförderte. Fünf Minuten später ging ein Schuss von Sebastian Schiek knapp am Torpfosten vorbei (21.). Eine weitere Möglichkeit vergab Elias Charalambous (25.).

Hein schockt KSC - Lavric schlägt zurück

Wer so fahrlässig mit seinen Chancen umgeht, der wird gerne bestraft. Der KSC kennt diese Erfahrung aus der abgelaufenen Saison nur zu gut und auch Regensburg nutzte seine Chance. Ein satter Schuss von der Strafraumgrenze und plötzlich stand es 0:1 im Wildparkstadion. Oliver Hein war in der 28. Minute der Torschütze.

Die Führung für den Außenseiter hatte aber nur wenige Minuten Bestand: Nach Flanke von der linken Seite war Lavric zur Stelle und erzielte mit dem Kopf den 1:1-Ausgleich (32.).

Das Wechselbad der Gefühle ging zum Beginn der zweiten Halbzeit weiter: Nach Niedergeschlagenheit und Hoffnung waren es nun aber Glücksgefühle und Erleichterung, was die KSC-Fans verspürten. Nach einem Eckball von Pascal Groß verlängerte Elias Charalambous den Ball mitdem Kopf über SSV-Keeper Michael Hofmann hinweg zum 2:1 (55.).

Die Freude hielt gerade einmal zehn Minuten. Nach einem Eckball traf Andreas Lauritio zum 2:2 (67.). In den Schlussminuten wurde es noch einmalhektisch, der KSC warf alles nach vorne, ein Tor wollte trotz zweifacher Überzahl (Erfen sah Gelb-Rot, Müller Rot) aber nicht mehr gelingen.

Aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore steigt Regensburg damit in die zweite Fußball-Bundesliga auf. Ein bitterer Abend für den KSC und seine Fans, für die es in der Saison 2012/13 damit Heidenheim statt St. Pauli oder 1860 München heißt.

Aufstellung Karlsruher SC: Orlishausen - Schiek, Aquaro, Rada, Charalambous - Groß, Staffeldt (75. Ngwat-Mahop)- Thioune (71. Terrazzino), Krebs (85. Calhanoglu) - Iashvili, Lavric.
SSV Jahn Regensburg: M. Hofmann - Ziereis, Neunaber, Nachreiner, Binder (46. Erfen) - Laurito, J.-P. Müller - Alibaz (72. Schlauderer), Hein, Klauß (60. Kialka) - Schweinsteiger.

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Kommentare (243)
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  •   Malefiz
    (4616 Beiträge)

    15.05.2012 11:49 Uhr
    Wenn man der Rhein Neckar Zeitung
    von heute glauben kann, hat der SV Sandhausen schon die Krallen
    nach Gross und Terrazino ausgestreckt. Die soll der Teufel holen,
    wenn die die Beiden vom KSC weglotsen.
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  • unbekannt
    (28 Beiträge)

    15.05.2012 09:46 Uhr
    Das einzig positive
    (mit der Hoffnung/Wissen dass sich Geschichte wiederholt) ist doch, dass 2001 der Abstieg für uns der Neubeginn war. Genauso leere Kassen, genauso ein großer Spielerabgang. Aber alle haben an einem Strang gezogen, man hat endlich wieder GEFÜHLT was es heißt zu siegen und die Tabelle von Oben anzusehen. Und das hat uns bis in die 1. Liga geführt.
    Leider wurde das von oben wieder eingerissen, aber ob sich die Geschichte an der Stelle wiederholt, dass können wir dann in 4 Jahren beurteilen.
    Jetzt würde ich wirklich sagen: Mund abwischen, eine gute Mischung zwischen erfahrenen und jungen Spielern finden und auf gehts!
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  • unbekannt
    (1115 Beiträge)

    15.05.2012 09:21 Uhr
    bravo..
    das Pack hat es sogar in die überregionale Presse geschafft!

    tolle Bilder aus KA..
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  •   kscgrufti
    (3703 Beiträge)

    15.05.2012 09:34 Uhr
    Der Pressesprecher
    der Polizei ist aber auch einer, der dumm labert, weder Mannschaft noch Fans haben sich 2. ligatauglich gezeigt. Ich liebe diese Verallgemeinerungen, die brauchen sich dann net wundern, wenn sie auch alle über einen Kamm geschoren werden, wenn sich mal einer daneben benimmt.25.000 echte Fans haben sich gestern sehr wohl als 2.ligatauglich erwiesen.
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  •   ongi
    (371 Beiträge)

    15.05.2012 08:52 Uhr
    Es ist vollbracht!
    Dies gestern war die bittere aber vollkommen logische Konsequenz einer absolut verkorsten Saison, falscher Personalentscheidungen und einer "Vereinsführung" die den Namen nicht verdient hat.
    Ich bin zutiefst enttäuscht und verletzt und möchte hiermit die Verinsführung zum Rücktritt auffordern!
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  • unbekannt
    (5582 Beiträge)

    15.05.2012 09:08 Uhr
    ich verstehe
    was du meinst ongi ABER ich bin der festen überzeugung, dass uns ein KSC präsident,der es vielleicht schafft OB zu werden in KA, noch sehr sehr wichtig sein kann. ich denke du verstehst was ich damit meine.
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  •   ongi
    (371 Beiträge)

    15.05.2012 09:17 Uhr
    Die Pilarsky-Millionen
    konnten uns auch nicht vor dem Abstieg retten. Ebenso wenig bin ich der Überzeugung, dass ein Herr IW den KSC weiter bringt, sondern dieses Amt nur als Karriereleiter ausnutzt. Für die Fehlentscheidungen im Management und dem damit verbundenen Gang in Liga 3 MUSS es zwingend personelle Konseqenzen in der Vereinsführung geben!
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  •   wolkenschauer
    (1350 Beiträge)

    15.05.2012 09:45 Uhr
    Wellenreuther - karrieregeiler Versager !
    Wobei es ja mittlerweile - hier glücklicherweise - nur nach dem Versuch aussieht. Ich hoffe, dass dieser Schnösel sowohl der Stadt als auch dem KSC möglichst schnell abhanden kommt.

    Ewig Treue gefallen sich offensichtlich in der unmündigen Knechtschaft lantent korrumpierter Politik. Siehe die Instrumentierbarkeit von KSC-Promis für Ingo seinen Wahlhaufen bei der OB-Kandidaten-Wahl.

    Karlsruhe und der KSC haben alles andere nötig, als Karrieristen, Trittbrettfahrer, Egozentriker und Geldverbrenner.

    IW hat sich bisher bei seiner pers. Karrieplanung mit ziemlich ominösem, ruchhaften Vorgehen - das ich für charakterlos-schäbig halte - durchgesetzt und beim KSC im Ergebnis bisher mit verbrannten Millionen nichts, ausser einem weiteren Abstieg bewirkt. Seine Selbstdarstellung als Retter, Messias von KSC und Stadt ist angesichts der Fakten peinlich. Eine neues Stadion ist angesichts der Realitäten und wesentlich wichtigerer Notwendigkeiten Verbrennung der dazu AUCH nötigen öff. Gelder.
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  •   wolkenschauer
    (1350 Beiträge)

    15.05.2012 09:58 Uhr
    ...
    Mit Welle wird es mit der Stadt, was Lebensqualität, Schönheit, Ausstrahlung zugunsten von desaströs geplanten Mega-Projekten angeht nur noch beschleunigter als mit Fehnrich und beigelackten Konsorten abgehen. Für eine gute, verantwortbare, nachhaltg-entwicklungsfähige Zukunft, werden mit dieser Person -sollte sie weiter so herausgehoben werkeln dürfen wie bisher- bei Stadt und KSC Pflöcke eingeschlagen und Abhängigkeiten (Seilschaften) geschaffen, die diese Zukunft verbrennt. Ein Anfang ist mit dem Abstieg des Traditionsclubs KSC sichtbar - verbrannte Millionen, völlige Abhängigkeit von einem Geldgeber, samt den Folgen bei ausbleibendem Erfolg. Beim KSC sollten mal parteiferne Verhältnisse eingehen. Eine KSCDU braucht niemand ! traurig
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  • unbekannt
    (5582 Beiträge)

    15.05.2012 10:09 Uhr
    jaja,
    schreib nur weiter...
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