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Karlsruhe KSC-Caterer BMS insolvent: Neues Unternehmen steht bereit

Zu einem Besuch im Wildpark gehört nicht nur Fußball, sondern bei vielen Fans des Karlsruher SC auch eine Bratwurst oder ein Steak sowie ein Bier oder etwas anderes zu trinken. In den vergangenen Jahren konnten die Anhänger der Blau-Weißen jedoch nicht immer mit dem Stadioncaterer BMS zufrieden sein. Dieser meldete nun Insolvenz an, der KSC um den kaufmännischen Direktor Rolf Ulrich musste schnell handeln - und scheint schon eine Lösung zu haben: Ein neuer Essens- und Getränkeversorger steht bereits in den Startlöchern.

Zu wenig Wasser bei der Hitzeschlacht im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV und lange Schlangen vor den Toilettenanlagen des Wildparkstadions auf der Suche nach Trinkwasser. Kein Bier in der Halbzeit, keine Brötchen oder Bratwürste oder halbe Fleischkäseportionen zum regulären Preis.

Neuer KSC-Caterer kommt vom Bodensee

Wiederholt beschwerten sich in der vergangenen Saison zahlreiche KSC-Anhänger über die mangelnde Versorgung durch den Stadioncaterer BMS. Der Verein um den kaufmännischen Direktor Rolf Ulrich kündigte nach wiederholten Schwachstellen in der Versorgung im Gespräch mit ka-news Maßnahmen an.

"Deutliche Aufstockung der Planungsgrößen" und "deutlich bessere Ausnutzung der Lagermöglichkeiten im Stadion" kündigte BMS daraufhin im November 2012 an. Nun ist die Firma mit Sitz im nordrhein-westfälischen Elsdorf insolvent. Kurz vor Saisonbeginn des Zweitliga-Aufsteigers erreichte die Nachricht den Wildpark. 

Nur wenige Tage nach dieser Botschaft scheint der KSC bereits eine Lösung parat zu haben: Fetscher Event[n]Marketing aus Markdorf-Ittendorf am Bodensee soll künftig die Geschicke an den Würstchenbuden und Getränkeständen rund um das Spielfeld leiten. Noch ist der Vertrag mit dem neuen Caterer zwar nicht unterschrieben, Ulrich zeigte sich im Gespräch mit ka-news aber zuversichtlich, dass dies nicht mehr als eine Formsache sein werde. "Wir hatten die Schwierigkeit, sehr schnell jemanden finden zu müssen. Klar ist, dass man innerhalb von 72 Stunden kein komplett neues Catering auf die Beine stellen kann", so Ulrich.

Neuer KSC-Caterer erhält Einjahres-Vertrag

Caterer Fetscher will nun auf die bestehende Truppe von Mitarbeitern um den Verantwortlichen Wolfgang Schlosser aufbauen - ein Grundvoraussetzung für den KSC, erklärte Ulrich weiter. Zwar habe sich nach den Beschwerden der Fans einiges gebessert, "super zufrieden" war der kaufmännische Direktor aber noch nicht: "Es war nicht immer alles toll, aber ordentlich." Ulrich will deshalb nach er BMS-Insolvenz weiter an dem Team festhalten und mit dem neuen Unternehmen vom Bodensee weitere Verbesserungen erzielen. "Die langen Schlangen sind mir ein Dorn im Auge, das muss besser werden. Das wollen wir nun zusammen angehen", erklärte Ulrich. Wartezeiten von einer halben Stunde seien ein "No-Go".

Drei gute Angebote hätten dem Verein vorgelegen, zwei aus der Region rund um Karlsruhe. Doch diese wollten nicht mit den Leuten vor Ort arbeiten, so Ulrich, weshalb man sich gegen diese Angebote ausgesprochen habe. Nun hat er die Hoffnung, dass die Versorgung mit Wurst, Steak, Bier und Wasser in Zukunft weiter verbessert werden kann. Zunächst soll der Vertrag ein Jahr laufen, "nahezu zu so guten Bedingungen wie bisher", so Ulrich. Während des KSC-Familientags und dem Spiel gegen den FC Valencia, übernahm Wolfgang Schlosser als "Übergangslösung" die Versorgung im Wildpark.

KSC will bargeldloses Bezahlen im Wildpark

Mit dem neuen Caterer scheint der kaufmännische Direktor so einiges vorzuhaben. Wie er im Gespräch mit ka-news ankündigte, will er ein Bezahlsystem im Wildpark aufbauen. Die KSC-Fans sollen dann ohne Bargeld und mittels einer Geldkarte wie in anderen Stadien ihre Wurst und die Getränke erhalten. "Den Bargeldaktivitäten während der Spiele machen mich sehr unzufrieden", unterstrich Ulrich weiter. Der Verein und die bestehende Cateringmannschaft wollen das nun gemeinsam ändern.

Noch sind die Verträge mit dem Caterer Fetscher zwar nicht unterschrieben, Ulrich will sich zudem noch zu einem Gespräch mit dem Insolvenzverwalter von BMS treffen. Sollte dabei und bei der Vertragsunterzeichnung alles nach Plan laufen, sei der Karlsruher SC vollständig von BMS losgelöst. Als letzte Amtshandlung stünde dann eventuell noch der Kauf der Zelte an, die der Verein gerne von dem insolventen Unternehmen abkaufen möchte.

Mehr zum Thema KSC-Caterer:

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  •   Joker1894
    (3060 Beiträge)

    18.07.2013 06:48 Uhr
    ...
    Deswegen esse ich vor dem Spiel im Vogelbräu oder im Brauhaus. Falls ich im Stadion dann doch was esse, bekomme ich auch immer was...und die Würstchen sind auch warm. Dennoch bin ich der Meinung, dass rote Würste (normale rote Würste) ins Sortiment gehören. Das Ganze Problem wäre ganz einfach zu lösen. An jedem Stand arbeiten immer die gleichen Leute und die erhalten ne 2-5% Umsatzprovision und schon läuft das Ganze anders.

    Oder man privatisiert die Essens und Getränkestände, so dass jeder Kleinimbiss so ein Ding mieten kann was der wiederum nicht finanzieren kann. Meiner Meinung nach sollte das Vogelbräu in unsere Stadiongaststätte expandieren^^
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  •   auswaertsfan
    (86 Beiträge)

    18.07.2013 00:30 Uhr
    Stadionwurst
    gehört zum bier welches zur zigarette gehört. Das sind Grundrechte eines jeden Stadionbesuchers und sind weder durch Unfähigkeit, Dilettantismus oder falsch gelebtem Weltverbesserungszwang einzuschränken. Dies muss durch die zuständige Obrigkeit stets gewährleistet werden. Würtschenbräter und Bierpanscher sind nämlich (leider) im Gegensatz zum kickenden Personal relativ leicht zu entsorgen.
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  •   Ingo1958
    (294 Beiträge)

    17.07.2013 14:23 Uhr
    Der Commerzbankdirektor w ist ja nicht betroffen...
    der verköstigt sich im VIP-Raum mit Häppchen usw., denen ist doch egal, was wir "fr...." müssen, kalte Wurst wie am Sonntag, kein Senf mehr da, nur Mayo für die Wurst (prui, Wurst mit Mayo), ein Verkäufer mit dreckfingernägel, als ob er am Sonntagmorgen noch Ölwechsel gemacht hat......Pfui ! Meine Wurst liegt im Mülleimer.
    Aber die herren Präsidium, Kaufmännsicher Direktor kriegen ja ihre Häppchen serviert...und wir zahlen das mit unseren Mitgliedsbeiträgen und hoehn Preise für Dauerkarten.
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  •   g96b
    (117 Beiträge)

    18.07.2013 11:57 Uhr
    hohe eintrittspreise
    hahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahaha
    selten so gelacht.
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  • unbekannt
    (46 Beiträge)

    17.07.2013 14:22 Uhr
    Der Realität
    als Optimist oder Pessimist zu begegnen, läuft am Ende immer auf MIST hinaus.

    Aber seien wir realistisch:

    Für zwei Tagen im Monat stellt man kein Personal fest ein. Das Personal arbeitet also nicht professionell! Aber selbst wenn dem so wäre, muss dass noch lange nicht bedeuten, dass professionell gearbeitet wird (siehe Bäckerein).

    An bestehendem Personal festzuhalten kann Ausdruck von Vertrauen und Dankbarkeit sein, könnte natürlich auch die Angst vor dem Versagen eines neues Caterer wiederspiegeln, zumal der Vertrag auf ein Jahr beschränkt ist und man dann in ein organisatorisches Loch fallen könnte.

    Natürlich ist es auch nicht unwichtig auf welcher Seite des Gabentisches man sitzt und vielleicht haben wir Chaoten und Schreihälse ja auch nichts besseres verdient? Denn wenn der Leidensdruck auf der anderen Seite des Stadions nur groß genug gewesen wäre, hätte sich dann nicht längst etwas geändert?
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  • unbekannt
    (46 Beiträge)

    17.07.2013 14:24 Uhr
    Ein lokaler Caterer
    hätte den Vorteil , dass er den Auftritt beim KSC als Eigenwerbung betrachtet hätte und schon nur aus diesem Grund einen nachhaltig guten Eindruck hinterlassen hätte wollen.
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  • unbekannt
    (46 Beiträge)

    17.07.2013 14:25 Uhr
    widerspiegeln nicht wiederspiegeln
    zwinkern
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  •   karl143
    (341 Beiträge)

    17.07.2013 13:51 Uhr
    Für die 2. Liga
    reicht auch ein zweitklassiges Unternehmen.....
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  •   Joker1894
    (3060 Beiträge)

    17.07.2013 12:46 Uhr
    ...
    Stimmt, dass Präsidium ist Schuld am Abstieg der zugegebenermaßen ziemlich unglücklich lief. Wir hätten dürfen nie absteigen...das war reines Pech. Im Gegensatz zu manchen Pessimisten hier habe ich zu keiner Zeit das Wort Abstiegskampf in Liga 3 in den Mund genommen sondern immer zu Geduld bis zur Winterpause gemahnt und siehe da, ich hatte Recht.

    Wenn man kein Pessimist ist hat man gleich ne Brille auf...vielleicht weiß man einfach mehr als andere, wäre auch ne Möglichkeit.

    Aber BTW wir reißen am Sonntag Bornheim ab und es ist noch kein Bericht da? Unsere Liebe lässt uns siegen - 4:0 und volle Züge nach FFM

    Wir sind wieder da!
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  •   stefko
    (2283 Beiträge)

    17.07.2013 12:59 Uhr
    wir reißen am Sonntag Bornheim ab
    Vergiss Eimerchen und Schäufelchen nicht!
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