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Paderborn KSC mit dritter Nullnummer in Folge - Nach ruhenden Bällen klingelt es!

Der Abwärtstrend beim Karlsruher SC hält an. Beim SC Paderborn hatten die Badener im Duell der "Krisenklubs" mit 0:2 (0:0) das Nachsehen und kassierten damit zum dritten Mal in Folge eine Niederlage.

Markus Kauczinski machte die Ankündigung amSamstagnachmittag wahr und stellte gegen die bis dato zuhause noch ohne Sieg dastehenden Ostwestfalen seine Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche personell dreimal um. Auch das System änderte sich, Grischa Prömel agierte alleine im defensiven Mittelfeld. Dafür sollten offensiv Mohamed Gouaida und Gaetan Krebs gemeinsam mit Hiroki Yamada und Manuel Torres für mehr Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgen.

Die Überlegungen schienen zunächst Früchte zu tragen, Yamada hatte nach Zuspiel von Pass die erste gute Abschlusschance. Doch der Japaner scheiterte an SCP-Torhüter Lukas Kruse, der mit dem Fuß zur Stelle war und den Ball parierte (11. Spielminute).Es sollte zugleich die letzte große Möglichkeit der Gäste sein, denn immer häufiger schlichen sich anschließend Fehler ins KSC-Spiel ein. Fast folgenschwer der Ballverlust von Yamada in der 21. Minute: Im Mittelfeld und alle Spieler vor sich in der gegnerischen Hälfte, ließ sich der Karlsruher das Spielgerät viel zu leicht von Süleyman Koc abnehmen. Glück für die Badener, dass dieser alleine auf Torhüter Dirk Orlishausen zulaufend, nicht kaltschnäuzig genug agierte.

Hoheneder trifft Ex-Verein mitten ins Mark

Vier Minuten später die nächste gute SCP-Chance, erneut mit großer Unterstützung des Gegners: Nach einer Flanke von Marcel Ndjeng brachte Enrico Valentini mit einem Kopfball einen eigenen Keeper in Bedrängnis (26.)! Marvin Bakalorz köpfte nach rund einer halben Stunde freistehend aus elf Metern neben das KSC-Tor. Die Defensive der Gäste hatte bis zur Pause alle Hände voll zu tun, hielt trotz einiger Wackler aber das torlose Remis. Dies sollte sich kurz nach der Pause ändern: Kevn Stöger brachte einen Freistoß in den Strafraum und fand dort Niklas Hoheneder. Der ehemalige Karlsruher Verteidiger ließ sich diese Chance nicht nehmen und köpfte in der 51. Spielminute zur durchaus verdienten Führung für Paderborn ein. 

Hatte Kauczinski bereits zur Pause Dimitrij Nazarov für Yamada gebracht, wechselte er nach einer Stunde bereits zum zweiten Mal: Boubacar Barry kam für Krebs. In der Vorwärtsbewegung passierte im zweiten Spielabschnitt aus Sicht der Gäste aber weiterhin zu wenig. Dazu zeigte sich der KSC beim Umschalten von Offensive zur Defensive häufig einen Schritt zu langsam. So baute man den Gegner, bei dem im Vorfeld Trainer Markus Gellhaus bereits als angezählt galt, weiter auf.

Wahl versetzt KSC den "Todesstoß"

Nach 73 Minuten bekamen die Karlsruher dann doch noch die Chance zum Ausgleich, fand aber im wenig beschäftigten Kruse seinen Meister: Nach Zuspiel von Erwin Hoffer kam Enrico Valentini an den Ball, Kruse zeigte sich wie schon gegen Yamada in der ersten Halbzeit bei diesem strammen Schuss reaktionsschnell. Doch für den KSC war es das richtige Signal: In der Schlussphase gab es nur noch den Weg nach vorne. Das zeigte auch Kauczinski mit seinem letztenWechsel: Pascal Köpke kam für Gouaida (76.). Das brachte auch eine Systemumstellung mit sich, die Karlsruher agierten nun mit zwei Sturmspitzen. 

Es war nun ein offener Schlagabtausch, denn auch Paderborn kam noch das ein oder andere Mal zum Abschluss. Wie sollte es letztlich anders sein: Wieder eine Standardsituation, wieder ein Gegentor. Nach einer Ecke markierte Innenverteidiger Hauke Wahl per Kopf das 2:0 für die Gastgeber und den endgültigen "Todesstoß" für den KSC. Zeit zum Wunden lecken bleibt dieses Mal kaum für die Kauczinski-Truppe: Bereits am Dienstag muss man wieder ran, wenn Fortuna Düsseldorf ins heimische Wildparkstadion kommt. Anpfiff der zweiten Partie dieser englischen Woche ist um 17.30 Uhr.

Aufstellung SC Paderborn 07: Kruse - Ndjeng, Hoheneder, Wahl, Hartherz (62. Brückner) - Bakalorz, Kirch - Koc, Stöger (85. Saglik), Bickel (76. Vucinovic) - Proschwitz.
Karlsruher SC: Orlishausen - Valentini, Gulde, Mauersberger, Sallahi - Prömel - Torres, Krebs (62. Barry), Yamada (46. Nazarov), Gouaida (76. Köpke) - Hoffer.

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Kommentare (169)
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  •   kscler
    (33 Beiträge)

    21.09.2015 10:18 Uhr
    lasst mal die Kirche im Dorf...
    sportlich ist die Situation sicher alles andere als akzeptabel.
    Aber da kämpfen wir uns raus, wenn alle Ruhe bewahren.
    Finanziell ist die Situation so gut wie noch nie in den letzten 15 Jahren. Das ist erst mal das wichtigste auf lange Sicht ! Hätten wir die ganzen Transfer-Millionen in Spieler investiert wäre das Geschrei noch größer. Egal was der KSC macht, irgendwas gibt es immer zu kritisieren. So ist es eben wenn man in der Öffentlichkeit steht. Jetzt lasst den Verein bis zur Winterpause machen, dann muss man sehen wo man steht. Gut Ding braucht Weile, aber nicht bis zum 34. Spieltag zwinkern
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  •   wildparker
    (38 Beiträge)

    21.09.2015 11:04 Uhr
    Mit Ruhe bewahren
    hat man in KA so seine Erfahrungen. Beim letzten Erstligaabstieg mit Raase, Dohmen und Becker hörte man nichts anderes.

    Ruhet in Frieden.
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  •   Solare
    (411 Beiträge)

    21.09.2015 08:40 Uhr
    Opa
    Der Artikel war noch nicht fertig, falschen Knopf gedrückt.
    Wollitz wurde selbst in der Regionalliga entlassen und keiner will in mehr als Trainer.
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  •   BadenEnte
    (196 Beiträge)

    21.09.2015 08:24 Uhr
    Kaucz und die 13?
    Kann es eventuell sein, dass der Trainer eventuell selbst bei den 13 abwanderungswilligen dabei war? Dies würde zumindest diese Teilnahmslosigkeit gegen Union erklären. Vielleicht ist er ja selbst beleidigt... und der Spruch in der BNN .. es gibt ja noch weitere finanzschwache Vereine..??
    Weiss jemand was?
    Ansonsten bin ich nun auch für einen Wechsel - nur wer sollte kommen?
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  •   Schlabbe
    (125 Beiträge)

    21.09.2015 10:01 Uhr
    Gute Idee,
    Badenente! Das hört sich durchaus plausibel an und würde Einiges erklären. Immerhin hat er sich am Samstag ein paar Mal mühsam aus seinem Gartenstuhl rausgequält. Geholfen hats nicht. Alla, und Tschüss, spätestens morgen. Außer der KSC gewinnt, dann geht das Elend weiter.
    Nachfolger? Wollitz, den sie alle "Pele" rufen? Der Mann mit den dicken Schals. Lasst ihn besser bei sport1 weiter nuscheln.
    Was ist mit Mehmet Scholl? Hat bisher (bei Bayern) auch nicht viel gerissen, hat aber wohl Ahnung - und spricht auch den heimischen Slang. Aber will der aus München weg?! Aus dem Paradies in die badische Hölle? Frohge koscht nix.
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  •   BadenEnte
    (196 Beiträge)

    21.09.2015 10:10 Uhr
    Scholl? Ehdo ?
    @Schlabbe
    koi schlechte Idee!
    http://www.tz.de/sport/fc-bayern/fc-bayern-muenchen-mehmet-scholl-will-wieder-trainer-arbeiten-5498894.html

    Und unser Ehdo Becker? (war nur Spaß grinsen
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12254 Beiträge)

    21.09.2015 08:47 Uhr
    "nur wer sollte kommen?"
    frag mal bei SVA nach, der macht dovh den Job mit links !

    grinsen
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  •   schwarzvoraugen
    (3888 Beiträge)

    21.09.2015 16:10 Uhr
    Aus weiter Entfernung
    werde ich über Facetime und Skype mehr Präsenz ausstrahlen als Super Coach und sein Assi wenn diese beide im Raum sind.

    Weiss nun echt nicht ganz ob ich darauf wirklich stolz sein kann/soll. Super Coach jedenfalls sollte diese Herausforderung zu denken geben.
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  •   melotronix
    (3397 Beiträge)

    21.09.2015 07:55 Uhr
    oh mein Gott...
    ...nochmal. Was soll ein anderer Trainer mit diesem "Sauhaufen" anfangen? Es liegt nicht am Übungsleiter. Man stelle sich vor...für Kaucze Gehalt bis Vertragsende. Möglicherweise Abfindung...neues Gehalt für den kommenden...wobei man nicht weiss welche "Wacholderideen" dieser hervorbringt. Wir müssen Geduld haben so abgedroschen und unzufriden das klingt. Alles andere ist mit vollen Händen rausgeschmissenes Geld!
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  •   wildparker
    (38 Beiträge)

    21.09.2015 10:57 Uhr
    Ein neuer Trainer
    würde auf jeden Fall den Konkurrenzkampf wieder in Gang bringen. Nur so könnten dauerschwache Spieler ihren Stammplatz verlieren. Kaucze fehlt dazu der Mut und die Objektivität. Mit "weiter so" werden sich die Zuschauerzahlen deutlich nach unten bewegen. Da finanziert sich ein neuer Trainer von selbst.
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