Modernisierung: Jedes Baujahr hat seinen Charme und seine Schwachstellen

Zugige Fenster, marode Dächer, feuchte Keller, alte Leitungen und brüchige Elektrokabel – drei Viertel aller Häuser in Deutschland wurden vor mehr als 30 Jahren gebaut und haben nun je nach Baujahr ihre ltersbedingten Zipperlein. Nicht jedes ist für den Laien gleich offensichtlich. Erben oder Käufer von gebrauchten Immobilien sollten sich darum bei Fachleuten wie zum Beispiel unabhängigen Bauherren- oder Energie-Beratern über notwendige Sanierungsmaßnahmen informieren.

50er Jahre: Minderwertige Materialien

  • 6 bis 11,5 cm dünne Innenwände, fehlender Schall und Wärmeschutz
  • Einfachverglasung der Fenster
  • Feuchte Keller, weil sie nicht gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgesichert sind
  • Veraltete Elektroinstallationen
  • Großes Plus: Im Allgemeinen natürliche, gesundheitlich unbedenkliche Baustoffe

60er Jahre und 70er Jahre: Asbesthaltige Baumaterialien

  • Für diese Zeit typische Flachdächer können undicht werden
  • Verwendung von gesundheitsschädlichen Werkstoffen
  • Fehlender Schall- und Wärmeschutz
  • Veraltete Heizungskessel- und brenner
  • Stahlbetonbaukonstruktionen können an ausragenden Flächen (Balkon, Loggia) undicht werden

80er Jahre: Trotz erster Wärmeschutzverordnung energetisch veraltet

  • Keine oder unzureichende Fassadendämmung
  • Unwirtschaftliche Warmwasserbereiter wie Gasdurchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher
  • Veraltete Heizungsöfen oder Brenneranlagen
  • Wärmebrücken durch Betonbauweise
  • Feuchtigkeit durch unzureichende Regelung der Lüftung


(Quellen: Das Haus, Stiftung Warentest)

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