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Karlsruhe VHS Karlsruhe: Blick auf die Gesellschaft

Die Volkshochschule bietet Kurse und Workshops, die das eigene Leben bereichern. Im hauseigenen Infomagazin werden kommende Angebote vorgestellt – und Themen diskutiert, die die Stadt bewegen: In der aktuellen Ausgabe geht es um das Zusammenleben in Karlsruhe.

Blick auf Stadt und Gesellschaft im Infomagazin – und in Workshops

„Zusammenhalt ist aktuell eines der großen Themen, die in der Gesellschaft verhandelt werden“, erklärt Beatrice Winkler von der Volkshochschule Karlsruhe. „Das betrifft nicht nur die Frage, wie wir in der Stadt als Wohnraum zusammenleben. Manche meinen, wir müssen zusammenhalten – sprich: alle müssen ein Risiko auf sich nehmen, ohne dass sich eine kleine Gruppe herausnimmt, und alle den Preis dafür zahlen.“ Das schaffe Diskussionsbedarf. Die Volkshochschule möchte dem Rechnung tragen. Im Magazin werden dazu passende Kurse vorgestellt und aufgezeigt, wofür sie im Alltag genutzt werden können.  Verteilstellen des Print-VHS-Magazins

Städtisches Zusammenleben als „Integrationsaufgabe“ von Generationen, Kulturen und Religionen

Franziska Schreiber, die den Leitartikel zum Thema „Zusammenleben“ geschrieben hat, spricht die vielschichtigen Herausforderungen an: „Es geht nicht nur um Alt und Jung, sondern um arm und reich, Migranten kommen hinzu, verschiedene Religionen. Was findet in Karlsruhe statt, was macht die Stadt für das Zusammenleben – und welchen Beitrag kann die VHS leisten? In der Stadt sind wir beispielsweise auf den ‚Garten der Religionen‘ im City-Park gestoßen, wo sich sieben Religionen zusammengeschlossen haben und Workshops anbieten.“  

Die neue Ausgabe des Infomagazins der VHS-Karlsruhe ist ab 04.Dezember 2021 erhältlich
Die neue Ausgabe des Infomagazins der VHS-Karlsruhe ist ab 04.Dezember 2021 erhältlich | Bild: VHS Karlsruhe

Finanzielle Unterstützung der Kursteilnahme durch Bildungsprämien

Um finanzielle Kluften zu überbrücken, leistet die Volkshochschule einen Beitrag durch den Karlsruher Pass, die City-Card, Bildungsprämien und Bildungsgutscheine: So ließen sich auch Leute erreichen, die weniger Geld zur Verfügung haben, um durch Bildung am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können, so Schreiber. „Wohnen ist ein großes Thema – als Single wie auch im Alter: Es existieren Mehrgenerationen-Projekte, etwa am Kanalweg, die sich als Gemeinschaft helfen. Ältere übernehmen Kinderbetreuung, umgekehrt kann sich nicht jeder einen Pflegeplatz leisten.“ Kinder würden zudem Solidarität lernen.  

Corona-Krise als „Wandlungschance“ für die Gesellschaft?

Die Pandemie-Herausforderungen für die Gemeinschaft sind nicht minder präsent. Ihre Kollegin Beatrice Winkler verweist auf Vorträge etwa mit dem Thema „Die resiliente Gesellschaft“: „Wie entwickelt sich eine Gesellschaft nach Corona – vor dem Hintergrund, dass wir vielleicht nicht das letzte Mal in einer entsprechenden Situation stecken? Muss sie nichts verändern – oder vielleicht sogar alles verändern?“ Die Vorträge zeigen auf, welche Optionen die Gesellschaft habe, stellten den Stand der Forschung dar und böten Anregung zur Diskussion – aktuell auch online.

Eine „Haltung“ muss manchmal erst entstehen

Die VHS betreibt ebenso eine Kooperation mit dem Sandkorn-Theater, wo gerade drei Stücke zum Thema Zusammenhalt aufgeführt werden. Es gehe darum welche Haltung man habe, und wie man überhaupt eine Haltung entwickle, so Winkler. Sie verweist auch auf die „Mikrokosmen“ mancher im Alltag – darum, wie man mit unterschiedlichen Haltungen umgeht, mit Angehörigen und Kollegen spricht, die fragwürdige Meinungen entwickelt haben, dann, wenn „das Recht auf Selbstbestimmung mit dem Recht auf eigene Wahrheiten verwechselt wird“. Das habe es schon immer gegeben, und werde es immer geben, meint sie.

Menschen, Nationen und Zusammenhalt
Menschen, Nationen und Zusammenhalt | Bild: AdobeStock (11903523)0

„Gemeinsame Sprache“ als Nährboden für Zusammenleben

Generell sei naturgemäß eine gemeinsame Sprache beim Zusammenleben wichtig. „In der neuen Broschüre widmen wir einen großen Bereich der Frage, wie die Leute bei uns Deutsch lernen, mit Teilnehmer-Interviews. Einige meinten, sie haben allein versucht, die Sprache zu lernen, aber im Kurs klappe es besser. Der Grundgedanke für ihren Wunsch war, dass sie mit Deutschen besser in Kontakt kämen, wenn sie unsere Sprache sprechen und einen Beruf ergreifen wollen.“ Das betreffe auch EU-Bürger, nicht nur Geflüchtete. „Ein Franzose, der hier als Arzt arbeiten will, muss sehr gut Deutsch sprechen – sonst kommt er mit den Patienten nicht wirklich weiter.“  

Online-Teilnahme an den Kursen grundsätzlich möglich

Sollten Präsenzveranstaltungen aufgrund der Corona-Zahlen unmöglich werden, finden Kurse, Workshops und Vorträge online statt, erläutert Beatrice Winkler das Angebot. „Wir sind 2020 direkt im ersten Lockdown ins Netz gegangen, und das bleibt auch so.“ Generell bietet die VHS Präsenzteilnahme an, „für die, die kommen möchten – andere Kurse werden nur per Online-Teilnahme angeboten, zudem existieren bei vielen Kursen Hybrid-Varianten: Man bekommt einen Link zum Zuschalten und kann spontan von Zuhause aus teilnehmen, falls man gerade nicht kommen kann.“ Durch Online-Kurse seien sie zudem nicht nur auf lokale Teilnehmer begrenzt.  

„Winter-Freizeit“ zur eigenen Fortbildung nutzen

Während im Moment die Freizeitmöglichkeiten eingeschränkt sind, empfiehlt Franziska Schreiber, die Zeit für sich selbst zu nutzen: „Vielleicht etwas lernen, was man schon immer mal machen wollte: Ein Sprachkurs, ein Kommunikationskurs, eine Qualifikation für den Beruf oder etwas mit Kindern – nicht lange überlegen, einfach machen!“ Neben den Kursvorschlägen im Magazin findet sich das gesamte Kursprogramm online – das gedruckte dicke VHS-Programm wurde dadurch abgelöst. Das Infomagazin erscheint rund einmal im Quartal. Die neue Ausgabe ist ab 04.Dezember 2021 im Volkshochschulgebäude in der Kaiserallee 12e sowie beispielsweise in städtischen Buchhandlungen oder am Marktplatz kostenfrei erhältlich.

Verteilstellen des Print-VHS-Magazins

Bild: Volkshochschule Karlsruhe e.V.

Tel.: 0721 98575-0
info@vhs-karlsruhe.de

Kaiserallee 12e

76133 Karlsruhe

www.vhs-karlsruhe.de

 

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