57  

Karlsruhe Exzesse bei Leipzig-Spiel: So reagiert jetzt der KSC!

Der Karlsruher SC hat in einer Pressemitteilung Stellung zu den Vorkommnissen rund um das Heimspiel gegen RB Leipzig bezogen. Das Blockieren der Torausfahrt oder die Androhung von Gewalt seien "nicht hinnehmbare Exzesse von Teilen der aktiven Fanszene", heißt es seitens des Vereins. Mit konkreten Maßnahmen will der KSC die Situation bereits beim nächsten Heimspiel gegen Kaiserslautern entschärfen.

"Der KSC distanziert sich von beleidigenden Schriftbannern und beleidigenden Schmähgesängen im Stadion", heißt es in der Pressemitteilung des KSC. Der Verein verbietet deshalb für die nächsten drei Spiele das Zeigen dieser Schriftbanner im Stadion. Beim Heimspiel am vergangenen Montag hatten beleidigende Banner in der Gegengerade für Ärger gesorgt.

"Verein lässt sich nicht erpressen"

Das Verbot sei die Reaktion darauf, dass genehmigte Banner entgegen den Vereinbarungen abgeändert worden seien beziehungsweise zusätzliche Banner ins Stadion geschleust wurden, so der KSC. Die aktive Fanszene  habe somit Absprachen und Regularien nicht eingehalten.

"Das Blockieren der Torausfahrt hinter der Haupttribüne, das Androhen von Gewalt mit dem Ziel, ein Trikot zu erpressen und das Werfen von Farbbeuteln sind nicht hinnehmbare Exzesse von Teilen der aktiven Fanszene", heißt es in der Mitteilung weiter. 

Deshalb habe der KSC von der Polizei Berichte angefordert, um die Personalien der Täter festzustellen und weitere Maßnahmen zu ergreifen. Den KSC-Mitarbeitern sei intern "klar kommuniziert" worden, dass eine derartige Aktion wie die Herausgabe eines Trikots nicht mehr vorkommen dürfe und der Verein sich nicht  erpressen lasse. Der Verein werde das Fanprojekt auffordern, zu veranlassen, das Trikot zurückzugeben.

KSC nennt Aktion vor Herxheimer Hotel "kriminell"

Ebenso verurteilt der KSC das Auftauchen von Aktiven aus der Karlsruher Fanszene vor dem Mannschaftshotel von RB Leipzig in Herxheim-Hayna. In der Mitteilung heißt es: "Derartige Provokationen und Einschüchterungen hält der Verein für kriminell. Sie stellen einen absoluten und nicht akzeptablen Tabubruch dar. Auch hier hat der KSC die Polizei aufgefordert, festgestellte Personen mitzuteilen, damit Maßnahmen getroffen werden können." Der KSC prüfe derzeit die Einleitung von Vereinsausschlussverfahren gegen mehrere Personen.

Für das anstehende Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern erteile der KSC insgesamt 14 Personen ein sogenanntes Tageshausverbot. Dies betreffe acht Personen aus der Anhängerschaft des 1. FC Kaiserslautern, gegen die bereits von der Stadt Karlsruhe für das anstehende Südwestderby ein Aufenthaltsverbot für die Stadt Karlsruhe erteilt wurde, so die Blau-Weißen.

Außerdem wird für sechs Mitglieder der Karlsruher Fanszene ein Tageshausverbot ausgesprochen, gegen die die Ermittlungsverfahren wegen der Vorkommnisse beim Spiel in Kaiserslautern laufen, als es nach Spielende auf der Südtribüne zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kam. Gemeinsam mit der Polizei wollen die Blau-Weißen überdies einige Mitarbeiter vertiefend schulen.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (57)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  • unbekannt
    (271 Beiträge)

    14.03.2015 14:00 Uhr
    WAs macht eigentich der Fan Beauftragte des KSC ??
    müsste der Fan-Beauftragte des KSC, der gutes Geld beim KSC verdient, sich nicht auch für die Vorkommnisse verantworten?? Der Mann läuft nur "Show" vor der Tribüne, winkt ins Publikum, lässt dich abklatschen. Müsste der nicht bei den Fans sein und ggf. solche Vorkommnisse verhindern?? Meiner Meinung gehört dieser Mann auch zur Verantwortung gezogen.....wozu braucht man den überhaupt?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   friend60
    (2575 Beiträge)

    14.03.2015 06:48 Uhr
    Wenn ich
    schon "Tageshausverbot" höre. Huch, das ist aber eine schwer Strafe. Lächerlich.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Malefiz
    (4616 Beiträge)

    15.03.2015 06:38 Uhr
    Ich wäre
    für lebenslängliches Stadionverbot. Der KSC würde viel Geld sparen.
    Die "Aktivisten" lernen es nicht , wie man aus div. Beiträgen klar erkennen kann. Hier müssen Grenzen gesetzt werden.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   kscgrufti
    (3733 Beiträge)

    13.03.2015 21:10 Uhr
    Wenn ich
    allein die Überschrift des Artikels lese, wird mir schon schlecht. Mann Exzesse, davon konnte man beim Spiel in Kaiserslautern oder beim Spiel von Köln in Gladbach reden, aber doch um Himmels willen net beim Spiel letzten Montag. Das ganze wurde absichtlich nach und nach hochgeschaukelt, bis wir jetzt solche Meldungen lesen müssen. Wenn ich dann hier manche Kommentatoren mit Schaum vor dem Mund schreiben sehe, wird's net besser. Vorschlag: Jeden Dienstag Abend müssten eigentlich nach hier vorherrschender Meinung ca. 800-900 Mann rechts wie links eingesperrt werden, weil die genau das gleiche machen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   landei
    (6123 Beiträge)

    13.03.2015 21:51 Uhr
    Der Vorschlag ist nicht gut
    er ist sogar sehr gut. Sind ja eh einige auch dort dabei. Joker ist doch z.B. so stolz darauf.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   quattrostagnazione
    (874 Beiträge)

    13.03.2015 22:21 Uhr
    Ich weiss
    noch was Besseres!

    Genau so mache mers. grinsen
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Wurzelsepp
    (127 Beiträge)

    13.03.2015 20:09 Uhr
    Lächerlich
    das Verhalten des KSC ist absolut lächerlich. Der KSC kriecht den Ultras in den Hintern. Die Personalien der Verursacher müssten bei KSC (Sicherheitsbeauftragter, Fanbeauftragter) bekannt sein. Diese Herren sind beim KSC angestellt. Also bitte handeln!!!!
    zu Spiegel online: Wenn der Herr vom Fanprojekt Recht und Unrecht nicht mehr auseinander halten kann und die moralische Seite des Verhaltens der Elitegewalttäter nicht mehr einschätzen kann, sollte er sich vielleicht einen anderen Job suchen.
    Ich bin fest davon überzeugt, dass es den Elitefans egal ist, was mit dem KSC passiert; das nächste Heimspiel gegen Kl wird es zeigen, ob die Ultras gewillt sind etwas zu ändern. Ich bin überzeugt, dass der DFB nach dem Spiel gegen Kaiserslautern erneut gegen den KSC ermitteln wird und die nächste 5-stellige Strafe fällig wird.
    Alles unter dem Motto: Wir Ultras sind die einzigen und wahre Fans. Wenns nicht so traurig wäre........
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   kscgrufti
    (3733 Beiträge)

    13.03.2015 20:43 Uhr
    Legst
    du jetzt fest, was Recht und Unrecht ist, oder was soll der dämliche Beitrag.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Faecherstadt_Guerilla
    (4092 Beiträge)

    13.03.2015 20:56 Uhr
    Vielleicht ...
    ist er der Pressesprecher der Elite-Fans.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   kscgrufti
    (3733 Beiträge)

    13.03.2015 21:11 Uhr
    Wer
    der Wurzelsepp ?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 3 4 5 6 (6 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.