Karlsruhe Wer bringt dich besser ins Freibad? E-Auto, E-Roller oder E-Scooter im Vergleich

Schneller, besser, cooler. Die Temperaturen steigen, die Spritpreise ebenfalls. Dem entgeht man geschickt mit einem Elektroauto oder einem elektrischen Roller von den Autohäusern Graf Hardenberg in Karlsruhe. Was ist komfortabler und wer kommt schneller ans Ziel, dem Karlsruher Rheinstrandbad? ka-news macht den Test:

Vier Räder oder doch nur zwei, das ist hier die Frage. Zur Auswahl an diesem sommerlichen Tag stehen ein Volkswagen ID.3, eine E-Vespa Model Elettrica und ein kleiner E-Scooter von Seat, ähnlich denen, die zu hunderten in der City verstreut stehen. Zum Vergleich noch ein Fahrrad, schließlich ist Karlsruhe eine Fahrradstadt, sowie ein Benzin-Roller. 

Drei Fortbewegungsmittel, ein Ziel: das Rheinstrandbad Rappenwört. Startpunkt: der Vespa Store Karlsruhe am Durlacher Tor. Distanz: zwischen zehn und zwölf Kilometern, je nach Streckenverlauf. Die Testfahrer: Sithonia auf der E-Vespa, Tobias auf dem E-Scooter und Anya im E-Auto. Wir starten zeitgleich am Autohaus. Es geht einerseits um die Schnelligkeit, also wer zuerst am Zielpunkt ist, andererseits um den Komfort während der Fahrt und den Fahrspaß und Coolnessfaktor.

Der ID3 mischt die Welt der Elektromobilität mächtig auf

Der ID.3 ist das erste Serienfahrzeug von VW, das auf einem modularen E-Antriebsbaukasten basiert. Er ist klein und handlich, die komplette Schwimmbad-Ausrüstung passt bequem in den Kofferraum. 

Startpunkt der Strecke war das VW Zentrum am Durlacher Tor | Bild: anb

Wer zum ersten Mal ein E-Auto fährt, Testerin Anya ist eine der Kandidatinnen, ist überrascht, wie leise das Auto ist. "Sicher, dass es schon an ist", lacht sie. Noch Spiegel einstellen und los geht die wilde Fahrt Richtung Südtangente durch den Karlsruher Straßen- und Baustellendschungel. 

"Was mir auf jeden Fall positiv auffällt ist der Platz, den ich habe auf dem Fahrersitz", sagt sie. Außerdem ein cooles Feature: Das Head-up-Display, das sogar die Geschwindigkeitsvorgaben erkennt. Überhaupt ist das Cockpit sehr aufgeräumt: Ein kleiner Display direkt am Lenkrad, das die aktuelle Geschwindigkeit anzeigt. Mehr braucht es auch nicht. Am Lenkrad sind die Tasten für den Tempomat und Lautstärkeregler für das Radio.

Alles digital. Das E-Konzept zieht der ID3 nicht nur beim Motor durch. Alles lässt sich digital über das Display steuern. | Bild: anb

In der Mittelkonsole ist ein großer Display. Hier kann der Fahrer die Einstellungen machen: Klimaanlage, Radio, Fahrmodus. "Ich habe mich für den Eco-Modus entschieden", sagt Anya. Sie möchte nicht so viel Strom verbrauchen. "Es reicht, wenn die Klimaanlage ihren Job macht. Und die kühlt sehr schnell den Innenraum auf die eingestellten 20 Grad", so das Fazit. 

Auf der Vespa durch die Innenstadt - gemütlich

Kurz aufs Gaspedal gedrückt und schon hat man Geschwindigkeit. "Das ist ein Unterschied zum Verbrenner-Auto. Zack, schon habe ich Fahrt aufgenommen. Fühlt sich ein bisschen an wie in der Achterbahn."

Währenddessen auf der E-Vespa. Natürlich ist hier nicht so viel Platz wie im Kofferraum vom E-Auto", sagt Sithonia. Einen Wocheneinkauf hat die Auszubildende bei Graf Hardenberg damit trotzdem erledigen können. Maximal 45 km/h darf sie mit der E-Vespa fahren, für das größere Modell bräuchte sie neben dem B-Klasse-Führerschein einen anderen Führerschein. "Den mache ich gerade, denn dafür brauche ich nur noch ein paar Theorie- und Praxisstunden, aber keine extra Prüfung." Praktisch, diese Regelung.

Das Display der E-Vespa zeigt den Verbrauch | Bild: anb

Zurück auf die Straße: Auf der Kriegsstraße ist dichter Verkehr, kein Problem mit der E-Vespa. "Ab und an kann man sich am Stau vorbeimogeln", sagt sie. Das spart Zeit. 

Der Fahrkomfort ist auch ganz gut. Manko im Vergleich zum Auto: Hier gibt es keine Klimaanlage. "Dafür habe ich den Fahrtwind, das ist auch ok", sagt Sithonia lachend. Obwohl es sehr hell ist lässt sich das Display der E-Vespa sehr gut ablesen, alle wichtigen Anzeigen wie Reichweite lassen sich gut erkennen. 

Immer an der Alb entlang

Der E-Scooter, das kleinste Vehikel im ka-news.de-Test: Maximal 25 km/h erreicht er. Vorteil des City-Flitzers: Tester Tobias kann einen Teil der Strecke auf dem Radweg entlang der Alb fahren. "Wie auf dem Fahrrad, nur im Stehen aber genauso flott", beschreibt er seine Fahrt auf dem Scooter.

Der SEAT MÓ eKickScooter ist eine coole Alternative für kurze Strecken. | Bild: anb

Nach 23 Minuten Fahrtzeit ist Anya mit dem VW ID.3 am Ziel: "Ich bin entspannt, die Klima war super, das Head-up-Display ist sehr komfortabel", so die Testerin. Die Sitze sind bequem, unebene Stellen auf der Straße merkt man nicht. "Das E-Auto ist flüsterleise, man hört wirklich nichts. Das ist etwas ungewohnt." Der Fahrspaß kommt dabei nicht zu kurz, auch wenn man im Auto sitzt. "Das liegt zum einen am modernen, fast schon futuristischen Innenraum, zum anderen an der Beschleunigung, das macht einfach Spaß." Das Fazit: 5 Sterne, volle Punktzahl für das E-Auto ID.3 von Volkswagen. Gerade bei Strecken "über Land" oder wer Kinder oder einen Hund hat, ist mit dem ID.3 gut bedient. Alle haben genügend Platz und der Wocheneinkauf wird im Kofferraum verstaut.

Etwas langsamer, aber eindeutig cooler

Zwei Minuten später kommt Sithonia auf der E-Vespa am Freibad an. "Ich vergebe vier Sterne für den Komfort, fünf Sterne für Schnelligkeit und nochmal fünf Sterne für den Fun und den Coolness-Faktor." Eine Vespa ist auch mitten in Karlsruhe ein Stückchen Dolce Vita. Besonders praktisch: "Ich finde überall einen Parkplatz, auch hier am Schwimmbad kann ich direkt am Eingang meine Vespa abstellen."

Das Schlusslicht bildet der E-Scooter. Tobias vergibt zwei Sterne für den Komfort und die Schnelligkeit. Fast 40 Minuten war er unterwegs für die Strecke. "Es hat zwar Spaß gemacht, aber auf dem kleinen Roller ist es auf langen Strecken doch anstrengend. Vorteil gegenüber dem Fahrrad: Man kommt nicht verschwitzt am Ziel an", so der Tester. Fünf Sterne bekommt der Flitzer für den Spaßfaktor und Coolness. "Gerade in der Innenstadt oder kurze Strecken um die drei Kilometer, ist der Scooter perfekt geeignet. Pluspunkt hier im Schwimmbad: Er lässt sich zusammenklappen und ich könnte ihn jetzt mitnehmen", so Testfahrer Tobias.

Wer bringt dich besser ins Freibad? E-Auto, E-Roller oder E-Scooter im Vergleich. Die Übersicht der Testbewertung unserer Testfahrer |
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