LBS Service: Das kleine Wohn-Riester-ABC

Seit 2008 fördert der Gesetzgeber selbst genutztes Wohneigentum als Altersvorsorge mit dem Wohn-Riester. Gefördert werden zertifizierte Bausparverträge und Wohnbaudarlehen. Wie Bausparer sich die staatlichen Zulagen sichern können und was es bei der Förderung zu beachten gibt, zeigt die folgende Übersicht.

Wer bekommt die staatliche Förderung?

So gut wie jeder, denn beim Wohn-Riester gelten keine Einkommensgrenzen. Zu den Förderberechtigten gehören alle, die in der gesetzlichen Pflichtversicherung rentenversichert sind. Auch Selbstständige, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, sind zulagenberechtigt.

 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Wer pro Jahr vier Prozent seines rentenversicherungspflichten Vorjahreseinkommens in seinen Vertrag einzahlt, bekommt die volle Zulage. Pro Person werden maximal 2.100 Euro abzüglich der Zulagen gefördert.


Wie hoch ist die Riester-Förderung?

Erwachsene können pro Jahr maximal 154 Euro an Grundzulage erhalten. Für jedes Kind, das vor 2008 geboren wurde, gibt es nochmal bis zu 185 Euro, für jedes später geborene Kind maximal 300 Euro. Berufseinsteiger unter 25 Jahren profitieren zusätzlich einmalig vom Berufseinsteiger-Bonus. Das sind bis zu 200 Euro extra. Gegebenenfalls können zusätzlich Steuervorteile winken.

 

Wofür kann Wohn-Riester eingesetzt werden?

Der Staat unterstützt mit Wohn-Riester den Kauf, Bau oder die Entschuldung der eigenen Immobilie. Dazu zählt auch der Erwerb von Anteilen an einer Wohnungsgenossenschaft oder von Wohnrechten in einem Alters- oder Pflegeheim. Voraussetzung ist immer, dass das Objekt selbst genutzt wird. Seit einiger Zeit profitieren auch langjährige Immobilienbesitzer von Wohn- Riester. Sie können mit Wohn-Riester ihre bestehende Baufinanzierung umschulden. Modernisierer können die Förderung ebenfalls nutzen. Sie dürfen ihr Riester-Guthaben unter bestimmten Voraussetzungen zur Finanzierung von Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit einsetzen.


Wie wirkt sich die Besteuerung im Alter aus?

In der Regel liegt die Altersrente deutlich unter dem letzten Nettogehalt eines Arbeitnehmers. Deshalb zahlen die meisten Rentner auch weniger Steuern als im aktiven Berufsleben und die Besteuerung im Alter ist niedriger als die früheren Riester-Zulagen und Steuervorteile. Und: Die Mietersparnis durch eine bezahlte Immobilie ist in jedem Fall höher als die nachgelagerte Besteuerung.

 

weitere Infos: www.lbs-bw.de

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