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Fürth KSC kassiert in Fürth die 17. Saisonpleite

Die Spielvereinigung Greuther Fürth marschiert unaufhaltsam in Richtung 1. Fußball-Bundesliga. Am 27. Spieltag bekam das auch der Karlsruher SC, der in der Trolli-Arena mit 3:0 (1:0) seine 17. Saisonniederlage kassierte und damit tief im Tabellenkeller hängen bleibt.

KSC-Cheftrainer Jörn Andersen war in Fürth gleich zu vier Änderungen in seiner Startformation gezwungen. Delron Buckley, Steffen Haas und Timo Staffeldt fehlten gesperrt, Bakary Soumaré fiel mit Knieproblemen aus. So fanden sich Ionut Rada, Sebastian Schiek, Matthias Cuntz und Makhtar Thioune von Beginn an auf dem Platz wieder.

Ergebnisse und Tabelle 2. Bundesliga – 27. Spieltag

Als klarer Außenseiter bei den "Kleeblättern" angetreten, versuchte es die Karlsruher mit einer geordneten Defensive über die man "den ein oder anderen Nadelstich setzen" wollte, wie Andersen im Vorfeld der Partie angekündigt hatte. Fürth machte es den Gästen in der Anfangsphase allerdings auch nicht sonderlich schwer in die Partie und somit Sicherheit zu finden.

Erst am Dienstag unglücklich nach 120 Minuten gegen Borussia Dortmund im Halbfinale um den DFB-Pokal ausgeschieden, fehlte den Gastgebern etwas an Spritzigkeit. So konnte der Tabellenvorletzte aus Karlsruhe gut mithalten gegen den Tabellenführer und erspielte sich zwei kleinere Möglichkeiten zum Torabschluss. Der Schuss von KSC-Kapitän Alexander Iashvili ging jedoch fünf Meter am Gehäuse von Keeper Max Grün vorbei (16. Minute), kurze Zeit später legte sich Marco Terrazzino den Ball nach Zuspiel von Iashvili ein Stück zu weit vor (17.). 

Fürth nutzt erste Chance zur Führung

Warum die "Kleeblätter" ganz oben in der Tabelle stehen zeigte sich dann aber nach 28. Minuten. Es war die erste Chance für die Gastgeber, als Heinrich Schmidtgal aus 18 Metern per direkt verwandeltem Freistoß die 1:0-Führung für Fürth erzielte. Es war der 29. Gegentreffer für den KSC nach einem ruhenden Ball. In der 34. Minute rettete Dirk Orlishausen den KSC gegen Felix Klaus vor einem höheren Rückstand. Auf der Gegenseite scheiterte Hakan Calhanoglu per Freistoß an Grün (35.).

In der Schlusspahse des ersten Spielabschnitts hatte der Gastgeber die Partie dann gut im Griff, kam durch Christopher Nöthe nach einer Flanke von Sercan Sararer noch zu einer guten Möglichkeit. Der FürtherStürmer war für die Hereingabe jedoch ein paar Zentimeter zu klein (41.).

Nehring besorgt vom Elfmeterpunkt die Vorentscheidung

Im zweiten Spielabschnitt übernahm Fürth dann das Kommando. Um für etwas Entlastung und neuen Schwung im Angriffsspiel zu sorgen brachte Andersen nach rund einer Stunde mit Louis Ngwat-Mahop einen weiteren Stürmer. Für ihn ging Hakan Calhanoglu vom Feld.

Der erhoffte Ruck durch die Mannschaft blieb jedoch aus, vielmehr stellte sich so mancher Zuschauer im Stadion die Frage, wann Fürth wohl den zweiten Treffer nachlegen würde. In der 70. Minute war es dann soweit: Nach einem Foul von KSC-Abwehrspieler Elias Charalambous entschied Schiedsrichter Norbert Grudzinski auf Foulelfmeter. Bernd Nehring war vom Punkt erfolgreich und markierte das 2:0 für Fürth.

Mit diesem Treffer zerschlug sich die Hoffnung der KSC-Anhänger auf einen Punktgewinn. Zumindest Andersen wollte von der Trainerbank aus noch einmal ein Zeichen setzen und brachte Klemen Lavric und Simon Zoller (77.) in die Partie. Ein wirkliches Aufbäumen der Spieler auf dem Feld war jedoch nicht zu erkennen. Der Distanzschuss von Sebastian Schiek blieb ohne Gefahr (81.). Stattdessen erzielte Nöthe in der 83. Minute mit dem 3:0 das erste Tor aus dem Spiel heraus. 

Aufstellung SpVgg Greuther Fürth: Grün - Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal - Zillner (65. Tyrala), Pekovic - Klaus (46. Pektürk), Sararer - Occean, Nöthe (86. Asamoah).
Aufstellung Karlsruher SC: Orlishausen - Schiek, Aquaro, Rada, Charalambous - Cuntz, Thioune - Groß (77. Zoller), Iashvili, Calhanoglu (58. Ngwat-Mahop) - Terrazzino (77. Lavric).

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  •   Abadu
    (466 Beiträge)

    25.03.2012 21:05 Uhr
    Abstiegskampf die 2.
    Kritische Überprüfung einer Weiterbeschäftigung von Mitarbeitern wie Trentl, Becker, Reich etc.: besonders in Liga 3 werden wir uns einen solchen Mitarbeiterstab nicht mehr leisten können.

    3.Gewinnung von Sponsoren, die ein Überleben in Liga 3 bzw. einen Verbleib in Liga 2 sicherstellen

    Hier ist der Präses gefragt, dem es bisher nur sehr eingeschränkt gelungen ist, Unternehmen für ein finanzielles Engagement beim KSC zu begeistern.
    Mit 800.000.- vom DFB und einem Zuschauerschnitt von rd. 10.000 in Liga 2 (mehr kommen nächstes Jahr nicht mehr, um sich das Abstiegsgewürge reinzuziehen) und vielleicht 5.000 in Liga werden wir aus eigener Kraft nie mehr auf die Beine kommen.

    Was sonst noch bleibt: dämlich Sprüche wie "jetzt muß halt ein Endsourt eingelegt werden" kann man sich seitens des Vereins oder der Spieler sparen.
    In keinem Fall ist auf dem Platz irgendetwas davon zu sehen gewesen.
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  •   Faecherstadt_Guerilla
    (4092 Beiträge)

    25.03.2012 21:23 Uhr
    Guter Kommentar, Abadu, ...
    da ich selbst seit dem Rostock-Spiel rational auf Abstieg eingestellt bin, kann ich Deiner Argumentation in vielen Punkten nachfolgen.
    Am Anfang dieser Horrorsaison wollte ich es auch net glauben, aber jetzt schreib' ich's: Die für mich allergrößte Enttäuschung, nämlich der Sportdirektor, CDU-Neumitglied (der die CDU-OB-Nominierung "lustig" fand) und Ober-Phrasenmäher namens Oliver Kreuzer, gehört, übertrieben gesagt, sofort aus der Stadt gejagt!

    Mein Großvater würde sagen, so einem "gehört mit 'nem nasse' Handtuch direkt hinner die Ohr'n geschlaache"! grinsen

    Is' ja auch wahr, Heilandsackher. zwinkern
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  •   Abadu
    (466 Beiträge)

    25.03.2012 23:00 Uhr
    Wir erleben (wieder einmal) den Untergang eines "Traditionsvereines"
    Der KSC ist mein Verein, seit ich ein kleiner Junge bin. Ich besuche seit weit über 30 jahren Heim-und Auswärtsspiele. Da waren Sternstunden wie Valencia oder das schönste 0:0 meines Lebens in Eindhoven dabei - oder eben auch "Knaller" wie das 5:1 in Wattenscheid oder das 4:1 in Rostock.
    Es hat sich leider schon zu Ende der Ära Schäfer gezeigt, dass der Verein nicht in der Lage ist, sich (obwohl Geld da war) in der Bundesliga oder gar international auf Dauer zu etablieren.
    Vielmehr erleben wir seit 15 Jahren einen fast durchgehenden Absturz.
    Aber zu KEINER Zeit habe ich erlebt, dass sich eine derartige Mischung aus Fehleinkäufen, Dilettantismus bei Trainer und Vereinsführung derart perfekt die Hand gegeben hat. Was z.B.in Frankfurt abgeliefert wurde, ist eine Bankrotterklärung - da haben wir auch jedes Recht verspielt, in der zweithöchsten Liga mitzuspielen. Trotzdem tut's weh, denn das Herz hängt am KSC - NICHT an den Spielern, dem Trainer oder der vereinsführung.
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  •   4everksc
    (1125 Beiträge)

    26.03.2012 07:56 Uhr
    @ Danke Abadu.....
    da steckt viel Wehmut und Herzblut in diesen Zeilen - jede deiner Zeilen spiegelt die Situation unseres Vereines wieder ! - ich weiß schon garnicht mehr ob ich noch wütend oder nur noch enttäuscht sein soll...als ich im TV gestern das Training gesehen habe, Frühling lag in der Luft, lachende Stimmen auf Platz 2 des Wildparks, idyllische Ruhe....dann kommt die Wutphase in der ich jedem in die Klöten treten könnte der sich da auf dem Platz tummelt - und JA gleich zwei ! Die haben sich doch alle bereits damit abgefunden - und die Fans auch....wegen anderen Kleinigkeiten standen wir früher vor dem Stadiontor, blockierten den Bus.....jetzt nur noch Friede, Freude, Eierkuchen....
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  •   Abadu
    (466 Beiträge)

    25.03.2012 20:59 Uhr
    An diesem Wochenende hat sich der Abstiegskampf ziemlich entschieden
    Es geht nur noch um die Frage, ob Aachen oder wir in die Relegation müssen – wobei ich nicht glaube, dass Aachen noch schlechter ist als wir und daher mit dem Abstieg rechne.
    Jetzt sollten die Pflöcke für die Zukunft eingerammt werden:

    1.Sofortige Beurlaubung von Andersen und Übergabe an Kauczinski

    Andersen traue ich weder den Klassenerhalt bzw. die Bildung einer aufstiegsfähigen Truppe aus Liga 3 zu. Daher sollte Kauczinski den Job übernehmen (falls er es überhaupt will).
    Da die Magath-Methode nicht funktioniert hatte, sollte eine Rumpftruppe übernommen werden, die aus einigen jungen Spieler (Terrazzino, Calhanoglu) und einigen erfahrenen Spielern besteht, bei denen man zumindes noch halbsweg eine Perspektive erkennen kann. Alle rauswerfen und ein Dutzend Neue holen wäre m.E. unsinnig.

    2.Klärung weiterer wichtiger Personalien:

    Kritische Überprüfung einer Weiterbeschäftigung von Herrn Kreuzer : der Mann zeichnet für eine beispiellose Serie von Fehleinkäufen verantwortlich
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  •   soisches
    (532 Beiträge)

    25.03.2012 18:57 Uhr
    so kann
    er sich wenigstens nicht auf dem platz verletzen zwinkern

    ich weiss ... aber siehs als galgenhumor
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  •   soisches
    (532 Beiträge)

    25.03.2012 19:04 Uhr
    oh je
    wo ist denn der kommentar von der vorgelweide hin?
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  • unbekannt
    (97 Beiträge)

    25.03.2012 18:37 Uhr
    Ich danke dir!
    Meine Stimme hast du!
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  •   Joker1894
    (3060 Beiträge)

    25.03.2012 18:36 Uhr
    DER KSC IST NOCH NICHT ABGESTIEGEN
    Mir reicht es langsam. Jedes Spiel die selbe Scheiße lesen zu müssen. Gewinnen wir, bleiben wir drin. Verlieren wir, steigen wir ab. Wir hatten genügend Endspiele in den Jahren vor dem Aufstieg und haben es immer irgendwie geschafft. Auch dieses Jahr werden wir die Klasse halten. Sei es über die Relegation oder über das Erreichen eines Nichtabstiegsplatzes. Nächste Woche fangen wir an zu gewinnen!

    Karlsruh steigt niemals ab!
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  •   Faecherstadt_Guerilla
    (4092 Beiträge)

    25.03.2012 18:58 Uhr
    @ Joker
    Ich habe mich bereits seit dem Rostock-Spiel rational auf den Abstieg eingestellt, nur Depressionen kriege ich deswegen net.
    In meinem tiefsten Herzen hoffe ich ja auch noch, aber mein Verstand sagt mir, daß wir absteigen.

    Dir, Joker, und das meine ich ehrlich, bewundere Deinen unerschütterlichen Optimismus.
    Wenn der KSC tatsächlich nicht absteigen sollte, dann rolle ich Dir einen blau-weißen Teppich aus mit den drei geilsten Buchstaben der Welt darauf. grinsen
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