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Karlsruhe KSC: Ex-Trainer Rapolder schimpft über Präsident und Fans

Uwe Rapolder wurde nach 99 Tagen als Cheftrainer beim Karlsruher SC entlassen. Ausschlaggebend war neben dem drohenden Abstieg auch die häufig schwierige Kommunikation mit dem 52-Jährigen. Offiziell heißt es, man habe sich "in beiderseitigem Einvernehmen" getrennt. Jetzt schimpft Rapolder in einem Interview in der aktuellen Ausgabe der Sport Bild über das "vergiftete Umfeld" im Wildpark.

In dem Interview mit dem Magazin kritisiert Rapolder KSC-Präsident Ingo Wellenreuther heftig: "Ich war letztlich nur der Erfüllungsgehilfe für die politischen Ambitionen des Herrn Wellenreuther", wird Rapolder zitiert. Wellenreuther gehe es als "Bürgermeister-Kandidat nur um die Politik und seine Person", so Rapolder weiter. Des Weiteren beklagt sich der ehemalige KSC-Trainer über mangelnde Unterstützung seitens des KSC-Präsidiums: "Ich könnte nun ein Buch schreiben, was hier alles abgelaufen ist."

Auch mit den Fans rechnet Rapolder in dem Interview ab. So beklagt er sich über "übelste Beschimpfungen vonseiten der Fans". "Das Problem ist: Man darf sich nicht einmal wehren, sonst ist man dran. Darauf haben die Bosse nur gewartet und mich geschasst", so Rapolder.

"In einem vergifteten Umfeld wie in Karlsruhe werde ich nie wieder arbeiten"

Ob er den Fans den Stinkefinger gezeigt habe, dass könne er nicht mehr genau sagen, sagt Rapolder. Für ihn stehe jedenfalls fest: "In einem vergifteten Umfeld wie in Karslruhe werde ich nie wieder arbeiten, so wie beim KSC lasse ich mich nie wieder vorführen."

KSC-Präsident Wellenreuther wollte die Aussagen Rapolders auf ka-news-Nachfrage nicht kommentieren.

Uwe Rapolder soll nach der 1:4-Niederlage gegen den FC Ingolstadt einem Zuschauer den Stinkefinger gezeigt haben. Kurz nach der Partie hatte der 52-Jährige erklärt, dass - sollte er diese Geste tatsächlich getätigt haben - dies unbewusst geschehen sei. Bei dieser Darstellung bleibt Rapolder bis heute. Letztlich trennte sich der KSC Anfang März von Rapolder.

Die Trennung erfolge einvernehmlich, betonte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther damals. Man habe vor allem auch die Gesamtsituation beurteilt. "Der emotionale Druck von außen ist zu groß geworden", sagte Wellenreuther. Rapolder holte mit dem KSC in elf Spielen 13 Punkte. Nachfolger von Uwe Rapolder ist Rainer Scharinger

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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    11.03.2011 15:18 Uhr
    Das KIT
    braucht den Wildpark. Der KSC muss aufsteigen, damit er ein neues Stadion vor den Toren bekommt oder er muss kleiner werden, damit er auf einem anderen bestehenden Platz in der Stadt spielen kann. So wie es jetzt ist, behindert es die Schaffung von Arbeitsplätzen.
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  • unbekannt
    (17 Beiträge)

    11.03.2011 14:59 Uhr
    Wellenreuther raus!
    treubiszumbitterenende?
    Wer will den eigentlich diesen unterbelichteten Primitivling live kennenlernen weil der sich hier immer so schwul anbiedert?
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  • unbekannt
    (62 Beiträge)

    11.03.2011 12:01 Uhr
    ...
    Der Verein und seine sogenannten Fans sind schon seit Jahren total scheiße. Ich kann Rappolder absolut verstehen.
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  •   bimmelfuzzi
    (348 Beiträge)

    11.03.2011 00:45 Uhr
    Rapolder hat zwei Fehler gemacht
    Fehler 1 - er hat die Situation beim Chaos-Klub falsch eingeschätzt. Er dachte wohl, er könnte den Verein positiv beeinflussen und so in ruhigere Bahnen lenken....

    Fehler 2 - daß er überhaupt diesem Chaoten-Verein helfen wollte


    Wenn Rapolder so ein schlechter ist, warum hat er dann pro Spiel im Schnitt die meisten Punkte mit der Loosertruppe in dieser Saison geholt????? Ihr bestätigt mit Euren Kommentaren nur jeden Satz Rapolders... - Er hatte bei Euch von Anfang nie eine Chance in Eurem Mobbingladen
    Wellenreuther steigert so einfach seinen Bekanntheitsgrad und seine Sympathiewerte, da er sonst wohl seine Polit-Karriere beenden müßte und wieder richtig arbeiten müßte. Aber der paßt zum KSC

    ICH GÖNNE EUCH ALLEN DEN ABSTIEG
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  • unbekannt
    (3283 Beiträge)

    11.03.2011 13:45 Uhr
    ICH GÖNNE EUCH ALLEN DEN ABSTIEG ?
    traurig

    sag doch sowas nicht du Mensch ohne Herz(grins)

    ...die meisten Punkte mit dieser Loosertruppe.Ja,aber er hat ja auch bei 7 Neuverplichtungen besseres bzw.mehr Potenzial zur Verfügung und es trotz allem nicht geschafft eine gute Truppe zu formen!Wer im Ergebnis so wenig Erfolg hat ,ist vielleicht auch einfach nur kein guter Trainer
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    11.03.2011 03:23 Uhr
    Fussball
    ist primitiv, aber es ist sehr viel Geld im Spiel. In keiner anderen Sportart steht die Leistung des einzelnen und auch der Mannschaft in einem krasseren Missverhältnis zum Verdienst als beim Fussball.
    Durchaus möglich, dass ich da jetzt in gewissen Grenzen subjektiv urteile, aber Handballer, Radfahrer (ok, Dopingproblematik), Tennisspieler, Skifahrer, Schwimmer, Leichtathleten und sogar GOLFER sind doch gemessen an ihrem Trainingsaufwand Hungerleider gegen Fussballer. Nirgends lässt sich einfacher Geld verdienen als im Fussball. Und das hat eben auch Nebenwirkungen. Man muss immer das Gesamtpaket betrachten und fairerweise auch zwischen Mannschafts- und Einzelsportarten unterscheiden.
    Aber wenn die Fussballer ein bisschen auf dem Trainingsplatz rumbolzen, Standards üben, dann noch Kraftraum und ein bisschen laufen, bisschen Theorie...
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    11.03.2011 03:36 Uhr
    ...Fortsetzung,
    das ist doch kein Vergleich zu einem Radler, der täglich stundenlang Kilometer schrubbt, einem Schwimmer der täglich Stunden im Wasser verbringt oder einem GOLFER der täglich acht Stunden auf der Driving Range oder dem Puttinggrün verbringt um den letzten Millimeter rauszukitzeln.
    Fussballer sind in meinen Augen Luschen. Nicht dass es auf dem Platz gelegentlich hart zugeht, klar. Aber es stehen elf auf dem Platz und wenns nicht läuft kann mans immer auf einen anderen schieben. Und davon wird ja reichlich Gebrauch gemacht. Um Ausreden ist man nie verlegen und wenns hart auf hart kommt ist eben der Trainer schuld. Wenns ganz hart kommt eben die Vereinsführung. Undsoweiter. Dass man selber eigentlich nichts kann, das lernt der Fussballer nicht. Wie soll ers auch?

    So, jetzt reichts aber, genug gekotzt. grinsen
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  • unbekannt
    (298 Beiträge)

    11.03.2011 00:21 Uhr
    Politik/Sport
    Politik hat im Sport rein gar nichts zu suchen!
    Was hat denn Wellenreuther bisher richtig gemacht?
    Sein Zitat zu Rapolders Amtsübernahme
    "Er ist der richige Mann am richtigen Ort!"
    Ich habe dabei einen Brüller losgelassen wie bei der Verpflichtung von Engelhardt!
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    11.03.2011 03:03 Uhr
    Falsch!
    Sport ist auch Politik, das ist ja genau das was viele nicht wahrhaben wollen. Jeder für seinen Club, absolut, aber wer meint, dass da keine Politik gemacht wird und dann noch vor den Unsummen Geld die da rumgeschoben werden die Augen verschliesst - der hat echt Pech gehabt.
    Es war nicht gut von Rapolder da so nachzutreten. Nach so kurzer Zeit. Wenn man nach 10 Jahren mit Höhen und Tiefen wie ein räudiger Hund vom Hof gejagt wird, ja, da darf man abrechnen. Aber nach 100 Tagen beim KSC in der momentanen Situation, da darf man die Füsse stillhalten. Das hätte nicht sein müssen.
    Es ist und bleibt ein Drecksgeschäft, die Profikickerei, wohl dem der da zurückzieht und einfach einen stillen Abgang macht. Stilvoll und leise. Er wusste worauf er sich einlässt.
    Die Nachkarterei war überflüssig. Und das Thema Rapolder sollte sich damit auch erledigt haben.

    Habe fertig. grinsen
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    10.03.2011 23:02 Uhr
    Natürlich
    ist der KSC für Wellenreuther nur eine Stufe in seiner politischen Karriere, aber das muss jeden KSC-Fan freuen, denn das zu vergeigen kann er sich nicht leisten. Wellenreuther nimmt den KSC mit und die KSC-Fans sollten Wellenreuthers Engagement mitnehmen. Nach dem ganzen Kasperltheater sollte sich jeder freuen, dass nun eine seriöse Führung da ist und der Verein mit Ingo Wellenreuhter - mit dem ich eher selten übereinstimme - wieder eine absolut seriöse Führung hat. Jeder KSC-Fan kann sich zurücklehnen, Wellenreuther machen lassen und - wenn er wieder geht und der KSC dann besser da steht als bei seinem Antritt - ihn wählen und das lassen, wenn es nicht der Fall ist - sofern man Fußball so hoch hängen möchte, ist eine persönliche Entscheidung.
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